Das Restaurant
Das Wiener Burgtheater, von den Bewohnern der Stadt liebevoll „die Burg“ genannt, bildet die eindrucksvolle Kulisse für das Restaurant Vestibül.
In den historischen Vorräumen des Theaters, der ehemaligen kaiserlichen Kutscheneinfahrt und dem angrenzenden Marmorsaal, vereint das Vestibül heute zwei kulinarische Welten unter einem Dach: die lebendige Schank im Eingangsbereich und die elegante Tafel im Marmorsaal. Während in der Schank spontane Besuche bei Wiener Schmankerln und einem Glas Wein ihren Platz finden, lädt die Tafel dazu ein, klassische Wiener Küche in stilvollem Ambiente zeitgemäß interpretiert auf Haubenniveau zu genießen.
So verschmelzen Geschichte, Handwerk und moderne Wiener Haubenküche zu einem besonderen Ort, an dem Essen und Trinken als Teil der Kultur verstanden werden, im Innenbereich ebenso wie im Gastgarten an der Wiener Ringstraße.




















Ein Abend im Vestibül: Große Bühne für große Küche
Wer das Vestibül betritt, merkt sofort: Hier geht es nicht nur um Essen – hier geht es um Inszenierung, Präzision und echte Gastfreundschaft auf höchstem Niveau. Eingebettet in die einzigartige Atmosphäre des Burgtheaters entfaltet sich ein Menü, das klassische österreichische Küche neu denkt – und dabei in jedem Detail überzeugt.
Schon der Auftakt mit dem glasierten Wildschweinbratl zeigt die Handschrift der Küche: kraftvoll im Geschmack, perfekt gegart und mit würzigem Chinakohl elegant balanciert. Es ist diese Kombination aus Tiefe und Leichtigkeit, die sich durch den gesamten Abend zieht.
Das Tatar von Rind und Pilz überzeugt mit bemerkenswerter Klarheit und Aromatik. Begleitet von einem saftigen Grammelknödel sowie fein abgestimmten Komponenten wie fermentiertem Fenchel und glasierter Zwiebel entsteht ein Gericht mit Charakter und Struktur. Das Majoransafterl verbindet alles zu einem harmonischen Ganzen.
Ein echtes Signature-Level erreicht die Küche mit der hausgemachten Pasta und Wiener Alpen Bottarga. Der geräucherte Rogen von der Lachsforelle sorgt für eine elegante Würze und hebt das Gericht auf internationales Fine-Dining-Niveau – mit klarer regionaler Verankerung.
Die gebackenen Wiener Schnecken präsentieren sich knusprig, saftig und überraschend zugänglich. Der Rotkrautsalat bringt Frische und sorgt für die perfekte Balance.
Auch die Dessertlinie zeigt große Klasse:
Die Kombination aus Topfen und schwarzer Ribisel spielt mit Leichtigkeit und Frische, während die neu interpretierte Sacherschnitte mit intensiver Schokolade und fruchtiger Marille begeistert. Spätestens bei den Mohn-Schupfnudeln mit Zwetschkenröster und Zwetschkenkernöl-Eis wird klar: Hier versteht man es, Tradition emotional aufzuladen und modern zu inszenieren. Die Mini-Schaumrollen setzen schließlich einen charmanten, süßen Schlusspunkt.
Was den Abend im Vestibül jedoch besonders macht, ist der Service:
Aufmerksam, präsent und gleichzeitig angenehm zurückhaltend begleitet das Team durch das Menü. Jeder Gang wird kompetent erklärt, Empfehlungen wirken ehrlich und nicht aufgesetzt. Man spürt sofort: Hier arbeitet ein eingespieltes Team mit echter Leidenschaft für Gastlichkeit. Genau diese Souveränität hebt das Erlebnis auf ein Niveau, das über die Küche hinausgeht.
Meine Erfahrung in diesem Restaurant war leider enttäuschend. Die Gerichte spiegelten keine wirklich gehobene oder kreative Küche wider.
Das Brot wurde auf einem großen Teller serviert und einfach an uns weitergegeben – kein besonderes Erlebnis. Die Vorspeise, geschnittene Lachsforelle, war zwar geschmacklich in Ordnung, aber keineswegs Sterneküchen-Niveau. Auch das Vulkanlands-Schwein, das als Hauptgang serviert wurde, war gut gegart, jedoch ebenfalls nichts Besonderes.
Das Dessert war die größte Enttäuschung: offensichtlich Reste aus dem Kühlschrank wurden auf dem Teller zusammengeworfen. Am Ende gab es noch ein paar Pralinen als Geschenk, die allerdings ungenießbar waren.
Insgesamt war die Qualität des Essens akzeptabel, aber keinesfalls auf dem Niveau eines gehobenen Restaurants. Die Preise empfand ich dafür als übertrieben, besonders wenn man bedenkt, dass noch ein Gedeck berechnet wurde. Außerdem wirkten die künstlichen Blumen in den ansonsten schönen Räumen eher lächerlich.
Die Speisen waren schön angerichtet, kreativ gestaltet und interessante und erfrischende Geschmackskombinationen. Die Kellner waren aufmerksam und zuvorkommend.
Aufmerksame Bedienung, gute Qualität
tolles Ambiente, exzellentes Essen!
Waren gestern mit ausländischen Freunden im Vestibül und wurden nur enttäuscht. Die Hummersuppe – dunkelbraun, ich nehme an der Hummer war verkohlt, denn typischer Hummergeschmack gleich null. Die gebratene Leber war ganz ok, dagegen das Ceviche geschmacklos und der innen rote, daher zähe Girardi Rostbraten hatte mit dem gut gedünsteten Rostbraten mit Pilzen und Gurkerl in einer feinen Rahmsauce, der es sein sollte, gar nichts zu tun.
Einzig das Kalbsbeuscherl mit gebratenen Knödelscheiben war sehr gut.
Das offene Zwettler Bier ist immer und überall gut, aber die Weine sind stark überteuert und nicht gut. Wir hatten zunächst den Chardonnay von Bernhard(zurückgeschickt, weil trüb, leer und kein Chardonnaygeschmack) und dann den von M. Altenburger, der nur teuer, aber das Geld auch nicht wert war. In dem Etablissement scheint niemand etwas von Wein zu verstehen, denn wenn man sich im Weinviertel oder dem Burgenland umsieht und verkostet, findet man köstliche Chardonnays zu wohlfeilen Preisen (die allerdings bei uns in Österreich meist einen 300 bis 400% Aufschlag in den Restaurants erfahren; immer wieder ein Ärgernis). Die Servicecrew gut, aber uneffizient, das Ambiente interessant, weil Teil des Burgtheatergebäudes.
Wir waren davor ein paar Mal anlässlich von Sponsionsfeiern dort, und die Brötchen, Häppchen, Fingerfood war jeweils ok. Aber für einen schönen Abend nie wieder!
Das beste Minuten Steak, das ich je gegessen habe! Das Steak war unglaublich zart, verfeinert mit Kohlrabi Gratin und Haselnüssen war es eine riesen Freude für meinen Gaumen.