Die international tätige Reservierungsplattform Quandoo kündigt ihre schrittweise Einstellung an. Für Gäste und Gastronomiebetriebe bleibt zunächst alles beim Alten – zumindest bis zum 30. September 2026, wenn der Dienst vollständig abgeschaltet wird. Was hinter der Entscheidung steckt, welche Fristen gelten und welche Auswirkungen sich für die Branche ergeben.
Die Reservierungsplattform Quandoo hat Ende März 2026 angekündigt, ihren Betrieb in einem planmäßig strukturierten Prozess einzustellen. Die Entscheidung ist Teil eines unternehmensinternen Strategiewechsels, über die konkreten Hintergründe wird offiziell nicht weiter im Detail kommuniziert. Klar ist jedoch: Der Rückzug erfolgt global und betrifft alle Märkte, in denen Quandoo aktiv ist.
Für die Nutzer*innen ändert sich zunächst nichts. Die Plattform bleibt weiterhin vollständig funktionsfähig, Restaurant-Suchen und Reservierungen sind bis einschließlich 30. September 2026 möglich. Bestehende Buchungen behalten ihre Gültigkeit selbst über dieses Datum hinaus, denn die Reservierungen werden direkt mit den jeweiligen Gastronomiebetrieben abgewickelt.
Was Sie jetzt wissen sollten
Die Einstellung erfolgt in mehreren klar definierten Schritten. Bis 30. Juni 2026 können weiterhin Treuepunkte gesammelt werden, bis 30. September 2026 ist deren Einlösung möglich. Danach verfällt das Bonusprogramm vollständig. Neue Reservierungen sind ebenfalls nur noch bis zu diesem Stichtag möglich.
Am 1. Oktober 2026 werden die Verbraucherdienste von Quandoo eingestellt. Die Plattform bleibt zwar noch eingeschränkt als statische Informationsseite verfügbar, operative Funktionen wie Buchungen oder Kontozugriffe entfallen jedoch vollständig. Mit dem 31. Dezember 2026 erfolgt schließlich die komplette Abschaltung der gesamten Infrastruktur.

Lücke im digitalen Reservierungsmarkt
Für Gastronomiebetriebe bedeutet das: Sie verlieren mit der Zeit eine Buchungsplattform, die insbesondere für digitale Reservierungsprozesse genutzt wurde. Gemeinsam mit anderen Plattformen hat Quandoo in den vergangenen Jahren immerhin maßgeblich zur Digitalisierung von Reservierungsprozessen beigetragen – sowohl für Gäste als auch für Gastronom*innen.
Der Wegfall könnte kurzfristig zu einer Lücke im Markt führen, insbesondere für kleinere Betriebe, die stark auf externe Plattformen angewiesen sind. Gleichzeitig eröffnet sich aber auch Raum für andere Anbieter und Lösungen. Die Gastronomiebranche steht damit vor der Herausforderung, ihre digitale Infrastruktur neu zu denken und stärker auf eigene Kanäle sowie alternative Tools zu setzen.
Für Gäste bedeutet die Änderung vor allem eines: rechtzeitig geplante Reservierungen bleiben gültig, sollten aber im Zweifel direkt mit dem jeweiligen Restaurant abgesichert werden. Wer auf Treuepunkte gesetzt hat, sollte die Fristen im Blick behalten, denn nicht eingelöste Punkte verlieren mit der Einstellung endgültig ihren Wert.












