Von der Wirtshaustochter in Oberösterreich zur Specialty Coffee-Café-Betreiberin in Wien.
Teresa Schütz wusste schon immer, dass sie ein eigenes Lokal aufmachen möchte und im April hat sie den Schritt gewagt. Das Galigrü Café am Kühnplatz bietet Specialty Coffee und Snacks und befindet sich aktuell im Soft Opening.
Vom Nebenjob im Café zum eigenen Lokal
Die 31-Jährige stammt ursprünglich aus Oberösterreich und kam zum Studieren nach Wien. Während dieser Zeit begann sie nebenbei in Cafés zu arbeiten und blieb in der Branche. Zuletzt war sie drei Jahre lang Filialleiterin in einem anderen Betrieb, bevor sie Anfang 2025 den Schritt in die Selbstständigkeit wagte. Das Galiegrü Café führt sie derzeit allein. Unterstützung bekommt sie punktuell aus dem privaten Umfeld.
Ganz neu ist ihr das Gastgewerbe allerdings nicht: Ihre Eltern betreiben ein Wirtshaus in Oberösterreich, mit dem sie aufgewachsen ist. Der Weg ins eigene Lokal ist also Quereinstieg und Familientradition zugleich.

Fokus auf Kaffee, Matcha und einfache Snacks
Inhaltlich setzt das Galiegrü Café klar auf Kaffee. Angeboten werden Specialty Coffee und entkoffeinierter Bio-Kaffee, dazu Matcha, Chai, Kakao und Tee. Das Snack-Angebot wird erst nach und nach ausgebaut. Seit Kurzem gibt es etwa Bananenbrot von Bananig, einem Projekt, das gerettete Bananen verarbeitet und dabei mit Menschen mit Behinderung zusammenarbeitet.
Eine klassische Küche gibt es im Lokal nicht. Geplant sind deshalb eher einfache Angebote wie Toasts sowie kleinere Snacks, deren Umsetzung laut Teresa derzeit noch getestet wird.
Aus Rohbau wurde Café
Der Standort war zuvor kein Gastronomiebetrieb, sondern ein Massagefachinstitut. Als Teresa das Lokal übernahm, war es nach Trockenlegungsarbeiten praktisch ein Rohbau. Leitungen, Boden, Wände und große Teile der Ausstattung mussten neu gemacht werden. Ein Teil der Arbeiten wurde von den Eigentümern übernommen, den restlichen Ausbau organisierte sie selbst.
Beim Raumkonzept halfen befreundete Architekten von Super95, die auch Möbel bauten. Weitere Einrichtungsstücke wie Tische, Hocker und Sessel wurden second hand beschafft. Im Café wurden unter anderem alte Wiener Zementfliesen verlegt.

Bewusst gewählte Partnerbetriebe
Bei Lieferant:innen und Partnern achtet Teresa möglichst darauf, mit frauengeführten oder FLINTA-geführten Unternehmen zusammenzuarbeiten. Das betrifft etwa die Kaffeebohnen und künftig auch den Tee. Gleichzeitig sagt sie, dass sich dieser Anspruch nicht in allen Bereichen vollständig umsetzen lasse, aber der Anspruch wäre da.
Schritt für Schritt
Der Betrieb läuft derzeit von Dienstag bis Samstag, 9 bis 17 Uhr. Teresa will die Öffnungszeiten vorerst so belassen und erst später entscheiden, ob längere Nachmittags- oder Abendzeiten sinnvoll sind. Auch die Inneneinrichtung ist noch nicht vollständig abgeschlossen. Einige Elemente sollen erst ergänzt werden, wenn klarer ist, wie das Lokal genutzt wird und was bei den Gästen ankommt.
Geplant ist außerdem die Erweiterung des kleinen Schanigartens entlang der Fassade, für den aktuell noch Möbel gesucht werden.
Und falls das nicht klar war: GALIGRÜ steht für „Ganz liebe Grüße“!
Kühnplatz 6, 1040 Wien












