Marriott: Coke statt Pepsi

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© Coca Cola Österreich

Marriott International, der weltgrößte Hotelkonzern, beendet die langjährige Partnerschaft mit Pepsi und setzt künftig auf Coca-Cola. Der Wechsel betrifft tausende Häuser – und markiert einen strategischen Richtungswechsel im globalen Getränkegeschäft der Hotellerie.

Nach mehr als drei Jahrzehnten Zusammenarbeit mit PepsiCo zieht Marriott International einen klaren Schlussstrich und setzt künftig auf The Coca-Cola Company als weltweiten Getränkepartner. Die Entscheidung betrifft das gesamte Portfolio des Hotelriesen – rund 9.700 Häuser in 143 Ländern. Damit endet eine Exklusivvereinbarung, die seit 1992 bestand und Pepsi zur dominierenden Getränkemarke in Marriotts Hotels machte. Für Coca-Cola ist der Deal ein bedeutender Erfolg im jahrzehntelangen Wettbewerb der beiden Softdrink-Giganten. „Die Coca-Cola Company ist stolz darauf, mit dem globalen Portfolio von Marriott International zusammenzuarbeiten“, heißt es in einer Stellungnahme des Unternehmens. Die Partnerschaft unterstreiche den Anspruch, Gästen weltweit ein konsistentes und hochwertiges Markenerlebnis zu bieten.

© Vienna Marriott Hotel

Neuausrichtung

Der Wechsel ist weit mehr als ein reiner Austausch eines Lieferanten. Er betrifft zentrale Bereiche des Hotelbetriebs – von Restaurants und Bars über Minibars und Verkaufsautomaten bis hin zu Meetings, Events und Cateringangeboten. Marriott verfolgt damit das Ziel, das Gästeerlebnis weiter zu vereinheitlichen und stärker an internationale Erwartungen anzupassen. Unternehmensangaben zufolge zeigen interne Analysen eine klare Präferenz vieler Gäste für Getränke aus dem Portfolio von Coca-Cola. Auch der Getränkehersteller selbst verweist auf diese Entwicklung: „Die Entscheidung von Marriott spiegelt die Stärke unserer Marken und die Vorliebe ihrer Gäste für unser gesamtes Getränkeportfolio wider“, so Coca-Cola. Für den US-Konzern eröffnet sich damit eine enorme Reichweite innerhalb eines globalen Netzwerks, das jährlich Millionen Reisende bedient.

In der Cascade Bar im Vienna Marriott Hotel wird künftig Coca-Cola serviert.
© Vienna Marriott Hotel

Rückkehr mit Symbolcharakter

Für Coca-Cola hat die Kooperation auch eine historische Dimension: Bis Anfang der 1990er-Jahre war das Unternehmen bereits im Marriott-Portfolio vertreten, bevor Pepsi die exklusive Lieferantenrolle übernahm. Mit der nun angekündigten Partnerschaft gelingt Coca-Cola die Rückkehr auf eine der wichtigsten Bühnen der internationalen Hotellerie. „Wir freuen uns darauf, unseren Beitrag zu einem großartigen Gästeerlebnis im weltweit größten Hotelkonzern zu leisten“, so das Unternehmen weiter. Für PepsiCo wiederum markiert die Entscheidung einen empfindlichen Einschnitt – nicht nur wirtschaftlich, sondern auch symbolisch. Marriott nutzt den Wechsel, um sich strategisch neu zu positionieren, insbesondere vor dem Hintergrund seiner starken Expansion in Europa, dem Nahen Osten und Afrika. Die Wahl des Getränkepartners wird damit zum sichtbaren Teil einer umfassenden Markenstrategie, die den Aufenthalt der Gäste künftig noch stärker prägen soll.