Patata: Neues Lokal von Alice-Beitreibern

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© Manuel Bartolacci

Mit Patata hat im dritten Wiener Bezirk ein neues Abendlokal eröffnet. Hinter dem Projekt stehen Manuel Bartolacci und Britt Kamper, die in der Nachbarschaft bereits das Alice betreiben. Das neue Lokal ist als Bar mit kleinem Snack-Angebot angelegt, zukünftig soll die Küche auch für Pop-ups und andere Formate genutzt werden. 

Küche gesucht!

Ausgangspunkt für die Neueröffnung war laut Bartolacci die Suche nach einer gewerblichen Küche. Das Alice sei kleiner als ursprünglich gedacht und habe sich rasch stärker entwickelt als erwartet. Gesucht wurde daher zunächst ein zusätzlicher Küchenstandort oder ein Lokal, in dem sich eine Küche tageweise nutzen ließe. Bei der Besichtigung stellte sich dann heraus, dass das schließlich übernommene Lokal bereits über eine Küche verfügt.  

Manuel und Britta teilen sich nun zwischen beiden Standorten auf. Für den Betrieb des zweiten Lokals wurde zusätzliches Personal aufgenommen. Patata ist derzeit nur abends geöffnet und damit organisatorisch einfacher in den Gesamtbetrieb einzubinden.  

© Manuel Bartolacci

Bar mit Snacks, später auch Pop-ups

Konzeptionell ist Patata vorerst als Bar mit kleinen Speisen gedacht. Auf der Karte stehen aktuell unter anderem Toasts und kleinere Snacks. Die Küche wird noch renoviert, danach soll sie nicht nur für eigene Formate genutzt werden, sondern auch für Gastköchinnen und Gastköche, die das Lokal fallweise für ein Wochenende oder einzelne Termine übernehmen. Auch ein Brunch-Format wird als mögliche Ergänzung genannt.  

Mehr Bier als Wein

Während das Alice stärker auf Wein ausgerichtet ist, setzt Patata beim Getränkeangebot bewusst einen anderen Schwerpunkt. Laut Bartolacci soll es im neuen Lokal mehr Bier als Wein geben. Geplant sind zwei Fassbiere sowie eine Auswahl an Flaschenbieren. Beim Einkauf setzt das Team auf kleinere Produzent:innen und direkten Kontakt zu Brauereien.  

Österreich ist für mich ein Bier-Land.

Bartolacci ist Diplom-Bier-Sommelier. Sein Zugang sei auch persönlich klar: Er möge Bier lieber als Wein, sagte er im Gespräch. Österreich sei für ihn ein Bierland. Im Sortiment sollen deshalb neben österreichischen Bieren auch internationale Positionen Platz haben, allerdings ausschließlich von Privatbrauereien, nicht von Großkonzernen. Dieses Prinzip gelte im Lokal grundsätzlich auch für andere Getränke und Speisen.  

Das Alice in der Krieglergasse ist das erste Lokal von Manuel Bartolacci und Britt Kamper.

Vintage-Möbel und Beislkultur

Groß umgebaut wurde Patata nicht, ganz ohne Eingriffe ging es aber auch nicht. Laut Bartolacci musste das Lokal mehrfach neu gestrichen werden, um starken Rauchgeruch aus der Vornutzung zu entfernen. Zusätzlich wurden Tapeten erneuert, Tische adaptiert und die Schankanlage überarbeitet. Ein Teil des Mobiliars im ersten Raum dürfte noch aus den 1950er- oder 1960er-Jahren stammen. Das Lokal verfügt über zwei Räume, der hintere Bereich kann auch für Feiern gemietet werden.  

Ein kleiner Schanigarten mit derzeit rund sechs bis sieben Plätzen ist bereits vorhanden und soll bald nutzbar sein. Manuel möchte den Außenbereich zukünftig aber noch erweitern. Auch beim Bier gibt es bereits weitere Pläne: Bartolacci hatte früher eine eigene Biermarke und kann sich vorstellen, künftig wieder eigenes Bier im Lokal auszuschenken. Das wäre auf jeden Fall eine willkommene Abwechslung zum Naturwein-Hype!

Patata

Löwengasse 14, 1030 Wien