Der beliebte Grätzel-Treff wurde kürzlich neu übernommen. Genuss-Autor Marko Locatin hatte Krabben-Brötchen und deutschen Riesling.
Das beste Fischbrötchen von Wien: “Stephan Wulf hat sich auf Fisch spezialisiert, aber auch sein Weißer Spritzer ist klasse. Der Hamburger kam als Golf-Manager nach Wien. Heute managt er seine schmucke “Krabbenbude” mit norddeutscher Schnoddrigkeit” schrieb der Autor dieser Zeilen anno 2020 (Hier geht es zum Artikel) und war: begeistert!
Nun schipperte Wulf 2025 in ruhigere Gefilde, Ende des Jahres übernahm Gastro-Profi Sebastian Giffey (“Tschak”) das Steuer. Erster Eindruck an diesem lauen Mittwoch Abend: alles wie immer – gut wie immer, Konzept: unverändert. Die Stimmung mediterran heiter, man kennt hier einander mehrheitlich, der Weißwein fließt wie Wasser die Donau, diverse Fischsalate werden verzehrt, lauter glückliche Gesichter rundum, doch halt: das Weinsortiment ist, wie auch die Vitrine, etwas üppiger bestückt als zuletzt. Jever & Astra hat es hier immer noch, doch mein kulinarischer Lebensabschnitt-Partner rät zu deutschem Riesling von Clemens Busch. Für ‘nen deutschen Riesling gar nich’ übel der Stoff – doch beim Riesling bin ich nämlich, müssen Se wissen, da bin ich Patriot.

Dazu gibt’s das obligate Krabbenbrötchen (sehr gut!), sanft geräucherte Lachsforelle (sanft geräuchert) und klassischer Heringssalat (frisch, gute Säure, erfreulicher Fischanteil) – gibt’s auch in einigen anderen Varianten.

Fazit
Bester Platz in Wien, um der norddeutschen Lebensart mit Krabben, Sprotten, Hering, Matjes (!) & Co zu frönen. Die heikle Ware ist frisch und perfekt temperiert. Dazu hat es ne leckere Auswahl an österreichischen sowie deutschen Weinen – auch Jever & Astra sind vorrätig. Die Atmosphäre ist heiter, der kleine Gastgarten stets gut besucht, die schmucke Kombüse unverändert: schmuck, die Jungs von der Schank motiviert und: lustig.
Tipp: Top sind auch Austern – gibt es meist gegen Wochenende.
Wulfisch
Haidgasse 5
1020 Wien
DI-FR: 11:00 – 22:00
SA: 10:00 – 22:00
www.wulfisch.com
Weitere Artikel und Kritiken von Marko Locatin finden Sie auf: www.markolocatin.com
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