Das war die VieVinum 2026

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©VieVinum/Eva Kelety

VieVinum 2026: Wenn Wien für drei Tage zur Hauptstadt des Weins wird

Drei Tage lang war die Wiener Hofburg wieder das, was sie alle zwei Jahre für die Weinwelt ist: Treffpunkt, Bühne, Verkostungsraum und Branchenschau zugleich. Die VieVinum 2026 brachte von 16. bis 18. Mai Winzer:innen, Sommeliers, Händler:innen, Gastronom:innen, Journalist:innen und Weinliebhaber:innen aus aller Welt nach Wien, und zeigte einmal mehr, welchen Stellenwert österreichischer Wein international hat.

Unter dem Motto „The Power of Wine“ stand heuer nicht nur der Genuss im Mittelpunkt, sondern auch die Frage, was Wein alles kann: verbinden, Geschichten erzählen, Herkunft sichtbar machen, Menschen an einen Tisch bringen. Gerade in einer Zeit, in der auch die Weinbranche mit verändertem Konsumverhalten und wirtschaftlichem Druck konfrontiert ist, wirkte dieses Motto fast wie eine bewusste Standortbestimmung.

V.l.n.r: Andreas Liegenfeld (Bgld. Weinbaupräsident Ök.-Rat) Johannes Schmuckenschlager ( Österr. Weinbaupräsident und Abg. z. NR., Weinkönigin Laura I., Alexandra Graski-Hoffmann (Geschäftsführerin M.A.C. Hoffmann und VieVinum Organisation, Chris Yorke (Geschäftsführer Österreich Wein Marketing GmbH), ©VieVinum/Christine Miess

V.l.n.r: Andreas Liegenfeld (Bgld. Weinbaupräsident Ök.-Rat) Johannes Schmuckenschlager ( Österr. Weinbaupräsident und Abg. z. NR., Weinkönigin Laura I., Alexandra Graski-Hoffmann (Geschäftsführerin M.A.C. Hoffmann und VieVinum Organisation, Chris Yorke (Geschäftsführer Österreich Wein Marketing GmbH), ©VieVinum/Christine Miess

Österreich zeigt, was es kann

Die VieVinum ist nach wie vor die wichtigste Bühne für österreichischen Wein. Rund 550 Standplätze machten die Hofburg auch 2026 wieder zur großen Leistungsschau der heimischen Winzer:innen. Niederösterreich war traditionell stark vertreten, ebenso Burgenland, Steiermark und Wien. Dazu kamen internationale Gäste, Spezialverkostungen und Programme, die den Blick über den Tellerrand – oder besser gesagt: über den Glasrand – hinaus öffneten.

Besonders spürbar war auch heuer wieder die internationale Relevanz der Messe. Die Österreich Wein Marketing brachte rund 1.000 Weinprofis aus 52 Ländern nach Wien. Für viele Betriebe ist genau das einer der entscheidenden Punkte: Die VieVinum ist nicht nur ein Ort zum Verkosten, sondern vor allem ein Ort, an dem Kontakte entstehen, Gespräche weitergeführt und Märkte erschlossen werden.

Georgien als Gastland und ein Blick auf neue Trinkkultur

Ein besonderer Schwerpunkt lag 2026 auf Georgien. Rund 25 Weingüter präsentierten Weine aus einem Land, das wie kaum ein anderes für die Ursprünge der Weinkultur steht. Qvevri, Amber Wine und autochthone Rebsorten sorgten für viel Aufmerksamkeit. Gleichzeitig wird dadurch gezeigt, wie alt, vielfältig und gleichzeitig modern Wein sein kann.

Spannend war auch die Zone Zero, die alkoholfreien Alternativen eine eigene Bühne gab. Mit zahlreichen Produkten, Verkostungen und Diskussionen zeigte die VieVinum, dass No- und Low-Alcohol längst kein Randthema mehr sind. Gerade für Gastronomie und Handel wird dieses Segment immer relevanter, und das nicht als Ersatz für Wein, sondern als eigene Kategorie mit wachsendem Anspruch.

Fotocredits: ©VieVinum/Christine Miess

Viel Wissen, viel Austausch, viel Bewegung

Neben den Verkostungen war auch das Rahmenprogramm dicht gefüllt. Die School of Wine bot Masterclasses, Diskussionen und Fachvorträge zu Themen wie Terroir, Sekt Austria, Weinlegenden, Nachwuchs und internationalen Entwicklungen. Wer wollte, konnte sich drei Tage lang nicht nur durchprobieren, sondern auch tief eintauchen.

Besonders wichtig bleibt auch der Blick auf die nächste Generation. Mit der Gerd A. Hoffmann-Akademie wurde jungen Winzer:innen erneut eine Plattform geboten, um sich mit erfahrenen Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Kultur und Weinwelt zu vernetzen. Ein Format, das zeigt: Die VieVinum verwaltet nicht nur Tradition, sie denkt auch weiter.

Mehr als eine Weinmesse

Was die VieVinum besonders macht, ist nicht allein die Menge an Weinen oder die Zahl der Aussteller:innen. Es ist die Atmosphäre. In den prunkvollen Räumen der Wiener Hofburg bekommt die Messe einen Rahmen, der wie gemacht scheint für die große Bühne des österreichischen Weins: historisch, elegant und trotzdem lebendig.

Man trifft sich, bleibt stehen, kostet, diskutiert, entdeckt Neues und begegnet Menschen, die den Wein nicht nur produzieren oder verkaufen, sondern leben. Genau diese Mischung aus fachlichem Austausch, persönlicher Nähe und einzigartigem Ambiente macht die VieVinum zu einem Ereignis, das weit über eine klassische Weinmesse hinausgeht.

Dass davon auch andere Branchen profitieren, liegt auf der Hand. Gastronomie, Hotellerie, Tourismus und Handel sind eng mit der Messe verbunden. Wien wird während der VieVinum nicht nur zum Treffpunkt der Weinbranche, sondern auch zum Schauplatz eines internationalen kulinarischen Netzwerks.

Fotocredits: Bild 1: ©VieVinum/Christine Miess, Bild 2 + 3: ©VieVinum/Eva Kelety

Das Resümee

Die VieVinum 2026 hat einmal mehr bewiesen, dass österreichischer Wein international weiterhin viel zu sagen hat. Zwischen klassischen Herkunftsthemen, neuen Trinkgewohnheiten, starken Produzent:innen und einer jungen Generation, die selbstbewusst nach vorne blickt, wurde in der Hofburg deutlich: Die Branche bewegt sich.

Und vielleicht war genau das die wichtigste Botschaft dieser VieVinum: Wein ist nicht statisch. Er verändert sich, bleibt im Gespräch, verbindet Menschen und schafft Momente. „The Power of Wine“ war damit nicht nur ein Motto, sondern drei Tage lang ziemlich deutlich spürbar.

Quelle: VieVinum Pressemappe 2026; redaktionell bearbeitet und gekürzt von Ines Brunner.

Alle Infos: VieVinum.at

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