Der Weinviertler Jungwinzer gewinnt die 16. Schlossquadrat-Trophy
Es sind Abende wie dieser, die zeigen, wie viel Leidenschaft, Persönlichkeit und Zukunft in Österreichs Weinszene steckt: Trotz frischer Temperaturen und wechselhaftem Wetter strömten mehr als 250 WeinliebhaberInnen in die Gastgärten von Silberwirt und Gergely’s in Wien Margareten, um das Finale der 16. Schlossquadrat-Trophy live mitzuerleben. Gastro.News war vor Ort, als sich ein junger Winzer aus dem Weinviertel mit Charakter, Präzision und großer Authentizität an die Spitze verkostete: Martin Heinzl vom Weingut Heinzl-Gettinger wurde zum „Weintalent 2026“ gekürt.
Mit seinem Grünen Veltliner Ried Steinviertel und Sauvignon Blanc Ried Junge Bergen überzeugte der 26-Jährige sowohl das Publikum als auch die hochkarätig besetzte Fachjury und holte die begehrte Glastrophäe nach Deinzendorf im Bezirk Hollabrunn.
Ein Jungwinzer mit internationalem Feingefühl
Für Martin Heinzl ist Wein weit mehr als ein Handwerk – er versteht ihn als Ausdruck von Herkunft, Boden und Emotion. Seit 2020 arbeitet er aktiv im Familienweingut mit, das bereits 1620 erstmals urkundlich erwähnt wurde und heute in dritter Generation geführt wird. Nach seiner Ausbildung an der HBLA Klosterneuburg sammelte Heinzl internationale Erfahrungen im Napa Valley und in Südafrika, bevor er mit frischen Ideen und klarer Handschrift ins Weinviertel zurückkehrte.
Es gibt weltweit keine Sorte, die Bodentypizitäten so klar wiedergibt!
beschreibt Heinzl seine Lieblingsrebsorte GV
Besonders prägend für seinen Stil ist seine Leidenschaft für den Grünen Veltliner. Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht dabei stets das Zusammenspiel von Natur, Boden und Charakter. Seine persönliche Mission formuliert er ebenso schlicht wie berührend: „[…] Mit meinen Weinen Glücksmomente schenken“.
Spannung bis zum Schluss im Schlossquadrat
Dass ihm genau das gelingt, war beim Finale der Schlossquadrat-Trophy deutlich spürbar. Die Gäste verkosteten aufmerksam, diskutierten angeregt und fieberten bis zuletzt mit, während sechs FinalistInnen ihre Weine präsentierten und um den begehrten Titel kämpften.
Neben Martin Heinzl stellten sich auch Lukas Schiefermair (OÖ/Bergland), Katharina Baumgartner (Weinviertel), Johannes Haimerl (Kamptal), Johannes Kölbl (Weinviertel) und Martin Hahnekamp (Leithaberg) dem Wettbewerb.
Die Schlossquadrat-Küche unter der Leitung von Rudolf Kirschenhofer sorgte dabei für die passende kulinarische Begleitung, während Moderator Michael Wanits mit Charme und Lockerheit durch den Abend führte.
„Das ist Martin beim Finale bestens gelungen“, freut sich Jürgen Geyer, Initiator der Trophy und Geschäftsführer der Schlossquadrat Gastronomie GmbH, zu der das Restaurant Gergely’s, der Silberwirt, die Trattoria Margareta und das Cuadro zählen.

Bühne für Österreichs Winzernachwuchs
Seit ihrer Gründung im Jahr 2009 hat sich die Schlossquadrat-Trophy zu einer der wichtigsten Plattformen für österreichische JungwinzerInnen entwickelt. Gemeinsam mit dem SALON Österreich Wein ins Leben gerufen, verfolgt der Wettbewerb das Ziel, junge Talente nachhaltig zu fördern und ihnen Sichtbarkeit innerhalb der heimischen Weinszene zu geben.
Längst gilt die Trophy als Sprungbrett für ambitionierte WinzerInnen, die Tradition, Internationalität und moderne Handschriften vereinen.
Dass die Bedeutung des Wettbewerbs weit über einen einzelnen Abend hinausgeht, zeigt auch die breite Unterstützung zahlreicher PartnerInnen aus Weinwirtschaft, Gastronomie, Medien und Kommunikation. Neben attraktiven Preisen profitieren die FinalistInnen vor allem von medialer Präsenz, professioneller Begleitung und wertvollen Kontakten innerhalb der Branche.
Hochkarätige Jury
Auch die Fachjury spiegelte die hohe Qualität des Wettbewerbs wider: Walter Kutscher vom Wiener Sommelierverein, Weinlegende Adi Schmid, Roland Graf (Falstaff Profi), Bernhard Degen (Gault Millau), Weinjournalistin Birgit Kowarik, Alexander Lupersböck (wein.plus) sowie Vorjahressieger Franz-Joseph Stift bewerteten gemeinsam mit dem Publikum die präsentierten Weine.
Das finale Ergebnis setzte sich aus den Stimmen der Einzelverkostungen, der Fachjury und den Gästen des Abends zusammen.
Eine neue Generation österreichischer WinzerInnen
Mit seinem authentischen Zugang zum Weinmachen, seiner internationalen Erfahrung und seinem kompromisslosen Fokus auf Herkunft und Qualität steht Martin Heinzl exemplarisch für eine neue Generation österreichischer WinzerInnen.
Die charakterstarken Lagen Ried Steinviertel und Ried Innere Bergen prägen dabei den Stil des Weinguts ebenso wie die wichtigsten Rebsorten des Betriebs: Grüner Veltliner, Sauvignon Blanc, Gelber Muskateller, Sankt Laurent und Zweigelt.
Und auch nach der Trophy richtet sich der Blick bereits nach vorne. „Nach der Trophy ist vor der Trophy“, schmunzelt Jürgen Geyer und kündigt damit zugleich den Start der nächsten Runde an. Ab sofort können sich JungwinzerInnen aus ganz Österreich für die 17. Schlossquadrat-Trophy anmelden und ihre Weine zur Blindverkostung einreichen.

Foto Credits: Daniela Hödl Fotografie












