Unsere Top 5 Schanigärten in Wien

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Sobald die Temperaturen zweistellig werden, wandert das halbe Stadtleben in Wien nach draußen. Kleine Tische stehen plötzlich mitten im Stadtbild, Sonnenschirme öffnen sich, und was gestern noch ein leerer Gehsteig war, ist heute der beliebteste Platz im Grätzel.

Der Schanigarten ist das ursprünglichste Format des Draußensitzens in Wien, unaufgeregt, vertraut und irgendwie immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Einfach hinsetzen, die Stadt an sich vorbeiziehen lassen und das Glas heben.

Wir haben für Sie fünf Adressen herausgesucht, die das besonders gut hinbekommen.

Restaurant Vestibül

Universitätsring 2, 1010 Wien

Drei Hauben, Ringstraße, und ein Blick, der für sich allein schon den Besuch rechtfertigt. Der Schanigarten des Vestibül liegt direkt am Ring, mit freier Sicht auf den Rathausplatz. Die wohl prominenteste Kulisse, die ein Wiener Gastgarten bieten kann. Tagsüber eine der schönsten Terrassen der Innenstadt, abends, wenn das Rathaus ins Licht gerückt wird, schlicht unvergleichlich.

Was auf den Tisch kommt, hält mit der Lage mit. Das Vestibül steht für eine Wiener Küche, die sich ihrer Wurzeln bewusst ist, ohne dabei stehenzubleiben, präzise, eigenständig und mit dem Anspruch, der drei Hauben würdig ist. Ob Gabelbissen zwischendurch oder ein ausgiebiges Menü, beides hat hier seinen Platz. Wer einfach einen außergewöhnlichen Platz für ein Glas sucht, ist genauso willkommen.

Das Lokal befindet sich im Burgtheater, was den Schanigarten zu einer der naheliegendsten Vor- und Nachspeis-Adressen der Stadt macht. Vor der Vorstellung ein Glas in der Abendsonne, danach noch eines mit Blick auf das beleuchtete Rathaus, der Abend fügt sich fast von selbst zusammen. Aber auch wer keinen Theaterbesuch plant, findet hier einen Grund zu kommen: Die Kombination aus Küche, Atmosphäre und Lage funktioniert für sich allein genauso gut.

Restaurant Buxbaum

Grashofgasse 3, 1010 Wien

Geheimtipps in der Wiener Innenstadt sind selten geworden, der Heiligenkreuzerhofgehört aber definitiv dazu. Wer den unscheinbaren Durchgang kennt und den Innenhof betritt, wird mit einem der idyllischsten Fleckchen der Stadt belohnt: blühende Rosensträucher, Olivenbäume, denkmalgeschützte Fassaden und eine Stille, die man an dieser Adresse schlicht nicht erwartet.

Genau hier hat Benjamin Buxbaum seinen Gastgarten und das Zwei-Hauben-Team rund um Küchenchef Martin Zeißl sorgt dafür, dass die Idylle auch auf dem Teller weitergeht. Österreichisches und Mediterranes finden zusammen, unkompliziert und mit echter Sorgfalt gemacht. Ob für ein ausgiebiges Mittagessen, einen entspannten Abend oder einfach nur einen kurzen Stopp, wer diesen Ort einmal für sich entdeckt hat, kommt wieder.

Manchmal lohnt es sich, den Durchgang zu nehmen.

Viva la Mamma

Dr.-Karl-Lueger-Platz 5, 1010 Wien

Draußen sitzen, die Sonne im Gesicht, eine knusprige Pizza vor sich und das leise Gefühl, dass der Nachmittag noch lange nicht vorbei sein muss. Der Gastgarten der Viva la Mamma am Dr.-Karl-Lueger-Platz funktioniert genau so, unkompliziert, entspannt und mit einer Küche, die keine große Erklärung braucht.

Die Lage macht vieles richtig: mitten in der Stadt, unweit des Stadtparks, aber mit einer Atmosphäre, die den Trubel draußen lässt. Wer hier sitzt, hat das Zentrum fußläufig und trotzdem das Gefühl, kurz abgeschaltet zu haben. Dazu kommen Pizzen mit echtem Boden und Pasta, die al dente auf den Tisch kommt, wie es sich gehört.

Manchmal braucht es nicht mehr als gutes Essen, Sonne und den richtigen Platz dafür. Der ist hier.

Nagano

Schellinggasse 3, 1010 Wien

Die Schellinggasse im ersten Bezirk ist eine jener ruhigen Adressen, die man schätzt, sobald man sie kennt. Kein Durchzugsverkehr, keine Hektik – und mittendrin der Schanigarten des Nagano, der genau diese Stimmung aufgreift: entspannt, einladend und mit einem Stil, den man in der Innenstadt nicht überall findet.

Das Nagano denkt die japanische Izakaya neu, als Ort für gute Gesellschaft, raffinierte Drinks und eine Küche mit Haubenqualität, die zum Teilen einlädt. Man bestellt, was gefällt, lässt sich vom Omakase-Sharing-Menü überraschen und verliert dabei angenehm das Zeitgefühl.

Draußen sitzen, wenn die Sonne noch steht. Reingehen, wenn der Abend kühler wird. Noch eine Runde bestellen, weil es einfach zu gut ist, um aufzuhören. Der Abend regelt sich hier fast von selbst.

Wildling

Laudongasse 8, 1080 Wien

Zwei Hauben, aber kein bisschen brav. Das Wildling in der Laudongasse macht österreichische Tapas, frisch, regional, mit Wumms. Was auf den Tisch kommt, hängt davon ab, was gerade Saison hat und was die Bauern liefern. Klingt simpel, schmeckt außergewöhnlich.

Der Schanigarten ist einer, bei dem man sich sofort wohlfühlt. Egal ob man nach der Arbeit kurz reinschaut oder den ganzen Abend plant, wenn die Lichterketten angehen und die Laudongasse ruhiger wird, will man den Platz nicht mehr hergeben. Die Stimmung macht das von selbst: laut genug um aufzuleben, gemütlich genug um zu bleiben.

Dazu Cocktails, die wirklich was können: hausgemacht, fermentiert, mit Ecken und Kanten. Wer es ohne Alkohol mag, ist hier genauso gut aufgehoben. Und für alle, die es etwas langsamer angehen wollen: die Naturweinkarte lässt sich auch sehr gut über den ganzen Abend strecken.

Hingehen, Platz nehmen, bestellen. Der Rest ergibt sich.

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