Goldener Papagei eröffnet zweiten Standort in 1040

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© Benita Buhl

Das Specialty Coffee-Lokal Goldener Papagei eröffnete einen zweiten Standort in der Argentinierstraße gleich hinter der Karlskirche. Im Soft Opening gibt es Kaffee, Kuchen, eine reduzierte Frühstückskarte und bald auch Pierogi.

Vom Papiergeschäft zum Café

Nathan Spasić, Gründer des Goldenen Papagei in der Praterstraße, entdeckte in der Argentinierstraße ein ehemaliges Papiergeschäft. „Ein bisschen heruntergekommen“, sagt Nathan, „oder anders gesagt: in die Jahre gekommen.“ Das Geschäft wirkte geschlossen, Nathan erkundigte sich und bald war klar: Man konnte das Lokal übernehmen.

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Für den Gastronomen kam der Fund zur richtigen Zeit. Schon länger habe er darüber nachgedacht, „wohin die Reise für den Goldenen Papagei“ gehe, ob und wie das Konzept wachsen könne. Vor fünf Jahren hat der erste Standort im zweiten Bezirk eröffnet, seither hat sich das Lokal als Nachbarschaftscafé etabliert und die TU-Studierenden und Bewohner:innen von der Wieden dürfen sich jetzt auf ein Äquivalent in ihrer Gegend freuen.

Kernsanierung im vierten Bezirk

Ein schneller Umbau war es nicht. Im August des Vorjahres begann die Sanierung, erzählt Nathan. Aus dem ehemaligen Geschäft wurde ein Gastronomiebetrieb mit allem, was dazugehört: Betriebsanlagengenehmigung, Baubehörde, neue Fenster, neue Fronten, geänderte Widmung, neue Küche, entfernte Wände. „Es war wirklich eine vollkommene Kernsanierung“, sagt Nathan. „Wir haben von A bis Z alles gemacht.“

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Für die Argentinierstraße nennt Nathan als gestalterische Leitidee „Glas und Beleuchtung“. Dazu kommt die Lage: Der Blick fällt auf die Karlskirche. „Als ich das erste Mal drinnen war, habe ich mir gedacht: Das ist echt schön“, sagt Nathan. Er habe sich sofort vorstellen können, „wie die Leute da im Fenster sitzen und auf die Karlskirche schauen“.

Weniger Brunch, mehr Pierogi

Ganz identisch mit dem ersten Goldenen Papagei wird der neue Standort nicht. Die Getränkekarte bleibt dieselbe, erzählt Nathan: Kaffee, Kuchen, Aperitivo, Wein, Bier und auch alkoholfreie Alternativen sind Teil des Angebots. Beim Essen aber gibt’s was Neues.

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Der eigentliche Schwerpunkt folgt noch: Paparogi, ein eigenes Konzept rund um polnische Teigtaschen. Produziert werden soll direkt vor Ort. Für die Faltarbeit wurde eigens eine große Pierogi-Maschine aus Taiwan angeschafft. Der Bezug ist nicht zufällig gewählt. Im Haus hat einst der polnische Komponist Karol Szymanowski gewohnt. Dazu kommt, dass Nathan polnische Wurzeln mütterlicherseits hat und die Idee somit perfekt passte. 

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Nachbarschaftscafé mit Abendoption

Noch ist nicht alles fertig. Die Produktion der Teigtaschen soll erst anlaufen, die Öffnungszeiten werden deshalb zunächst angepasst. In Zukunft soll aber bis 22 Uhr geöffnet sein, um auch Aperitivo anbieten zu können. Die TU-Studis wird’s freuen! 

Goldener Papagei & Paparogi

Argentinierstraße 4-6, 1040 Wien

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