MatchaBa: Matcha ohne Sirup

Ina Dieringer

Matcha Latte, Cherry Matcha oder Matcha mit Kokoswasser: Der grüne Tee hat sich längst vom Nischenprodukt zum Gastro-Trend entwickelt. In der Otto-Bauer-Gasse 4 in Wien-Mariahilf widmet sich mit der MatchaBa ein eigenes Lokal dem Hype – mit japanischem Matcha, natürlichen Fruchtpürees und Specialty Coffee.

Hinter der MatchaBa stehen Temir Assanov und Bekzat Berkenov. Für beide ist das Lokal das erste eigene Gastroprojekt. Die Idee dafür entstand allerdings nicht in Wien. „Das ursprüngliche Konzept kommt aus Almaty in Kasachstan. Wir waren dort und ein Freund von uns ist ein großer Matcha-Fan. Uns haben diese Rezepte sehr gut gefallen“, erzählen die beiden im Gespräch mit Gastro.News.

Danach wurde weitergekostet. „Wir haben viel probiert, in Wien, aber auch in vielen anderen Städten in Europa.“ Dabei fiel Assanov und Berkenov auf, dass Frucht-Matchas häufig mit Sirup zubereitet werden. „Viele verwenden Sirup und dadurch schmeckt der Matcha sehr süß.“ Genau das wollten sie im eigenen Lokal anders machen: „Bei uns verwenden wir natürliche Pürees mit nur bis zu zehn Prozent Zucker.“

Direkt aus Japan statt möglichst süß

Auch beim Matcha selbst ist den beiden die Herkunft wichtig. Er wird über das Schwesterprojekt AB Matcha direkt aus Japan importiert und stammt aus der Präfektur Mie. Angeboten wird First Flush, steingemahlen und in Zeremonie-Qualität. „Für uns ist vor allem die Qualität wichtig“, betonen Assanov und Berkenov. Den Kontakt nach Japan pflegen sie auch persönlich. Einer der beiden war heuer selbst in Japan, im Oktober steht bereits der Gegenbesuch an: „Unsere Partner aus Japan kommen uns besuchen.“

Dass Matcha derzeit einen ordentlichen Hype erlebt, ist auch den beiden bewusst. Trotzdem sollte das Konzept nicht allein auf dem grünen Tee aufbauen. „Es ist klar, dass Matcha gerade ein Trend ist. Aber für uns ist wichtig, welche Qualität wir anbieten.“ Und: „Wir wollten eine sehr authentische Matcha-Bar eröffnen und gleichzeitig auch sehr guten Kaffee haben.“

Dafür arbeitet die MatchaBa mit GOTA Coffee Experts zusammen. Die Kooperation geht über die Bohnen hinaus. „Wir haben das gemeinsam mit unseren Freunden von GOTA gemacht. Unser ganzes Kaffee-Setup – die Kaffeemaschine, der Grinder und sogar die Tassen – ist wie bei GOTA“, erzählen die beiden. Auch die Bohnen kommen von der Wiener Specialty-Rösterei.

Von Cherry Matcha bis Bumble Coffee

Auf der Karte finden sich zunächst die Klassiker. „Wir haben natürlich klassische Matcha-Getränke, die die Leute auch in vielen anderen Lokalen finden können.“ Daneben setzen Assanov und Berkenov auf eigene Kreationen: „Wir haben auch unsere speziellen Signature Drinks.“ Dazu gehören etwa Matcha mit Kokoswasser, Cherry Matcha und Cherry Cold Brew.

Auch abseits von Matcha wird experimentiert. Spannend finden die beiden etwa Bumble Coffee: „Das ist ein kaltes Getränk mit Orangensaft und Espresso.“ Dazu kommen unter anderem Raspberry und Apricot Matcha. Bei der Karte soll es ohnehin nicht bleiben, wie sie ist. „Wir experimentieren viel.“ Gerade beginnt die Suche nach den nächsten Kreationen: „Der Sommer ist vorbei. Jetzt schauen wir, welche neuen Getränke wir für den Herbst machen können.“

Ganz ohne Essen bleibt die MatchaBa ebenfalls nicht. „Wir haben Kuchen und arbeiten dafür mit einem sehr lieben Nachbarn zusammen.“ Angeboten werden unter anderem Schokokuchen und Banana Bread.

Erstes Lokal, vieles selbst gemacht

Für Assanov und Berkenov ist die MatchaBa ein Sprung ins kalte Wasser. Gastro-Erfahrung hatten beide davor keine. „Das ist unsere erste Erfahrung in der Gastronomie. Wir lernen sehr viel.“ Dafür wurde beim ersten eigenen Lokal umso mehr selbst angepackt. „Wir haben fast alles selber gemacht.“

Das gilt sogar für die Einrichtung. „Zum Beispiel die Bar: Wir haben die Holzplatten im Baumarkt bestellt und dann alles selber gebaut.“ Was es dafür braucht? „Viel Energie“, sagen die beiden – und ergänzen: „Viel Energie und viel Liebe.“

Nach den sommerlichen Fruchtkombinationen tüfteln Assanov und Berkenov bereits an den nächsten Drinks für den Herbst. Oder, wie sie selbst sagen: „Wir experimentieren viel.“

MatchaBa
Otto-Bauer-Gasse 4, 1060 Wien
Mo–Do 8–18 Uhr, Fr 8–20 Uhr, Sa 9–20 Uhr, So 10–18 Uhr

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