Am 4. April wird gefeiert. Ab 17 Uhr lädt „Don’t Call It Pizza“ in der Steingasse zum dreijährigen Jubiläum – mit Willkommensdrink, DJ-Act, neuen Gerichten und Flying Pizzen. Ein Abend, der mehr sein will als nur Party. Eher ein Statement dafür, wie Gastronomie heute funktionieren kann: zwischen Handwerk, Marke und Erlebnis.
Drei Jahre nach der Eröffnung hat sich das Konzept im 3. Bezirk nicht nur gehalten, sondern klar positioniert. „Der Name war offen gedacht. Jeder soll es nennen, wie er will“, sagt Restaurantleiter Manuel Tobejian. „Für manche ist es das Lieblingsessen, für andere ein Mitternachtssnack oder ein schnelles Mittagessen.“
Zwischen Pizza, Pasta und eigenen Ideen
Dass Pizza hier im Mittelpunkt steht, wird nicht bestritten – aber eben auch nicht exklusiv gedacht. „Wir haben natürlich viele Pizzen, aber eben nicht nur“, erklärt Tobejian. Das Angebot reicht von Vorspeisen bis Pasta, ergänzt durch eigene Kreationen, die sich nicht strikt an Traditionen halten. „Wir versuchen immer wieder Dinge zu machen, die man so nicht überall findet.“ Ein Ansatz, der sich bewusst zwischen klassischem Handwerk und moderner Interpretation bewegt.
Handwerk mit 72 Stunden Geduld
Bei aller Offenheit hört der Spielraum beim Handwerk auf. Hier wird es präzise. „Unsere Pizzaiolos kommen größtenteils direkt aus Neapel – das ist nicht selbstverständlich“, sagt Tobejian. Ein Detail, das im wachsenden Pizza-Markt zunehmend zum Qualitätsmerkmal wird. Der Teig ist dabei das Herzstück. „Der kann bei uns bis zu 72 Stunden ruhen – so wie es sich gehört.“ Möglich macht das eine eigene Produktionsküche, in der der Teig genau diese Zeit bekommt. „Das ist ein großer Vorteil, weil wir ihm die Ruhe geben können, die er braucht.“

Saisonal denken, nicht stehen bleiben
Trotz klarer Linie bleibt das Konzept beweglich. “Im Winter arbeiten wir zum Beispiel mit Wintertrüffel, im Sommer eher mit frischen, leichteren Produkten“, so Tobejian. Saisonale Anpassungen sind kein Zusatz, sondern Teil des Selbstverständnisses. Stillstand wäre hier ohnehin fehl am Platz.
Zwei Standorte, eine Handschrift
Was im 3. Bezirk begann, ist mittlerweile gewachsen. „Don’t Call It Pizza“ ist heute an zwei Standorten in Wien vertreten. Die Expansion wirkt dabei weniger wie ein Bruch, sondern wie eine logische Weiterentwicklung. Die Philosophie bleibt gleich – unabhängig vom Bezirk.
Stammgäste statt Laufkundschaft
Nach drei Jahren zeigt sich vor allem eines: Das Konzept funktioniert. „Wir haben uns im 3. Bezirk wirklich einen guten Namen gemacht“, sagt Tobejian. Besonders wichtig sei dabei die Beziehung zu den Gästen. „Wir haben eine schöne Stammkundschaft – und wir pflegen sie genauso, wie sie uns.“
Gastfreundschaft als Grundprinzip
Was „Don’t Call It Pizza“ ausmacht, ist weniger das einzelne Gericht als das Gesamtgefühl „Gastfreundschaft ist für uns das Wichtigste. Die Türen sind offen für alle“, betont Tobejian. Gerade in einer Branche, die oft unter Druck steht, sei das keine Selbstverständlichkeit. „Ich bin seit über zwölf Jahren in der Gastro – so etwas findet man nicht überall.“

Jubiläum mit Ansage
Am 4. April wird gefeiert – und zwar bewusst. “Ab 17 Uhr gibt es ein Willkommensgetränk, Kostproben aus der neuen Speisekarte und ein Gewinnspiel“, kündigt Tobejian an. Auch vegetarische und vegane Optionen sind Teil des Abends. Was dabei entsteht, ist mehr als ein klassisches Jubiläum. Es ist ein Abend, der das Konzept noch einmal bündelt: Essen, Atmosphäre, Begegnung. Oder, wie Tobejian es selbst zusammenfasst: „Es ist mehr als nur Pizza geworden.“
Steingasse 33, 1030 Wien
Mo–Do 12–15 und 18–23, Fr–So 8.30–23












