Donauhof startet mit Soft Opening

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© Florence Metzler

Viele Wiener:innen warten seit Jahren (!) darauf und jetzt ist es so weit: Der Donauhof in der Engerthstraße im 2. Bezirk eröffnet am 30. April im Soft Opening. Die ersten Tage sind schon ausgebucht. Hinter dem Projekt steht ein Team um Philipp Schneider (zuvor Serviceleiter im Bruder) als Geschäftsführer und David Adamer in der Küche. Auch mit von der Partie ist Tausendsassa Cornelius Klimt, der den Donauhof schlicht als „Lokal für Essen und Wein im zweiten Bezirk“ beschreibt.

Lange Anlaufzeit 

Bis zur Eröffnung dauerte es mehrere Jahre. Laut Klimt wurde das Projekt ursprünglich bereits 2020 eingereicht, damals noch mit dem Plan, auch den Ballsaal als Veranstaltungsfläche zu nutzen. Danach folgten Covid, ein Widmungsstreit und eine neuerliche Einreichung, diesmal nur für das Lokal im vorderen Bereich. Die Instandsetzung des Donauhofs läuft laut Team schon seit 2016.  

Der Aufwand war auch deshalb groß, weil die Fläche zwar früher einmal ein Wirtshaus war, zuletzt aber jahrzehntelang als Holzwarenlager und -verkauf genutzt wurde. Für die heutige Gastronomie-Nutzung mussten daher unter anderem Lüftung und weitere technische Anforderungen neu umgesetzt werden.  

© Florence Metzler

Kleines Konzept, hoher Anspruch

Kulinarisch will der Donauhof unkompliziert bleiben. Geplant sind rund vier Vorspeisen, zwei Zwischengerichte, vier Hauptspeisen und zwei Desserts für den Abend. Die Kulinarik orientiert sich an hochwertigen Produkten ohne „Schischi“. „Wir bieten keine Pinzettenküche!“, so Klimt. Zu erwarten sind österreichische Gerichte, die einen französischen Touch mitbringen.

Bei den Produkten ist dem Team Qualität und Nachvollziehbarkeit wichtig. Das Brot kommt etwa von Liszt aus Leithaprodersdorf, wo Anbau, Vermahlung und Bäckerei in einer Hand liegen. Connie Klimt betont zudem, dass Produkte wie Fleisch fast ausschließlich in Bio-Qualität eingesetzt würden.  

Wein & faire Preise

Das Lokal versteht sich als Adresse für Essen und Wein. Gleichzeitig will das Team bei der Preisgestaltung bewusst bodenständig bleiben. Klimt sagt, man wolle gute Produkte verwenden, Mitarbeitende fair und über Kollektiv bezahlen und trotzdem so kalkulieren, dass Preise nachvollziehbar bleiben. Das gelte besonders auch für Getränke.    

Start in Etappen

Zum Auftakt fährt der Donauhof noch nicht die volle Größe hoch. In der ersten Phase wird nur einer von zwei Gasträumen bespielt, obwohl das Lokal in der Endausbaustufe auf bis zu 80 Plätze kommen könnte. Der Start erfolgt bewusst Schritt für Schritt, um Abläufe und Qualität zu sichern.  

Die aktuellen Öffnungszeiten während des Soft Openings sind Donnerstag bis Samstag sowie Montag von 17 bis 0 Uhr und Sonntag von 12 bis 20 Uhr. 

© Florence Metzler

Pop-ups geplant

Für die nächsten Monate sind bereits weitere Formate angedacht. Ab Juni soll samstags ein Frühstück dazukommen. Sonntags möchte das Team ein gemeinschaftlich angelegtes Mittagsformat etablieren: mit Vorspeisen für den Tisch, großem Braten zum Teilen und Dessert zum Abschluss. Wie häufig der Sonntagsbraten stattfinden wird, soll sich im Betrieb erst einspielen.    

Außerdem sind Pop-ups und weitere Veranstaltungen geplant. Laut Klimt soll es dabei auch Kooperationen mit anderen Köchinnen und Köchen geben.  

Auch ein Schanigarten ist in Planung. Dazu gilt es nur noch administrative Hürden zu überwinden. Diese können im Fall des Donauhofs zwar langwierig werden, aber ich drücke die Daumen. Volle Reservierungsbücher noch bevor es Infos zur Speisekarte gibt, zeigen, wie sehnsüchtig die Fans und Foodies auf diese Eröffnung gewartet haben. Ich bin zuversichtlich, dass sich der Vertrauensvorschuss auszahlen wird!

Donauhof

Engerthstraße 141, 1020 Wien