Mamma Mio! – Neapolitanische Weltmeister-Pizza in Wien Mitte

Marko Locatin

Antonio Arino präsentiert stolz seine preisgekrönte Pizza. Bild: Marko Locatin

Anfang Februar 2026 eröffneten die Betreiber der Pizzeria Mio in der Donaustadt eine Dependance an der Landstraße. Genuss-Autor Marko Locatin hat sich das angesehen.

Zwischen Hilton und Village-Center mit Kino, Thalia und Running Sushi (keine Empfehlung!) wird seit Anfang Februar neapolitanische Pizza gebacken. Und seit Beginn ist die “Hütte” voll. Natürlich ist der Euromeister-Titel und ein 8. Platz bei der Weltmeisterschaft (von 800!) eine Empfehlung. Aber auch sonst wird hier vieles richtig gemacht. Die italienische Küche hört auf den Dreiklang Qualität, Handwerk und Leidenschaft. Klingt einfach, ist es aber nicht.

Vitello Tonnato. Bild: Marko Locatin

Wir starten klassisch mit Bruschetta Classic & Rusticana: knusprig & gut. Besonders die Rusticana mit Birne, Guancale und karamellisierten Birnen erfreut nachhaltig. Das Vitello Tonnato, eine weiterer Klassiker, spielt in Wien ganz weit oben mit. Feines Kalb, aromatische Thunfischsauce. Nicht fettig. Das Geheimnis: “Wir schneiden das Fleisch immer frisch auf”, sagt Betreiber & Besitzer Jakob Baran. Schmeckt man. Das Vitello gibt’s hier übrigens auch als Pizza. Geht das? Ja, bestätigt mein “Partner in Crime”. Nun also zur Pizza

Pizza Capriciosa. Bild: Marko Locatin

Fluffig, saftig, herzhaft. Auch beim Rand handelt es sich nicht um lästiges Beiwerk (16,50). Hernach kommt u.a. noch eine gelb leuchtend, cremige Pasta Carbonara (natürlich ohne Sahne). Dazu trinken wir Campari Soda und erfreulich süffiges Ottakringer Bio-Pur (4,90/0,5).

PS: Panna Cotta oder das täglich hausgemachte Tiramisu, “nach dem Rezept von Georgia, der Oma von Antonios Frau!”, sieht großartig aus, wurde jedoch an diesem Tag (noch) nicht verkostet.

Fazit

Das Betreiberteam hat das erfolgreiche Konzept vom Donauzentrum nach Wien Mitte gebracht. Im quirligen Mio, voll seit dem zweiten Tag (Jakob Baran), ist “weltmeisterliche” neapolitanische Pizza hier der Star. Doch Bruschetta, Vitello und Pasta gelingen auch am zweiten Standort gehr gut. Alle Zutaten werden aus Neapel importiert, wie auch die Küchencrew aus Neapolitanern besteht. Am Pizzaofen steht mit Antonio Arino der Europameister himself. Ab Frühling soll der Gastgarten aufsperren.

Wermutstropfen: Fünf Weiß- und vier Rotweine sind ein allzu mageres Portfolio. Hier wir jedoch, dem Vernehmen nach, nachjustiert.

Tipp: Zu Anfang oder als Absacker empfehle ich Espresso (2,90) oder Campari-Soda (9,50) an der Bar.

Pizzeria Mio

Landstraße 2
1030 Wien
Mo. – Do. & So. 11.00 – 23.00
Fr. – Sa. 11.00 – 01.00
www.miovienna.at

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