Weihnachtszeit im Restaurant Hansen

Martin Reischauer

Restaurant Hansen, Wien

Es gibt Orte, die in der Adventszeit ganz automatisch ein bisschen mehr Bedeutung bekommen. Das Hansen gehört zweifellos dazu. Wer hier eintritt, spürt sofort diese Mischung aus Ruhe, Stil und dem Gefühl, dass gutes Essen manchmal genau das ist, was man in einer übervollen Jahreszeit am nötigsten hat.

Die aktuelle Weihnachtskarte zeigt, wie schön festliche Küche sein kann, wenn man sie nicht überlädt, sondern mit Feingefühl ausbalanciert.


Ein Einstieg, der Lust auf mehr macht

Schon das Marktpotpourri verrät viel über den Charakter des Hauses:
Wildfang-Sardellen „Pan do Mar“ mit Butterbrot – ein kleiner, intensiver Anfang, der sofort wachküsst.
Prosciutto vom Duroc-Schwein mit mediterranem Gemüse – unkompliziert, ehrlich, gut.
Sizilianische Kräuteroliven und ein orientalischer Teller mit Hummus, Falafel und Ajvar – für alle, die gerne teilen oder den Abend langsam starten lassen.

Es ist die Art von Einstieg, die dafür sorgt, dass man sich entspannt zurücklehnt und denkt: Ja, das wird gut.


Vorspeisen mit Charakter – nicht übertrieben, sondern treffsicher

Der Caesar-Blattsalat kommt so, wie er kommen soll: klar, knackig, auf Wunsch mit gebackenem Steirerhuhn oder Wildfanggarnelen, die dem Klassiker ein bisschen mehr Tiefe geben.

Der zweite Salat – mit flambiertem Ziegenkäse, Quitte und Pekannüssen – ist einer dieser Teller, die man still genießt, weil alles genau am richtigen Platz ist.

Das handgeschnittene Beef Tatar mit Dottercreme, Erdäpfelstroh und Kräutersalat ist ein verlässlicher Publikumsliebling. Und wer es unkomplizierter mag, wird Freude an den knusprigen Fischlaibchen mit asiatischem Salat und Miso-Mayo haben – ein bisschen verspielt, aber nicht abgehoben.

Die Schwarzwurzelcremesuppe mit Birnen-Haselnusstatar schmeckt nach Winterküche im besten Sinn, während die Rindssuppe mit Kaspressknödel ein beruhigender Gruß aus der Tradition ist.


Hauptspeisen, die die kalte Jahreszeit auf den Punkt bringen

Beim Hauptgang zeigt das Hansen, dass gute Küche nicht laut sein muss, um Eindruck zu machen.

Das Wolfsbarschfilet mit Fregola Sarda und mediterranem Gemüse bringt ein bisschen Süden auf den Teller, ohne seine winterliche Ernsthaftigkeit zu verlieren.
Der Freiner-Biosaibling, im Ganzen gebraten, ist purer Genuss – eine dieser Speisen, die man sofort wieder bestellen würde.

Richtig weihnachtlich wird es mit der geschmorten BIO-Entenkeule mit Rotkraut, Kohlsprossen und Erdäpfelknöderl. Sie schmeckt, wie man sich ein Festessen insgeheim wünscht: aromatisch, saftig, rund.

Wer lieber Fleischklassiker mag, ist mit der Beiried von der Waldviertler Kalbin oder dem Steirerhuhn Supreme bestens aufgehoben – begleitet von einer kräftigen Waldpilzsauce und Erdäpfelgratin.

Und wer pflanzlich genießt, bekommt ein Gericht, das nicht wie ein Kompromiss wirkt:
Süßkartoffelgratin mit Portobello-Pilz und Yuzu-Erbsenpüree – cremig, duftend, überraschend fein.


Desserts, die man nicht teilen will

Der Topfenschmarren mit Karamellsauce und Apfelragout ist ein Winterwärmer, wie man ihn selten bekommt: weich, behaglich, absolut tröstlich.
Die Tonkabohnen-Crème Brûlée bringt das Aroma der Saison elegant auf den Punkt.

Für Fans klassischer Süßspeisen gibt es ein Gewürzschokomousse mit Dörrzwetschken – ein schöner Abschluss, der nicht überzuckert, aber trotzdem fein weihnachtlich schmeckt.


Ein Haus, das weiß, wie Advent schmecken soll

Was das Hansen besonders macht, ist die Ruhe, die es ausstrahlt, selbst wenn draußen alles schneller wird. Die Küche versucht nicht, mit Effekten zu beeindrucken. Sie erzählt mit ihren Gerichten Geschichten – von guten Produkten, von Handwerk, von einer Wertschätzung, die man schmeckt.


Ihr Platz für ein Adventessen, das länger in Erinnerung bleibt

Ob ein stimmungsvolles Treffen mit Freunden, ein gemütlicher Familienabend oder ein festliches Essen zu zweit – das Hansen bietet in der Advent- und Weihnachtszeit genau den Rahmen, den man sich wünscht: warm, elegant und unangestrengt.

Jetzt reservieren – die Festtage sind schneller da, als man denkt.

Ein Tisch im Hansen ist in dieser Zeit das schönste kleine Weihnachtsgeschenk, das man sich selbst machen kann.

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