Sharing-Küche, Signature-Drinks und Eventflächen im Apollo-Saal: Roman Bolschetz im Interview über das Gastro Konzept.
Mit dem sophie7 bekommt der siebte Bezirk eine neue Adresse für viele Gelegenheiten: lange Nachmittage, erste Dates und große Abende. Hinter dem Projekt stehen Roman Bolschetz und Stefan Zuber – zwei Gastgeber, die Restaurant, Bar und Event in einem Haus denken.
Der offizielle Start ist für 15. April angesetzt, ein Soft Opening soll noch im März stattfinden und via Social Media kommuniziert werden. „Das ist der Moment, wo wir starten wollen, wo fix alles fertig ist“, sagt Bolschetz über die große Eröffnung.
Sharing mit Haltung
Kulinarisch setzt das sophie7 auf ein Sharing-Konzept mit vegetarischem Hauptfokus. Fisch und Fleisch gibt es als Option. Man wolle „wertschöpfend arbeiten“, so Bolschetz, möglichst viel bei kleinen Bäuerinnen und Bauern bestellen und zugleich auch mit größeren Produzent:innen kooperieren. Nachhaltigkeit versteht das Team pragmatisch: nicht als Marketing-Schlagwort, sondern als Anspruch, die Dinge „gescheit“ zu machen.
Ergänzt wird das Sharing-Angebot durch eine à-la-carte-Linie. Die Karte ist so gedacht, dass sie für unterschiedliche Lebensphasen und Zusammenkünfte das Richtige bietet. „Beim ersten Date möchte man vielleicht was anderes essen als beim entspannten Abend mit Freund:innen“, so Roman Bolschetz. Das Konzept soll nicht nur für Fans der gehobenen Gastronomie funktionieren. Ebenso willkommen seien Gäste, die am Freitagnachmittag auf ein Glas Sekt oder einen Cocktail vorbeischauen.

Sieben Drinks für Sophie
Im vorderen Barbereich liegt der Fokus auf Signature-Drinks – sieben alkoholische Kreationen und alkoholfreie Varianten. Die Zahl ist Programm: sophie7. Inspiration liefern historische Figuren rund um Erzherzogin Sophie. Jedem Charakter ist ein Drink gewidmet – vom kantigen Kaiser Franz Josef mit einer Espresso-Martini-Annäherung bis zur bitteren Interpretation für Ludovica.
Zutaten aus der Küche finden sich auch in den Cocktails wieder. So will man Zero-Waste mitdenken: „100 Prozent schaffen wir nicht, aber wir bemühen uns so gut es geht“.
Vier Bereiche, 140 Plätze
Die Restaurantbar gliedert sich in Salon Ost und West, die Beletage und den Barbereich. Rund 140 Sitzplätze stehen im Innenraum zur Verfügung, dazu kommt eine begrünte Terrasse in Planung – mit Holzboden, Schirmen und zusätzlichem Baum. Ein „grüner Punkt“ im siebten Bezirk soll entstehen.
Herzstück für größere Anlässe ist der angeschlossene Veranstaltungsbereich im Apollo- und im Kenyon-Saal. Zwei Räume mit 200 bzw. 400 Quadratmetern bieten Platz für Stand-up-Comedy, kleine Theaterformate, Firmenfeiern, Produktpräsentationen oder sogar Hochzeiten. Technisch sehe man sich „auf einem ganz hohen Level“, so Bolschetz.

Wein neu gedacht
Auch die Weinkarte will man anders schreiben: weg vom klassischen Rebsortendenken, hin zu einer kuratierten Auswahl, die die Bedürfnisse des Gastes in den Vordergrund stellen. Ganz nach dem Motto: Worauf habe ich heute Lust – was leichtes, was spritziges? Kleine Produzent:innen finden ebenso Platz wie ausgewählte Klassiker. Verantwortlich dafür ist Sommelier Raphael Mucha-Blass, der „ziemlich aufgeht“ in seiner Rolle.
Wenn der Cocktailshaker klackert, die Leute mit verschiedenen Drinks an der Bar sitzen und sagen, geh, da habt ihr wieder mal was Geiles zusammengebracht.
Gastgeber aus Überzeugung
Für Bolschetz, der aus der Praxis kommt, ist die Vorfreude greifbar: „Wenn der Cocktailshaker klackert, die Leute mit verschiedenen Drinks an der Bar sitzen und sagen, geh, da habt ihr wieder mal was Geiles zusammengebracht.“ Dann hat er sein Ziel erreich und genau darauf freue er sich am meisten.
Apollogasse 21, 1070 Wien
Opening: 15. April
Soft Opening: März












