Österreich kocht wieder ganz vorne mit: Der Michelin Guide 2026 bringt satte 124 Sterne für 101 Restaurants, gleich 22 neue Sterneküchen sorgen für ordentlich Bewegung. Während die Top-Adressen ihre Klasse halten, mischt eine junge, kreative Szene die Gourmetwelt auf. Sie alle machen Österreich endgültig zur kulinarischen Bühne mit internationalem Applaus.
Die neue Selektion des Michelin Guide 2026 bestätigt eindrucksvoll, was sich seit Jahren abzeichnet: Österreich hat sich als feste Größe auf der globalen Kulinarik-Landkarte etabliert. Insgesamt 101 Restaurants wurden ausgezeichnet und vereinen 124 Sterne auf sich – ein deutlicher Zuwachs gegenüber dem Vorjahr. Besonders bemerkenswert ist die hohe Dichte: Mit über 13 Sternen pro Million Einwohner zählt Österreich weltweit zur absoluten Spitzengruppe.
Neue Sterne, frische Impulse
Für Dynamik sorgt vor allem die nächste Generation der Spitzengastronomie. 22 Restaurants wurden erstmals mit einem Stern ausgezeichnet und bringen frischen Wind in die Szene. Gleichzeitig zeigt sich, wie stark Tradition und Innovation hierzulande zusammenspielen. Regionale Produkte, handwerkliche Präzision und kreative Konzepte prägen die Handschrift der heimischen Küchen.
An der obersten Liga hat sich hingegen wenig verändert: Mit dem Steirereck am Stadtpark und dem Restaurant Amador verteidigen zwei Betriebe ihre drei Sterne und stehen weiterhin für internationale Exzellenz. Ein Aufsteiger sorgt ebenfalls für Aufmerksamkeit: Die Weinbank in der Steiermark wurde mit einem zweiten Stern ausgezeichnet und zählt nun zur erweiterten Elite des Landes.
Internationale Strahlkraft
Neben klassischer Spitzenküche gewinnt auch Nachhaltigkeit zunehmend an Bedeutung.
41 Restaurants wurden mit dem Grünen Michelin-Stern geehrt – acht davon neu. Diese Entwicklung unterstreicht, dass verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen längst Teil der kulinarischen DNA geworden ist.
Schöner Nebeneffekt: Die Auszeichnungen des Michelin Guides stärken nicht nur die Gastronomie, sondern auch den Tourismusstandort Österreich insgesamt. „Viele Länder haben schöne Landschaften. Wir haben Landschaften, die auch hervorragend schmecken“, freut sich Astrid Steharnig-Staudinger, Geschäftsführerin der Österreich Werbung.
Die neuen Sternerestaurants werden auch im Rahmen des Events The Heart of Food gefeiert: Vom 21. bis 23. März trifft sich die internationale Kulinarikszene in der Region Schladming-Dachstein, um Österreichs gastronomische Vielfalt zu erleben.

Alle Auszeichnungen im Überblick
Sterne nach Bundesland
Tirol: 26 Sterne (22 Restaurants)
Wien: 26 Sterne (18 Restaurants)
Salzburg: 18 Sterne (13 Restaurants)
Steiermark: 17 Sterne (16 Restaurants)
Oberösterreich: 13 Sterne (12 Restaurants)
Niederösterreich: 8 Sterne (7 Restaurants)
Vorarlberg: 8 Sterne (6 Restaurants)
Kärnten: 5 Sterne (5 Restaurants)
Burgenland: 3 Sterne (2 Restaurants)
Neue Michelin-Sterne 2026 (Neueinsteiger)
22 Restaurants erhalten erstmals einen Michelin-Stern:
Niederösterreich: 4 Restaurants
Steiermark: 4 Restaurants
Tirol: 4 Restaurants
Wien: 4 Restaurants
Oberösterreich: 2 Restaurants
Burgenland: 1 Restaurant
Kärnten: 1 Restaurant
Salzburg: 1 Restaurant
Vorarlberg: 1 Restaurant
Aufsteiger 2026
Ein Restaurant konnte seine Bewertung im MichelinGuide steigern und wurde mit einem zusätzlichen Stern ausgezeichnet:
Steiermark: Die Weinbank, Ehrenhausen
Überblick Kategorien
Drei Michelin-Sterne: 2 Restaurants
Zwei Michelin-Sterne: 19 Restaurants
Ein Michelin-Stern: 80 Restaurants
Grüner Michelin-Stern für Nachhaltigkeit: 41 Restaurants (davon 8 neu)
Bib Gourmand: 61 Restaurants (davon 26 neu)
Michelin Young Chef Award: Sebastian Stock (Bergried – Chef’s Table)
Michelin Service Award: Monika Müller (Die Forelle)
Michelin Sommelier Award: Christian Zach (Die Weinbank)
Opening of the year: Genießerei am Markt (Steiermark(t)dinner by Alexander Posch)
Über den Michelin Guide
Der Michelin Guide bewertet Restaurants nach fünf weltweit einheitlichen Kriterien: der Qualität der Produkte, dem handwerklichen Können der Küchenchef:innen, der Originalität der Gerichte sowie der Beständigkeit der Leistung – sowohl langfristig als auch über die gesamte Speisekarte hinweg. Die Bewertungen erfolgen durch hauptberufliche, anonym arbeitende Inspektor:innen, die ihre Tests nach klar definierten und objektiven Maßstäben durchführen. Bewertet wird in Österreich einmal pro Jahr. Der Bewertungsprozess erfolgt vollständig unabhängig und nach den weltweit einheitlichen Kriterien des Michelin Guide.















