imBrot: Drei Freunde, eine Idee

Ina Dieringer

Was während des Studiums als Idee unter drei Freunden begann, ist jetzt ein eigenes Gastro-Konzept: Mit „imBrot“ haben Simon Reimann, Timo Pfau und Moritz Hager in der Wiener Innenstadt einen Sandwich-Store eröffnet. Im Mittelpunkt stehen eigens entwickelte Bio-Brote, frische Zutaten und Sandwiches, die sich individuell zusammenstellen lassen.

Ein schnelles Mittagessen, das trotzdem frisch und hochwertig ist: Genau das haben die drei Gründer von „imBrot“ nach eigener Aussage in Wien vermisst. Am 15. Juni eröffneten sie deshalb in der Wipplingerstraße 1, unweit des Hohen Markts, ihren ersten gemeinsamen Sandwich-Store.

Die Idee dazu reicht bis in die Studienzeit von Simon Reimann, Timo Pfau und Moritz Hager zurück. „Wir sind drei Freunde, die dieses Konzept während ihrer Studienzeit erarbeitet haben“, erzählen sie im Gespräch mit Gastro.News. Ausgangspunkt war eine Beobachtung, die sie beim eigenen Mittagessen immer wieder machten: „Wir haben uns daran gestört, dass es nicht wirklich ein ‚gesundes‘ Fast Food in Wien zu kaufen gibt. Gleichzeitig hat uns bei dem bestehenden Angebot, etwa Weckerln vom Bäcker, die Frische und Qualität oft enttäuscht.“ Dass am Ende ausgerechnet Sandwiches daraus wurden, hatte aber noch einen simpleren Grund: „Wir sind alle drei Sandwich-Enthusiasten.“

Drei unterschiedliche Geschmäcker werden zum Konzept

Dass die drei Freunde beim Essen keineswegs immer einer Meinung sind, erwies sich bei der Entwicklung sogar als Vorteil. Ihre unterschiedlichen Vorlieben führten zu einem der wesentlichen Punkte des Konzepts: Bei „imBrot“ soll nicht jeder dasselbe Sandwich bekommen. „Dadurch, dass wir sehr unterschiedliche Essenspräferenzen haben, war das Thema Veränderbarkeit und Individualisierbarkeit sehr schnell gesetzt“, erklären die Gründer.

Gäste wählen zunächst aus drei Brotsorten – hellem Brot, Körnerbrot und Laugenbrot. Darauf baut eine Auswahl von zwölf Sandwiches auf, die wiederum mit zusätzlichen Toppings verändert werden können. Auf der Karte stehen Klassiker wie Schinken-Käse ebenso wie Tomate-Mozzarella, Rote Rübe mit Feta, Tomate-Avocado, Brie-Birne, Omelett, Ei, Thunfisch sowie zwei Varianten mit Hühnchen.

Preislich starten die Sandwiches derzeit bei 7,90 Euro, Varianten mit Hühnchen oder Thunfisch kosten ab 9,90 Euro. Vegetarische Kombinationen machen einen großen Teil der Karte aus, mit Tomate-Avocado gibt es auch eine vegane Variante.

Das Brot spielt die Hauptrolle

Besonders viel Zeit investierten die Gründer in jene Zutat, die bei vielen Sandwich-Konzepten eher zur Nebensache wird: das Brot. Die drei angebotenen Sorten wurden eigens für „imBrot“ entwickelt und werden exklusiv von der oberösterreichischen Bio-Bäckerei Mauracher produziert.

„Wichtig war uns hier vor allem die hohe Qualität. Unsere Brote werden von unserem Bäcker mit viel Liebe zubereitet“, erzählen Reimann, Pfau und Hager. Bei der Auswahl des Partners wollten sie sich nicht allein auf das fertige Produkt verlassen: „Wir haben bei mehreren Besuchen tiefe Einblicke in die Produktionsweise der Bäckerei erhalten und waren von dem holistischen, nachhaltigen Zugang des Betriebs überzeugt.“

Auch darüber hinaus setzt das Unternehmen auf feste Partner. Der Bio-Kaffee kommt vom Wiener Traditionshaus Naber, beim Bio-Sortiment arbeitet „imBrot“ mit Biogast zusammen. Brot und Kaffee sind bereits vollständig bio, als nächsten Schritt wollen die Betreiber das gesamte Sortiment bio-zertifizieren lassen.

Zum Angebot gehören neben den Sandwiches auch Kaffeegetränke mit Kuhmilch, laktosefreier Milch oder Haferdrink, handgefüllte Croissants, Cookies, Brezeln und kalte Getränke. Gegessen werden kann vor Ort oder unterwegs – das gesamte Sortiment wird auch zum Mitnehmen angeboten.

Diese Sandwiches laufen am besten

Nach den ersten Monaten zeichnet sich bereits ab, welche Kombinationen besonders gut ankommen. Die drei Betreiber selbst greifen am liebsten zum Omelett-Sandwich oder zu Brie-Birne. Bei den Gästen dominieren hingegen Fleisch und Fisch. „Verkaufsschlager sind derzeit ganz klar unsere Sandwiches mit Hühnchen – Hühnchen-Avocado und Hühnchen-Tomatenmarinade – sowie das Thunfisch-Sandwich“, erzählen die Gründer.

Damit trifft das Trio offenbar genau jene Lücke, die ursprünglich den Anstoß für das Projekt gegeben hatte: ein schnelles Essen für die Mittagspause, das zwischen klassischem Bäcker-Weckerl und Fast Food angesiedelt ist und dennoch Spielraum für unterschiedliche Ernährungsweisen lässt.

Vom Brot bis zum Store-Design

Das Brot prägt dabei nicht nur die Speisekarte. Auch bei der Gestaltung des rund 52 Quadratmeter großen Lokals wurde es zum Ausgangspunkt. Für Konzeption, Shopfitting und Lichtgestaltung war Umdasch The Store Makers verantwortlich. Organische Formen und eine reliefartige Wandgestaltung greifen dabei die Struktur und Form von Brotteig auf.

Auch die Marke selbst wurde bereits lange vor dem Aufsperren entwickelt: Die Zusammenarbeit mit der Wiener Agentur designerpart startete rund ein Jahr vor der Eröffnung. Neben Brand Identity und Website entstanden dabei auch das Kommunikationskonzept und die visuelle Sprache des neuen Gastro-Konzepts.

Beim ersten Store soll es nicht bleiben. Auf seiner Website kündigt „imBrot“ bereits weitere Standorte an. Auch personell wird derzeit ausgebaut: Für den Standort in der Wiener Innenstadt sucht das Unternehmen weitere Mitarbeiter.

imBrot – Der Sandwich Store
Wipplingerstraße 1, 1010 Wien
Montag bis Freitag, 8 bis 18 Uhr
Samstag, Sonntag und Feiertag geschlossen

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