Café Snail neu in der Josefstadt

Ina Dieringer
Innenraum des Café Snail mit Sitzbank, kleinen Tischen und großem Fenster

Specialty Coffee, hausgemachte Kuchen und ein bisschen Griechenland: Mit dem Café Snail haben Panos und Katerina in der Lerchenfelder Straße ihren lang gehegten Wunsch vom eigenen Café verwirklicht. Sogar ihre Haustierschnecke spielte dabei eine Rolle.

Ein eigenes Café – davon träumten Panos und Katerina schon seit vielen Jahren. Nun haben die beiden mit dem Café Snail in der Lerchenfelder Straße 88–90 im achten Wiener Gemeindebezirk ihren eigenen Ort geschaffen.

Die Voraussetzungen dafür bringen sie aus zwei ganz unterschiedlichen Bereichen mit: Panos kommt aus der Gastronomie und arbeitet seit vielen Jahren als Barista in Wien. Im Café Snail ist er für den gesamten Betrieb vor Ort verantwortlich. Katerina wiederum ist Architektin und entwickelte und begleitete vor allem das Konzept und die Gestaltung des Cafés.

„Dabei ergänzen sich die unterschiedlichen Erfahrungen sehr gut“, erzählt Katerina im Gespräch mit Gastro.News. „Panos bringt seine langjährige Erfahrung mit Kaffee, Gastronomie und dem täglichen Kontakt mit den Gästen ein, ich meine Erfahrung in Architektur, Gestaltung und Projektentwicklung.“

Vom eigenen Lieblingscafé zum eigenen Lokal

Die Idee entstand nicht über Nacht. „Ein eigenes Café war schon seit vielen Jahren unser gemeinsamer Wunsch“, erzählt Katerina. Schließlich verbringen die beiden auch privat gerne Zeit in Cafés: Sie entdecken schöne Lokale, gehen auf einen Kaffee, treffen Freunde und genießen die Atmosphäre.

Mit den Jahren wurde aus dem Wunsch ein konkretes Projekt. „Irgendwann war die Idee reif genug, um sie tatsächlich zu verwirklichen.“ Im Café Snail wollten die beiden schließlich all jene Dinge zusammenbringen, die sie selbst an einem guten Café schätzen.

Im Mittelpunkt steht dabei ganz klar Specialty Coffee. Dazu gibt es eine bewusst klein gehaltene Auswahl an Frühstück, Snacks sowie hausgemachten Kuchen und Desserts. Statt einer ausufernden Frühstückskarte setzen die Betreiber auf ausgewählte Gerichte, gute Zutaten und Speisen, die den ganzen Tag über bestellt werden können. „Café Snail soll kein typisches Brunchlokal sein, sondern ein Ort für guten Kaffee, kleine Gerichte und eine angenehme, entspannte Zeit“, so Katerina.

Ein bisschen Griechenland in Wien

Auch die griechischen Wurzeln der Betreiber finden ihren Weg auf die Karte. Neben klassischen Kaffeevarianten werden etwa Freddo Espresso und Freddo Cappuccino angeboten.

Der Schwerpunkt bleibt aber Specialty Coffee. Genau darin sieht das Duo auch einen Unterschied zu einem klassischen Wiener Frühstückscafé: Nicht eine möglichst große Auswahl soll im Vordergrund stehen, sondern ein kompaktes Angebot, das sich über den gesamten Tag bestellen lässt.

Mindestens genauso wichtig wie Kaffee und Essen ist den beiden die Atmosphäre. Viele Pflanzen, natürliche Farben und Materialien prägen das Café. Die Gestaltung soll persönlich und entspannt wirken – und damit genau jene Stimmung schaffen, die Panos und Katerina selbst gerne in Cafés suchen.

Wie eine Haustierschnecke zum Namensgeber wurde

Die wohl ungewöhnlichste Geschichte steckt allerdings im Namen. Schnecken haben für die Familie schon länger eine persönliche Bedeutung. Im vergangenen Jahr machten sich Panos und Katerina mit dem Auto auf den Weg nach Griechenland – und mit an Bord war ein eher ungewöhnlicher Reisebegleiter: die Haustierschnecke der Familie.

Gleichzeitig beschäftigten sich die beiden auf der Fahrt intensiv mit ihrem künftigen Café. „Unsere Köpfe waren voller Ideen – und irgendwann entstand der Gedanke, dass ‚Snail‘ eigentlich der perfekte Name dafür wäre“, erzählt Katerina.

Der Name blieb – nicht nur wegen der persönlichen Geschichte. Die Schnecke bringt für die Betreiber auch ziemlich genau auf den Punkt, wofür ihr Café stehen soll: sich Zeit für einen guten Kaffee nehmen, Freunde treffen, den Moment genießen und für eine Weile einen Gang zurückschalten. Auch optisch fügte sich die Idee für die Architektin ins Konzept. „Die ruhige, organische Form der Schnecke passt sehr gut zu unserem Gestaltungskonzept.“

So wurde aus einer gemeinsamen Leidenschaft, zwei unterschiedlichen beruflichen Hintergründen und einer Schnecke schließlich das Café Snail – ein Ort, an dem es ganz bewusst ein bisschen langsamer zugehen darf.

Café Snail
Lerchenfelder Straße 88–90
1080 Wien

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