Das Schweizerhaus ist jetzt “Czech Special”. Genuss-Autor Locatin war auf Budweiser, Prager Kuttelsuppe und Znaimer Gulasch.
Soviel ist klar: der Star im Schweizerhaus ist das Budweiser Budvar, aber (nur) darum soll es hier nicht gehen. Das liebe Schweizerhaus nämlich, wurde als erster Betrieb in Europa mit dem Zertifikat” Czech Specials” bedacht.
Das Projekt Czech Specials vereint attraktive, ausgezeichnete Restaurants mit tschechischer sowie regionaler Küche in traditioneller oder moderner Form. Die so zertifizierten Restaurants müssen strenge Vorgaben erfüllen. Auf der jeweiligen Speisekarte finden Sie immer zumindest eine Suppe und zwei Hauptgerichte . Dabei ist es egal, ob Sie ein Restaurant in Prag, Liberec oder Karlsbad besuchen.
Quelle: www.visitczechia.com
Oder eben in Wien. Seit immer steht etwa die Prager Kuttelsuppe auf der Karte. Herzhaft gewürzt, mit Pfeffer, Paprika und Majoran, die Kutteln in schlüpfriger Konsistenz und – schätzt nicht jeder – olfaktorisch präsent. Wobei der Autor dieser Zeilen bei einigen Besuchen im goldenen Prag dieser Suppe nie habhaft werden konnte. Im Schweizerhaus, auch das eine Kunst der Logistik, ist sie seit Jahren in beständiger Qualität und Würze vorrätig.

Znaimer Rindsgulasch: Mit Mut zur Würze kommt auch dieser Klassiker des Hauses an den Tisch (Wartezeit: 5 Minuten). Das Znaim am Gulasch sind die Essiggurken, die dem Gericht frische Säure verleihen. Das Fleisch hätte bei unserem Besuch ruhig weicher sein können – man benötigte ein Messer – die Serviettenknödel waren aber, bitt’ schön: tipp und top! (20,50 €)

Weiters in Betracht zu ziehen auf tschechischer Seite ist das Budweiser Bierfleisch, hier vom Schwein mit Gemüse plus Serviettenknödel (15,50€). Dazu passen zwei Desserts: In der barocken Gestalt Böhmischer Powidltascherln in Butterbrösel oder auch handgewuzelte Mohnnudeln – mit: Butter.
Fazit
Wenn jemand den Titel Czech Specials verdient, ist es das Schweizerhaus. Ob rustikale Kuttelsuppe, Znaimer Gulasch, Bierfleisch oder Powidltascherln. Das Budweiser, das ist hier sowieso sakrosankt und wer sich traut, kann als Vorspeise den Olmützer Quargl ordern.
Tipp: Schauen oder fragen Sie auch nach den Tagesgerichten, respektive Wochenschmankerln. Die sind nämlich, bitt’ schön, auch nicht “powidl“.
Karl Kolarik’s Schweizerhaus
Prater 116
1020 Wien
info@schweizerhaus.at
Geöffnet 15.3. – 31.10. täglich 11-23 Uhr
www.schweizerhaus.at
Weitere Artikel und Kritiken von Marko Locatin finden Sie auf: www.markolocatin.com
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