Getränketrends im Hitzesommer

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Bild: Szymon Shields

Der Sommer 2026 zählt zu den heißesten der vergangenen Jahre und verändert das Konsumverhalten der Gäste spürbar. Während die Temperaturen regelmäßig die 30-Grad-Marke überschreiten, steigt die Nachfrage nach erfrischenden Getränken deutlich. Für die Gastronomie bietet dieser Hitzesommer eine große Chance: Wer seine Getränkekarte gezielt an die aktuellen Trends anpasst, saisonale Highlights schafft und Getränke als Erlebnis inszeniert, kann den Durchschnittsumsatz pro Gast nachhaltig steigern. Aus unserer täglichen Beratung bei Culinarius beobachten wir, dass gerade jetzt innovative Sommerdrinks, hochwertige alkoholfreie Alternativen und aufmerksamkeitsstarke Signature Drinks zu den wichtigsten Umsatztreibern der Saison werden.

Alkoholfrei entwickelt sich zum Umsatztreiber

Alkoholfreie Getränke haben sich endgültig vom Nischenprodukt zum Premiumsegment entwickelt. Immer mehr Gäste verzichten bewusst auf Alkohol oder wechseln während eines Restaurantbesuchs zwischen alkoholischen und alkoholfreien Getränken. Besonders an heißen Sommertagen stehen leichte Alternativen hoch im Kurs.

Mocktails, alkoholfreie Spritz-Variationen, Premium-Limonaden oder alkoholfreie Schaumweine erzielen deutlich höhere Verkaufspreise als klassische Softdrinks und bieten gleichzeitig attraktive Margen. Betriebe, die in diesem Bereich kreativ werden, sprechen neue Zielgruppen an und erhöhen ihren Getränkeumsatz nachhaltig. Eine eigene alkoholfreie Getränkekarte oder eine hervorgehobene Rubrik auf der Speisekarte kann dabei zusätzlich für Aufmerksamkeit sorgen.

Fruchtige Spritz-Variationen prägen den Sommer

Der Aperol Spritz bleibt zwar weiterhin ein Klassiker, doch immer mehr Gäste möchten neue Geschmackserlebnisse entdecken. Besonders beliebt sind derzeit Kreationen mit Pfirsich, Maracuja, Erdbeeren, Pink Grapefruit oder Ingwer.

Diese Drinks wirken leichter, fruchtiger und passen perfekt zu den sommerlichen Temperaturen. Restaurants sollten deshalb bewusst saisonale Signature Spritz entwickeln und diese auf der Getränkekarte hervorheben. Eine aktive Empfehlung durch das Servicepersonal oder eine attraktive Präsentation am Tisch steigern die Verkaufszahlen zusätzlich. Wer seine Sommerdrinks regelmäßig wechselt, schafft zudem immer wieder neue Anreize für Stammgäste.

©Ata Ebem

Functional Drinks gewinnen an Bedeutung

Der Wunsch nach bewusster Ernährung macht auch vor der Getränkekarte nicht halt. Functional Drinks entwickeln sich zunehmend zu einem Premiumsegment.

Getränke mit Kokoswasser, Elektrolyten, Vitaminen oder natürlichen Kräutern verbinden Erfrischung mit einem zusätzlichen gesundheitlichen Nutzen. Gerade während der aktuellen Hitzewelle suchen viele Gäste nach Getränken, die nicht nur gut schmecken, sondern auch das Wohlbefinden unterstützen.

Für Gastronomiebetriebe eröffnet sich dadurch die Möglichkeit, sich deutlich vom Mitbewerb abzuheben und neue Zielgruppen anzusprechen.

©Dziana Hasanbekava

Getränke müssen heute Instagram-tauglich sein

Ein Getränk wird heute nicht mehr nur getrunken – es wird fotografiert, gefilmt und auf Instagram oder TikTok geteilt. Gerade im Sommer 2026 beeinflussen soziale Medien maßgeblich, welche Drinks Gäste bestellen. Was auf dem Smartphone gut aussieht, landet auch häufiger auf dem Tisch.

Aus unserer Beratungspraxis sehen wir, dass Betriebe mit auffälligen Signature Drinks nicht nur mehr Aufmerksamkeit auf Social Media erzielen, sondern auch deutlich häufiger weiterempfohlen werden. Jeder Gast wird damit zum potenziellen Markenbotschafter.

Besonders gefragt sind intensive Farben, außergewöhnliche Präsentationen und kreative Details. Lilafarbene Drinks mit Ube, leuchtende Pink- und Orangetöne, frische Zitrusfrüchte, essbare Blüten, aromatische Kräuter, große kristallklare Eiswürfel oder außergewöhnliche Gläser erzeugen genau den Wow-Effekt, den Gäste heute suchen. Auch Rauch- und Schaumeffekte oder spektakuläre Garnituren machen aus einem Getränk ein Erlebnis.

©Amoria Made

Der entscheidende Unterschied: Gäste bestellen zunehmend mit den Augen. Viele Getränke werden fotografiert, bevor der erste Schluck genommen wird. Jedes veröffentlichte Bild auf Instagram oder TikTok ist kostenlose Werbung für den Betrieb und erreicht potenziell tausende weitere Gäste. Gerade junge Zielgruppen orientieren sich bei ihrer Restaurantwahl häufig an Bildern und Videos in sozialen Medien.

Unsere Empfehlung lautet daher, bewusst zwei bis drei „Instagram-Drinks“ zu entwickeln, die sich optisch klar von klassischen Cocktails oder Spritz-Varianten unterscheiden. Der zusätzliche Aufwand ist meist gering, die Marketingwirkung hingegen enorm.

Regionalität überzeugt Gäste

Auch bei Getränken gewinnt Regionalität zunehmend an Bedeutung. Gäste interessieren sich immer stärker dafür, woher Zutaten stammen und wie sie hergestellt werden.

Regionale Fruchtsäfte, hausgemachte Sirupe, Kräuter aus dem eigenen Garten oder heimische Beeren schaffen Authentizität und unterscheiden einen Betrieb von standardisierten Getränkekarten.

Weniger Auswahl, mehr Qualität

Viele erfolgreiche Restaurants reduzieren bewusst die Anzahl ihrer Cocktails und konzentrieren sich stattdessen auf wenige, perfekt ausgearbeitete Signature Drinks. Das verbessert Qualität, Servicegeschwindigkeit und Marge.

Unsere Empfehlung aus der Beratung

Aus Sicht der Gastronomieberatung Culinarius ist jetzt der ideale Zeitpunkt, die Getränkekarte kritisch zu hinterfragen. Analysieren Sie Deckungsbeiträge, alkoholfreie Alternativen, regionale Produkte und die Social-Media-Tauglichkeit Ihrer Getränke. Bereits kleine Anpassungen können den Getränkeumsatz deutlich steigern.

Fazit

Der Hitzesommer 2026 verändert das Trinkverhalten der Gäste nachhaltig. Erfrischung, Leichtigkeit, Qualität und Inszenierung stehen heute stärker im Mittelpunkt als ein hoher Alkoholgehalt. Wer aktuelle Getränketrends frühzeitig aufgreift und konsequent umsetzt, steigert nicht nur den Umsatz pro Gast, sondern positioniert seinen Betrieb auch langfristig erfolgreich im Wettbewerb.

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