poco eröffnet am Spittelberg

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Die Bar als Herzstück. © Fabian Karner

Pizza, Aperitivo und Interiorgoals ab 31. März im Miiro Spittelberg.

Neubaus Lokalszene bekommt internationalen Zuwachs: Das poco eröffnet am 31. März 2026 im neuen Hotel Miiro Spittelberg. Das Bar- und Restaurantkonzept ist mit Pizza und Aperitivo zwar nicht wirklich neu, aber fancy umgesetzt. Der Anspruch soll sein, nicht nur Menschen zu verköstigen, sondern Reisende, Kreative, Wiener:innen und Vorbeispazierende gleichermaßen anzusprechen und zu connecten.

© Teo Della Torre

Pizza, Drinks und ein offenes Haus

Die Abende können hier eindeutig länger werden. Hinter dem Konzept stehen nämlich die Londoner Gastronomen Jake Bucknall und Jacob Stuttard, die Co-Founders vom erfolgreichen Londoner Konzept D4100. Mit poco setzen sie ihren Vibes erstmals außerhalb Großbritanniens um. Der Name ist dabei programmatisch gewählt: „poco“, italienisch für „ein bisschen“, soll auf kleine Teller und kleine Momente hinweisen – diese sollten Verbindung schaffen.

Das Lokal versteht sich als Bar und Restaurant zugleich. Von frühen Abendstunden bis zu Late-Night-Cocktails soll poco ein niederschwelliger Treffpunkt sein, mit offener Küche, Barfokus und einer Atmosphäre, die eher auf Bleiben als auf rasche Tischrotation setzt.

Achtung – hier darf die Pizza gedippt werden! © Teo Della Torre

Das Herzstück: der Pizzaofen

Im Zentrum steht die offene Küche mit Pizzaofen. Serviert werden Pizzen mit einem leichten Vollkornanteil, was für einen nussigen Geschmack sorgt. Neben Klassikern wie Margherita, Diavola oder Marinara gibt’s auch etwas ausgefallenere Varianten, wie die Pizza „SpittelBerg“ mit gelber Tomatensauce, Fior di Latte, Salsiccia, ’Nduja und karamellisierter Zwiebel. Auf der Karte steht auch „The MacGyver“ mit spanischer Chorizo, Hot Honey, Whipped Feta und Fenchelsamen. Serviert wird jeweils die ganze Pizza, aber alles andere wäre in Wien auch ungewöhnlich.

Kleine Teller, große Geste

Ergänzt wird das Angebot durch Gerichte zum Teilen, darunter Vitello Tonnato, Carpaccio di Manzo, Aubergine Parmigiana, Seasonal Croquettes sowie „Emergency Würstel and Pickle“. Dazu kommen Dough Balls mit Kräuter-Knoblauch-Butter und Desserts wie Tiramisu oder Banoffee Pie.

© James McDonald

Bar als zweites Standbein

Auch die Bar ist kein Nebenschauplatz. Auf der Karte stehen Spritz Variationen, Aperitifs, Mocktails, Cocktails und Weine. Highlights werden der Pisco Spritz, Limoncello Spritz, Holy Negroni oder Agave Basil Smash. Das passt zu einem Konzept, das den Abend nicht nur kulinarisch, sondern auch sozial denkt: Snacks, Drinks und Teller zum Teilen statt strenger Trennung zwischen Essen und Ausgehen.

Vom Pizzaofen im Garten nach Wien

Interessant ist die Geschichte hinter D4100: Das Konzept entstand während der Corona-Zeit. Bucknall und Stuttard verkauften damals Pizza im Garten von Jacobs Mutter. Dieser improvisierte Beginn, der dem Konzept auch seinen Namen gab – „Dinner for 100“ – spiegelt noch heute die Lust auf Nähe, Austausch und gemeinsamem Essen wieder.

Ob poco tatsächlich zur neuen Fixadresse im Grätzel wird, muss sich erst zeigen. Die Zutaten dafür bringt das Lokal jedenfalls mit.

Ohne DJ-Ecke keine Bar in 1070. © Fabian Karner

poco

Kirchberggasse 6, 1070 Wien

Eröffnung: 31. März 2026