LIDO: Ein Spritz bleibt selten allein

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LIDO – Bar e Cicchetti

Tim Schächter schärft das Profil seiner venezianisch inspirierten Bar in der Wiener Innenstadt. Nach der Ferragosto-Pause startet das LIDO mit neuen Tramezzini, ausgewähltem Franciacorta und Signature Drinks in den Herbst.

Es beginnt vielleicht mit einem Spritz. Dazu kommt ein Tramezzino, später noch ein kleiner Teller zum Teilen. Irgendwann steht ein zweiter Drink auf dem Tisch – und aus dem kurzen Zwischenstopp ist ein langer Abend geworden. Genau so hat Tim Schächter sein LIDO in der Wiener Landskrongasse gedacht.

„Man kommt auf einen Spritz und ein paar Cicchetti vorbei und bleibt dann gerne länger“, sagt der Gastronom. Nach einer kurzen Ferragosto-Pause ist die Bar zurück und entwickelt ihr Konzept konsequent weiter. Statt alles neu zu erfinden, setzt Schächter dort an, wo das LIDO seine eigene Handschrift gefunden hat: bei besonderen Drinks, venezianisch inspirierten Kleinigkeiten und einer Atmosphäre, die zwischen Aperitivo und später Bar-Nacht keinen harten Schnitt kennt.

„Mit dem LIDO – Bar e Cicchetti wollten wir von Anfang an ein Stück venezianisches Lebensgefühl nach Wien holen – unkompliziert, genussvoll und ohne viel Aufwand“, erklärt Schächter. Der Gründer von Shiso Burger und Geschäftsführer der TS21 Hospitality eröffnete das Lokal im Oktober 2025, nur wenige Schritte vom Hohen Markt entfernt. Bericht vom Softopening

Gute Stimmung beim Saisonstart im LIDO-Bar e Cicchetti © Christian Jobst

Franciacorta bekommt seine Bühne.

Das Herzstück des LIDO bleibt die Getränkekarte. Italienische Klassiker wie Select und Bellini treffen auf Spritz-Variationen, ausgewählte Weine und eigenständige Signature Cocktails. Gleichzeitig lässt sich das Angebot nicht auf italienische Barkultur reduzieren. Internationale Einflüsse gehören ebenso zum Konzept und geben der Bar ihren kosmopolitischen Charakter.

Inzwischen haben wir unser Angebot weiterentwickelt, vor allem bei den Cocktails und Drinks

sagt Tim Schächter.

Eine besondere Rolle übernimmt dabei Franciacorta. Der nach traditioneller Methode hergestellte Schaumwein aus der Lombardei erhält im LIDO deutlich mehr Raum als in vielen anderen Wiener Bars. Auf der Karte stehen der „Animante Dosaggio Zero“ von Barone Pizzini, der auch glasweise ausgeschenkt wird, der „Mosnel Satèn“ 2020, die „Alma Grand Cuvée Rosé“ von Bellavista sowie der „Extra Blu“ von Villa Franciacorta aus dem Jahr 2018.

Dass Franciacorta nicht nur pur funktioniert, zeigt der „Franciacorta 75“: Gin und Limette werden mit dem lombardischen Schaumwein kombiniert. Wer es unkomplizierter mag, bestellt Spumante vom Fass, der sich bereits zum Publikumsliebling entwickelt hat.

Wir möchten unsere Gäste dazu einladen, Neues auszuprobieren“, betont Tim Schächter.

Schaumwein erhält im LIDO deutlich mehr Raum © LIDO Bar e Cicchetti

Kleine Brote für lange Abende

So wichtig die Drinks sind: Das LIDO versteht sich nicht als Bar, in der Essen nur eine Nebenrolle spielt. Tramezzini, Cicchetti und Toasts bilden von Beginn an einen wesentlichen Teil des Konzepts.

Die weich belegten Weißbrotsandwiches gehören in Venedig zum Stadtbild wie der Aperitivo selbst. Im LIDO kommen sie nun in mehreren neuen Varianten auf den Tisch. „Il Piccante“ verbindet Prosciutto Cotto mit getrockneten Tomaten und Salsa Piccante. „Pepperino“ wird mit Prosciutto Crudo, Pecorino und Paprika gefüllt, „Tonno“ mit Thunfisch, Ei und Kapern. Beim „Uova“ treffen Egg Drop und Trüffel aufeinander. Saisonale Specials sollen regelmäßig für Abwechslung sorgen.

„Gleichzeitig bleiben Tramezzini, Cicchetti und Toasts ein wichtiger Teil unseres Konzepts“, sagt Schächter. Die Tramezzini werden bis zur Sperrstunde serviert, die übrigen Speisen sind bis 23.30 Uhr erhältlich.

Ergänzt wird das Angebot durch italienisch inspirierte Piattini und Gerichte zum Teilen. Auf der Karte finden sich unter anderem Stracciatella mit Fenchel und Orange, Scampi in Saor mit süß-sauren Zwiebeln und Rosinen sowie Tartare di Tonno mit Salsa Tonnato und Kapern. Whipped Ricotta mit Anchovies, Honig und Crispy Chili Oil oder Oliven-Tapenade schlagen die Brücke zwischen italienischer Grundlage und internationalen Einflüssen.

Für den kleinen Hunger gibt es Sardine Crostini, ein Panino Crudo mit Prosciutto Crudo, Mozzarella und Paprika sowie die Toasts „Il Classico“ und „Ricotta Verde“.

Neu ist auch der Schritt über den Barbetrieb hinaus: Cicchetti und Tramezzini können für Take-away oder zur Lieferung vorbestellt werden – etwa für Geburtstage, private Einladungen und Office-Partys.

Tramezzini spielen in der LIDO -Bar eine wichtige Rolle © Christian Jobst

Ein Stück Lagune mitten in Wien

Auch optisch bleibt die venezianische Inspiration spürbar. Das von Tzou Studios entwickelte Interior arbeitet mit Spiegelungen, Hochglanzflächen und unterschiedlichen Grüntönen. Die Spiegeldecke, die glänzende Bar und die eigens entworfenen „Lido Chairs“ greifen Farben und Lichtstimmungen der Lagune auf, ohne Venedig einfach nachzubauen.

An milden Spätsommer- und Herbstabenden verlagert sich ein Teil des Geschehens vor das Lokal. Einige Tische direkt in der Landskrongasse tragen jene ungezwungene Atmosphäre nach draußen, die Schächter von Beginn an gesucht hat.

Für private Feiern und geschäftliche Veranstaltungen kann das LIDO auch exklusiv gemietet werden. Rund 50 bis 60 Personen finden Platz. Vom Flying Dinner über die Getränke bis zur Technik wird das Programm individuell abgestimmt.

So bleibt das Versprechen des LIDO auch nach der Ferragosto-Pause dasselbe: Man kann für einen schnellen Drink kommen. Ob es tatsächlich bei diesem einen bleibt, ist eine andere Frage.

Das Team des Lido © Eat Butter First


LIDO – Bar e Cicchetti


Landskrongasse 8,

1010 Wien


Weitere Informationen: lido-bar.at

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