Was passiert eigentlich im Kaffeehaus, wenn die letzte Melange ausgetrunken ist? Wenn es draußen dunkel wird und die Zeitung durchgeblättert wurde. Ganz einfach: Man bestellt Austern und Espresso Martini. So sehen die späteren Stunden zumindest ab sofort im Café Landtmann aus. Ein besonderes Highlight: die animierten Projektionen am historischen Plafond.
Das Café Landtmann am Burgring lässt sich stets etwas Neues einfallen, um gegen ein Verstauben des Wiener Kaffeehauses anzukämpfen. Und das gelingt der Familie Querfeld, die die ikonische Gastronomie seit 1976 führt, ganz hervorragend.
Was kann das Wiener Kaffeehaus alles sein?
Der neueste Streich des Café Landtmann: „Landtmann bei Nacht“. Ab 18 Uhr verwandelt sich die Atmosphäre vor Ort Stück für Stück. Dann wird im großen Saal eingedeckt, das Licht wird wärmer und sobald die Dämmerung anbricht, starten die handgezeichneten, animierten Projektionen am historischen Plafond. Dabei werden sogar die fünf Luster an der Decke Teil der Inszenierung.
Nachts ist das Café Landtmann etwas ganz Neues.
Ferdinand Querfeld, Geschäftsführung Querfeld Gastronomie
Für die Entwicklung der Bespielung dieser etwa 120 Quadratmeter großen Fläche waren Szenograf Christof Cremer und ZONE Media zuständig. Dass sich die viele Arbeit und eine gute Summe bereits auszahlen, beweist der Silberne Delfin, den „Landtmann bei Nacht“ bereits bei den Cannes Corporate Media & TV Awards abgestaubt hat. Den frisch eingeflogenen Preis präsentiert uns Geschäftsführer Berndt Querfeld ganz stolz.



Zum Spekatkel an der Decke wird eine eigene Abendkarte serviert, die mit besonderen Schmankerln wie dem Hummerkipferl “Benedict” oder dem Cordon Bleu “Parisienne” aufwartet. Dazu gesellen sich Aperitifs, Cocktails sowie alkoholfreie Alternativen. Jeden Mittwoch gibt es Live-Musik von Jazz, Blues und Soul bis hin zu französischen Chansons.
Unbeschwert im Kaffeehaus: Tag & Nacht
Frankreich ist auch gleich das Stichwort für das nächste Highlight: Einmal im Monat wird im Landtmann ab sofort nämlich das Motto „Ein bisserl Paris. Ganz Wien.“ ausgerufen. Dann warten frische Austern, Crémant und weitere kulinarische Akzente auf die Gäste. Ein besonders guter Kaffee darf bei den ganzen Neuerungen aber natürlich nicht fernbleiben.
Wir haben das Thema, dass die jungen Leute sagen: ‘Das Kafeehaus ist mir zu oldschool.’
Ferdinand Querfeld, Geschäftsführung Querfeld Gastronomie
Früher war es ganz üblich, dass man noch bis spät am Abend im Kaffeehaus geblieben ist – auf eine Runde Billard oder zum Karteln. Heute geht es vor allem darum, auch wieder eine jüngere Zielgruppe anzusprechen. Dabei dürfen die Neuerungen die langjährige Tradition allerdings nicht vertreiben.
Eine österreichweit repräsentative Studie zeigt jedoch: 93 Prozent der Österreicher*innen sind überzeugt, dass ein Wiener Kaffeehaus seine Traditionen bewahren und sich gleichzeitig weiterentwickeln kann. Der Wunsch nach Veränderung zieht sich dabei durch alle Altersgruppen. Und das Café Landtmann darf als Paradebeispiel dafür gesehen werden, wie wunderbar ein solcher Wandel aussehen kann. Ganz ohne KI übrigens.















