Le Fou: Pariser Barflair im Narrenkostüm

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© Andreas Tischler

Mit „Le Fou – Bar à Cocktails“ eröffnet Gastro-Unternehmer Alexander Schrack am Bauernmarkt eine neue Adresse für Cocktails, Champagner und Barfood. Das zweite Lokal des „Sechser“-Betreibers setzt auf ein stark inszeniertes Interieur, eine französisch geprägte Barkarte und mehrere, klar zonierte Räume.

Mitten in der Wiener Innenstadt, im historischen Barockhaus am Bauernmarkt 1, hat eine neue Bar eröffnet. Le Fou versteht sich als Ort zwischen klassischer Cocktailbar und gesellschaftlichem Treffpunkt. Für „Le Fou“ formuliert Betreiber Alexander Schrack einen erweiterten Anspruch: „Wir wollten eine Bar, die größer denkt als das klassische Wiener Lokal – sinnlich, atmosphärisch dicht, ein wenig verrückt, aber mit Eleganz.“ 

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Mehr ist mehr

Auf rund 130 Quadratmetern Bar- und Loungebereich entfaltet sich ein bewusst vielschichtiges Raumkonzept. Das Interior stammt von Theresa Obermoser  von TO Design Studio, die das Leitmotiv „more is more“ in mehrere eigenständige Zonen übersetzt hat. Die Hauptlounge ist von warmen Rosttönen, Seidentapeten und einer zentralen Palme geprägt. Daran schließen sich weitere Lounges in ziegelroten sowie blau-multicoloren Farbwelten an. Ergänzt wird das Raumangebot durch ein privates Séparée mit opulentem Muster. „Kein Quadratzentimeter blieb dem Zufall überlassen“, sagt Obermoser über den Gestaltungsansatz. 

Alexander Schrack vor dem Le Fou in Wien. © Pius Martin

Die Basis: Nur das Beste

Materialität spielt dabei eine zentrale Rolle: verwendet wurden unter anderem echte Seide, Mohair Velvet sowie Natursteine wie Rosso Verona Travertin, Breccia Capraia und Nero Marquina. Maßgefertigte Möbel, eigens entwickelte Teppiche und fancy Leuchten ziehen sich über alle Bereiche. Über dem Barbereich befindet sich zusätzlich eine rund 150 Quadratmeter große Eventlocation mit Terrasse und eigener kleiner Cocktailbar, die für private Feiern oder Präsentationen vorgesehen ist. 

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Die visuelle Identität von Le Fou entwickelte der international tätige Creative Director Alexander Kellas. Als Leitfigur dient der „Narr“, der laut Kellas nicht nur im Tarot für Spontaneität, Unbeschwertheit und Aufbruch steht. „Er ist Maskottchen und Glücksbringer eines Abends, der ruhig ein wenig aus dem Ruder laufen darf“, beschreibt Kellas das Konzept. 

Die VIP Eröffnung war gut besucht. © Andreas Tischler

Signature Drinks mit Frankreich-Fokus

Für die Cocktailkarte ist Mixologist Jakob Trummer verantwortlich. Sein Vater Albert Trummer führt die legendäre New Yorker Bar „Apotheke“. Die Auswahl umfasst rund 25 Drinks und verbindet klassische Cocktails wie French 75, Old Fashioned oder Espresso Martini mit Signature Drinks, die sich an französischen Persönlichkeiten, von Bardot bis Coco, orientieren. Grundlage bilden laut Betreiber Premium-Spirituosen wie Beluga, Tanqueray oder Don Julio. Ergänzt wird das Angebot durch eine umfangreiche Champagnerkarte mit Häusern wie Cristal oder Dom Pérignon sowie eine Weinauswahl, die französische Spitzenweine mit österreichischen Positionen kombiniert. Auch Weine aus der Wachau sind dabei.

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Kulinarisch setzt Le Fou auf eine kleine Barfood-Auswahl. In Kooperation mit der Wiener „Tatarie Marie“ werden verschiedene Tatarvariationen serviert, darunter Kombinationen mit Kalb, Rind, Foie Gras oder Fisch. Die Tatarpralinen sind als begleitendes Angebot zur Getränkekarte konzipiert. Und keine Sorge, ein bisschen Alt Wiener Küche ist auch dabei.

Le Fou

Bauernmarkt 1, 1010 Wien (Eingang via Freisingergasse 4)

Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 16 bis 2 Uhr