Für Wiens Kunstliebhaber lohnt sich im April ein Blick nach Hernals. Nicht in eine Galerie, sondern in ein Wirtshaus.
Am 15. April zeigt Pablo Meier-Schomburg seine Arbeiten im Pichlmaiers zum Herkner. Als Künstler und Restaurantleiter im Schwarzen Kameel bewegt er sich seit Jahren zwischen zwei Welten, die an diesem Abend bewusst zusammengeführt werden.
Kein klassischer Ausstellungsrahmen, kein gesetztes Dinner. Stattdessen ein offenes Format, bei dem sich Bild, Bewegung und Geschmack gegenseitig beeinflussen.
Ein Wiener Künstler zwischen zwei Systemen
Wer Meier-Schomburg kennt, weiß, dass seine Arbeiten nicht für ruhige Räume gemacht sind. Sie entstehen aus Bewegung, aus Rhythmus, aus einem Zugriff, der sich nicht festlegt. Vielleicht ist genau das der Grund, warum sie an diesem Abend nicht in einer Galerie hängen. Sondern dort, wo sich Menschen bewegen, sprechen, reagieren. Und wo Kunst nicht abgeschlossen wirkt, sondern Teil von etwas, das gerade passiert.
Pablo Meier-Schomburg ist für dieses Format kein Zufall. Der in Wien lebende Künstler arbeitet nicht nur im Atelier, sondern auch als Restaurantleiter im Schwarzen Kameel, einer Institution der Wiener Gastronomie.
Diese doppelte Verankerung prägt auch seine Arbeit. Seine Malerei orientiert sich am abstrakten Expressionismus, bleibt dabei aber offen und beweglich. Was ihn interessant macht, ist weniger der Stil als die Perspektive: Kunst und Gastronomie sind für ihn keine getrennten Welten.

Pichlmaiers zum Herkner: Die Küche mittendrin
Das Pichlmaiers zum Herkner gehört seit Jahren zu den stabilen Größen der Wiener Gastronomieszene. Seit mittlerweile zehn Jahren führen Christiane und Martin Pichlmaier das Haus und haben es als verlässliche Adresse zwischen Wiener Tradition und zeitgemäßer Küche etabliert. Mit dem Wiener Künstler Pablo Meier-Schomburg verbindet sie zudem eine langjährige persönliche Beziehung. Eine Verbindung, die sich auch im Konzept dieses Abends widerspiegelt.
Im Herkner übernimmt Küchenchef Roman Artner die kulinarische Umsetzung, allerdings nicht im klassischen Sinn. Statt eines gesetzten Menüs gibt es Signature Bites im Flying Service.
Die Gerichte sind nicht als Abfolge gedacht, sondern als Teil des Geschehens. Sie tauchen auf, werden weitergereicht, verschwinden wieder. Essen wird damit nicht zum Programmpunkt, sondern zum Element im Raum, ähnlich wie die Arbeiten des Wiener Künstlers, die gleichzeitig präsent sind.
Wein als Erweiterung, nicht als Begleitung
Auch die Weinauswahl folgt diesem Gedanken. Neben österreichischen Weingütern, die selbst vor Ort sein werden, wie Bründlmayer, Hiedler, Donabaum und Gager sind internationale Positionen eingebunden, darunter das Château Routas aus der Provence. Ergänzt wird das Setting durch Destillateur Hans Reisetbauer.
Die Auswahl wirkt weniger kuratiert im klassischen Sinn und eher wie eine Erweiterung der Gäste selbst.


Veranstaltungsdetails
Datum: Mittwoch, 15. April 2026, ab 18:00 Uhr
Ort: Pichlmaiers zum Herkner, Dornbacher Straße 123, 1170 Wien
Beitrag: € 50,00 pro Person
Anmeldung: Bis 8. April 2026 per E-Mail an pichlmaiers@zumherkner.at (bitte mit Angabe
der Begleitpersonen)
Hinweis: Begrenzte Teilnehmerzahl.












