Was als Experiment zweier Studenten in einer WG-Küche begann, ist heute ein wachsendes Unternehmen mit klarer Haltung: „Besser im Glas“ steht für Bio-Tee, Gewürze und ein konsequent nachhaltiges Verpackungskonzept. Ein Porträt über Mut, Geschmack und den Anspruch, Dinge anders zu machen.
Es beginnt, wie viele gute Ideen beginnen: in einer WG-Küche. Zwei Studenten, viel Neugier und die Frage, wie sich Genuss und Verantwortung besser verbinden lassen. Paul Sahm und Paul Hylla, selbsternannte „Tee-Enthusiasten“, wollten mehr als aromatisierte Beutelware. Sie wollten ein Produkt, das biologisch, ehrlich und zeitgemäß ist. „Da kam uns die Idee, Tee neu zu denken“, erinnern sich die beiden.
Was als Experiment begann, entwickelte sich rasch zur Vision: hochwertige Bio-Zutaten, natürlich süß durch Süßkraut, ganz ohne Zuckerzusatz. Und vor allem: eine Verpackung, die hält, was der Inhalt verspricht. Die Antwort lag im Glas. „Wir sehen Glas als nachhaltigere Alternative zu eingeschweißten Teebeuteln aus Kunststofffasern“, sagt Sahm. Der Name war damit fast schon Programm.
Mehr als Tee
Was zunächst unter „Tee im Glas“ startete, ist heute als „Besser im Glas“ deutlich breiter aufgestellt. Das Sortiment umfasst mittlerweile auch Bio-Gewürze und Gewürzmischungen – gedacht für alle, die gerne kochen und Wert auf Qualität legen. „Nachhaltig. Hochwertig. Schön.“, bringt Hylla den Anspruch auf den Punkt. Die Produkte sollen nicht nur gut schmecken, sondern auch gut aussehen und sich gut anfühlen.
Produziert wird vieles inhouse, vom ersten Mischversuch bis zum fertigen Glas. Rund 20 Mitarbeiter*innen arbeiten mittlerweile im Unternehmen, das bewusst auf Konzernstrukturen verzichtet. „Wir sind Anti-Konzern – dafür Pro-Leidenschaft, Pro-Herzblut und Pro-Teamgeist“, heißt es aus dem Team. Dabei bleibt der ursprüngliche Gedanke spürbar: Zutaten, die für sich sprechen, und ein Konzept, das auf Langlebigkeit setzt – auch durch ein Nachfüllprinzip, das Verpackung reduziert und Ressourcen schont.
Haltung mit Geschmack
„Besser im Glas“ versteht sich nicht nur als Produzent, sondern als Haltung. Der Anspruch, Verantwortung für das eigene Produkt zu übernehmen, zeigt sich auch in ungewöhnlichen Serviceversprechen: Wer nicht zufrieden ist, kann innerhalb von 100 Tagen zurückgeben. Ein klares Signal in einer Branche, die oft von Austauschbarkeit geprägt ist.
Für die Zukunft planen Sahm und Hylla, insbesondere die Gewürzlinie weiter auszubauen. Neue Mischungen, neue Ideen – aber immer mit dem gleichen Grundgedanken: Qualität vor Quantität, Geschmack vor Trend. Und vielleicht ist es genau diese Mischung aus Idealismus und Pragmatismus, die das Unternehmen auszeichnet. Oder, wie Sahm es selbst formuliert: „Einfach ins Handeln kommen und viele Wege probieren, bis sich ein richtiger findet.“
















