3 Stunden statt 2 Wochen: Warum Wien seinen Sommer gerade neu erfindet
Wasser statt Wochenendtrip. Aperitivo statt Ausflug aufs Land. Rooftop statt Fernreise. Während Urlaubsreisen teurer werden und viele Menschen ihren Sommer bewusster planen, zeichnet sich in Wien ein neuer Trend ab: Immer mehr Menschen suchen ihre Auszeiten nicht in weiter Ferne, sondern direkt vor der eigenen Haustür.
Ob ein Abend am Wasser, ein Dinner im Schanigarten, Cocktails auf einer Rooftopbar oder ein entspanntes Essen mit Freunden, die kleinen Fluchten aus dem Alltag gewinnen zunehmend an Bedeutung. Genau dieser Entwicklung widmet sich die neue Initiative „Neue Wiener Sommerfrische“, die kürzlich im Rahmen eines Kick-off-Events im Vestibül beim Burgtheater vorgestellt wurde.
Die Gastro.News Sommergenusswoche macht dieses Lebensgefühl kulinarisch erlebbar!
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Neue Reisetrends verändern das Freizeitverhalten
Wir beobachten seit einigen Jahren eine deutliche Entwicklung. Fernreisen werden teurer, viele Menschen verreisen kürzer und bewusster. Gleichzeitig entdecken die Wienerinnen und Wiener ihre eigene Stadt wieder neu.
erklärt Franz Bernthaler, Geschäftsführer der Culinarius Gruppe.
Während früher oft der große Sommerurlaub im Mittelpunkt stand, suchen heute viele Menschen nach mehreren kleinen Auszeiten über das Jahr verteilt. Die eigene Stadt wird dabei zunehmend zum Ort der Erholung.
Sommerfrische neu gedacht
Die historische Sommerfrische führte einst Generationen von Wienerinnen und Wienern hinaus aufs Land. Heute bekommt der Begriff eine neue Bedeutung. So Bernthaler:
Die Neue Wiener Sommerfrische steht für 3 Stunden statt 2 Wochen. Wien bietet alles, was man für eine kleine Auszeit braucht: Schanigärten, Rooftopbars, Restaurants am Wasser, versteckte Innenhöfe, Parks, Kultur und großartige Kulinarik. Man muss nicht immer verreisen, um abzuschalten.
Im Rahmen einer Podiumsdiskussion diskutierten Bernthaler, Christian Domschitz (Vestibül beim Burgtheater), 4-Hauben-Koch Toni Mörwald, Romana Persico (Litus Group) und Marcel Ruhm über die Veränderungen im Freizeit- und Genussverhalten der Menschen.
Genuss wird zum Erlebnis
Für viele Gastronomen ist der Trend bereits deutlich spürbar.
Die Gäste nehmen sich heute wieder bewusster Zeit. Viele kommen nicht einfach zum Essen, sondern suchen ein Erlebnis
sagt Christian Domschitz vom Restaurant Vestibül. Auch Toni Mörwald sieht darin eine Entwicklung, die weit über die Gastronomie hinausgeht:
Essenszeit ist Lebenszeit. Gerade in einer Zeit, in der alles schneller wird, gewinnen jene Momente an Bedeutung, in denen wir bewusst genießen.
Für Romana Persico suchen die Gäste heute mehr als nur gutes Essen:
Die Menschen suchen Atmosphäre, Emotionen und besondere Orte. Der Restaurantbesuch wird immer stärker zum Erlebnis.
Marcel Ruhm ergänzt:
Die Gäste investieren heute lieber in besondere Momente als in Statussymbole. Sie suchen Erinnerungen, die bleiben.

Gastro.News Sommergenusswochen als erster Höhepunkt
Die Gastro.News Sommergenusswoche macht diesen Trend in zahlreichen teilnehmenden Betrieben erlebbar. Mit dabei sind unter anderem das Restaurant Vestibül beim Burgtheater, Mörwald zur Traube und das Gourmetrestaurant Toni M., ZentRuhm und DiningRuhm sowie mehrere Lokale der Litus Group, darunter Augenweide und Otto am Donaukanal.
Sie alle zeigen auf unterschiedliche Weise, wie Sommergenuss heute aussehen kann: klassisch oder modern, urban oder regional, elegant oder ganz ungezwungen.
Über 65 Restaurants und Gastronomiebetriebe in Wien präsentieren dabei speziell kreierte Sommermenüs und laden dazu ein, die Vielfalt der Wiener Gastronomieszene zu entdecken. Von der klassischen Wiener Küche über moderne Fine-Dining-Konzepte bis hin zu internationalen Genusswelten reicht die kulinarische Bandbreite.
Besonders attraktiv: Die Menüs werden zu Fixpreisen angeboten. Mittagsmenüs starten bereits ab 19,90 Euro, Abendmenüs ab 39,50 Euro. Je nach Haubenbewertung der teilnehmenden Restaurants kommt ein entsprechender Aufpreis hinzu.
Das Konzept ist einfach: Spitzenkulinarik soll für möglichst viele Menschen zugänglich werden. Gleichzeitig bieten die Genusswochen eine ideale Gelegenheit, neue Restaurants kennenzulernen oder lang gehegte Restaurantbesuche endlich nachzuholen.
Dass das Konzept funktioniert, zeigen die Zahlen. Jeweils mehr als 10.000 Gäste wurden bei den Genusswochen-Formaten von Culinarius in den vergangenen Jahren verzeichnet.
Der Sommer beginnt in Wien
Die Neue Wiener Sommerfrische versteht sich weniger als Kampagne denn als Ausdruck eines veränderten Lebensgefühls.
Die Idee dahinter ist einfach: Manchmal braucht es keinen Koffer, kein Flugticket und keine lange Anreise. Manchmal reichen ein schöner Platz, gutes Essen und die richtigen Menschen am Tisch. Oder, wie es Franz Bernthaler formuliert:
GastroNews zur bevorzugten Google-Quelle machenManchmal reichen drei Stunden, um sich wie im Urlaub zu fühlen.












