i Mulini bringt Positano nach Wien

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© Sarah Wimmer

In der Josefstädter Straße 53 hat mit dem „i Mulini” ein italienisches Café eröffnet, das Frühstück, Aperitivo und neapolitanische Handarbeit unter einem Dach verbindet.

Eine Piazzetta als Vorbild

Wer sich in Positano verabredet, verabredet sich an einem bestimmten Platz: i Mulini. Die kleine Piazzetta mit Bar und Kirche gegenüber, von der aus der Weg zum Strand hinunterführt, war für Robert und seine Familie jahrzehntelang der selbstverständliche Treffpunkt: früh ein Kaffee und ein Cornetto, später ein Panino, am Abend Aperitivo mit Freunden.

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Genau dieses Prinzip soll nun im achten Bezirk funktionieren. Dass „Mulini” Wassermühlen heißt und in diesem Teil der Stadt im 12. und 13. Jahrhundert tatsächlich Mühlen standen, hat Robert erst nach der Namensfindung herausgefunden.

Zwei Generationen, ein Lokal

Hinter dem Café stehen Robert und sein Schwiegersohn Giorgio. Robert wurde in Wien geboren, lebte aber viele Jahre in Neapel: „Zu einem gewissen Punkt bin ich mehr Italiener als Wiener.” Nach über 40 Jahren in der internationalen Luxushotellerie will er dieses Lebensgefühl nach Wien übertragen. Giorgio stammt aus Neapel und bringt Küche und Kaffeekultur ein.

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Die Idee ist schon länger gereift. Robert hat sie über Jahre weitergesponnen. Das Lokal selbst sah er erstmals 2019. Dazwischen gab es ein anderes Projekt, dann wurde die Fläche plötzlich frei. Das Team hat alles selbst renoviert und im italienischen Stil eingerichtet. Aktuell ist das Business eine Familienangelegenheit.

Vom Cornetto zum Aperitivo Rinforzato

Der Tag beginnt typisch italienisch, also süß mit Cornetti aus eigener Produktion, die Vanillecreme wird selbst angesetzt und das schmeckt man. Torta Caprese und pikante Alternativen gibt’s ebenso im Angebot. Ab dem Nachmittag wird es Zeit für Salziges. Robert nennt es „Aperitivo Rinforzato”, den verstärkten Aperitivo: Bruschette, Focaccia, Panini, kleine Antipastiteller, Pane, burro e alici mit selbst gemachter Butter – dazu ein Glas Wein, ein Prosecco oder ein Negroni Sbagliato.

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Das Motto bei den Produzent:innen: Man kennt sich!

Die Weinliste bleibt kurz: Kampanien, Sizilien, Toskana, durchwegs kleine Betriebe, deren Produzenten die Familie persönlich kennt. Dasselbe gilt für die Lebensmittel, die alle handwerklich erzeugt werden und ohne Konservierungsstoffe auskommen.

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„Es wird immer mehr industriell”, sagt Robert. Der Gegenentwurf ist Handarbeit, bis in die Einrichtung: Tische und Bar wurden eigens angefertigt, dazu handbemalte Keramik und mediterrane Farben. Sogar die Bistro Tische versprühen Italo-Urlaubslaune. Roberts Konzept des Nachbarschaftslokals und Treffpunkts für alle könnte hier Wirklichkeit werden. Das Angebot stimmt, das Ambiente auch und die Gastgeber sowieso. 

i Mulini – Caffè Mediterraneo 

Josefstädter Straße 53, 1080 Wien

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