Weberknecht-Betreiber insolvent

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Über die ehemalige Betreibergesellschaft des Wiener Clubs Weberknecht wurde ein Konkursverfahren eröffnet. Der Club wird mittlerweile von einer neu gegründeten, personell ident besetzten Gesellschaft betrieben und kündigt weiterhin Veranstaltungen an.

Über das Vermögen der GASTRODROID GmbH wurde am 14. September 2026 am Handelsgericht Wien ein Konkursverfahren eröffnet. Das Unternehmen mit Sitz am Lerchenfelder Gürtel 47 war die Betreibergesellschaft des dort ansässigen Club-, Bar- und Veranstaltungsbetriebs Weberknecht.

Das Verfahren wurde laut Alpenländischem Kreditorenverband (AKV) auf Antrag eines Gläubigers eröffnet. Eine Eigenverwaltung besteht nicht, zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Martin Kirnbauer bestellt. Die Anmeldefrist für Forderungen läuft bis 26. Oktober, die erste Gläubigerversammlung sowie Prüfungs- und Berichtstagsatzung sind für 9. November angesetzt.

Zur Höhe der Verbindlichkeiten und zu den Ursachen der Insolvenz liegen derzeit noch keine Angaben vor. Laut AKV müssen sowohl die Insolvenzursachen als auch die aktuellen Vermögensverhältnisse erst im Zuge des Verfahrens geprüft werden.

© Weberknecht

Betrieb mittlerweile unter neuer Gesellschaft

Das Weberknecht wird laut Angaben des Lokals mittlerweile von der im März 2026 gegründeten Weberknecht Gastro GmbH betrieben. Personell gibt es zwischen den beiden Gesellschaften keine Veränderung: Viktor Szabo ist Geschäftsführer, Anton Schöfmann jeweils Alleingesellschafter. Seit April verfügt die neue Gesellschaft über eine Gastronomieberechtigung für den Standort am Lerchenfelder Gürtel 47.

Wann und aus welchem Grund der Betrieb von der GASTRODROID GmbH auf die Weberknecht Gastro GmbH überging, ist nicht bekannt. Das aktuelle Konkursverfahren betrifft jedenfalls ausschließlich die GASTRODROID GmbH.

Der Betrieb im Weberknecht läuft unterdessen offenbar weiter. Auf der Website und den Social-Media-Kanälen werden weiterhin Veranstaltungen für die kommenden Wochen und Monate angekündigt.

Nicht die erste Insolvenz rund um Weberknecht

Bereits 2020 wurde über die damalige Weberknecht GmbH ein Sanierungsverfahren eröffnet, 2023 folgte ein Konkursverfahren. Die Gesellschaft wurde mittlerweile aus dem Firmenbuch gelöscht. Auch dabei handelte es sich um eine andere Betreibergesellschaft als die nun insolvente GASTRODROID GmbH.

Wie sich das aktuelle Konkursverfahren auf das Weberknecht auswirkt, bleibt damit vorerst offen. Fest steht: Der Club wird aktuell von einer rechtlich eigenständigen Gesellschaft betrieben, während das Insolvenzverfahren die ehemalige Betreibergesellschaft betrifft. Unabhängig davon, wie es weitergeht: Für die Wiener Lokalszene, vor allem die Beislkultur am Gürtel wäre ein Zusperren des Weberknechts auf jeden Fall ein herber Verlust.

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