Roland Soyka zählt zu den spannendsten Gastgebern Wiens. Mit dem „Stuwer“ hat er bewiesen, wie modern, kreativ und voller Leben urbane Wirtshauskultur sein kann. Im Sommer eröffnete er sein neues Projekt „merk&würdig“. Auf nur 80 Quadratmetern vereint es Aperobar, Bistro und Fine Dining – inspiriert von Metropolen wie Paris, Barcelona oder New York.
Roland Soyka ist ein Querdenker, der Genuss mit Haltung verbindet. Ihn treibt die Lust an, Neues auszuprobieren und Grenzen verschwimmen zu lassen. Mit seinem neuesten Lokal „merk&würdig“ ist im das gelungen, denn hier, in einem ehemaligen Copyshop, vereinen sich lockere Aperobar, Bistro und exklusives Fine Dining. Gemeinsam mit Küchenchef Philipp Janisch, der zuvor im Wiener Donauturm kochte, setzt er auf Qualität, Handwerk und Produkte, die mit Leidenschaft zubereitet werden. Seine Gerichte reichen von Alpsaibling mit Melanzani und Verbene bis Paprikahuhn mit Kroketten und Kimchi – überraschend, präzise und erfrischend unkonventionell. „Perfektion ist der Tod von Gut“, sagt er. „Perfektion lähmt – Handeln bewegt.“ Wir haben den Wiener Gastronom zum Kurz-Interview gebeten.

Perfektion ist der Tod von Gut. Perfektion lähmt – Handeln bewegt.
Roland Soyka
Auf den Punkt
Persönliche Fragen – ehrliche Antworten.
Was ist das Erste, das Sie morgens machen?
Kaffee! In den meisten Fällen hat meine Frau ihn schon gemacht – und ehrlich gesagt ist das meine Rettung.
Was empfinden Sie als größten Luxus in Ihrem Leben?
Mit meiner Familie auf Urlaub zu fahren: andere Kulturen, andere Speisen – und dabei den Alltagsdruck loszuwerden.
Wie entspannen Sie am besten nach einem anstrengenden Arbeitstag?
Mit meinem neun Monate alten Sohn spielen. Da vergesse ich alles andere.
Ihr allerliebster Zeitvertreib?
Neue Konzepte zu erarbeiten. Manche nennen das Arbeit – für mich ist es Leidenschaft.
Ihre absolute Leibspeise – und ein Gericht, mit dem man Sie verjagen kann?
Alles, was vollmundig ist und Umami hat – von Backhendl über Ramen bis Asado. Vertreiben kann man mich mit Nieren.
Was ist Ihr wertvollster Besitz?
Meine Restaurants – alles, was ich selbst aufgebaut habe.
Ihr Lieblingswort?
„Genuss“ – weil es alles vereint: gutes Essen, Trinken, schöne Momente, das Leben auskosten.
Ihre größte Stärke – und Ihre größte Schwäche?
Meine größte Stärke ist meine Hartnäckigkeit. Meine Schwäche: Ungeduld.
Welche Fähigkeit hätten Sie gerne?
Ich wünschte mir mehr Gelassenheit. Wenn es auch etwas Übernatürliches sein darf, dann würde ich mir wünschen, teleportieren zu können.
Welcher Film hat Sie zuletzt berührt?
Animationsfilme mit meiner Tochter – wegen ihrer Freude und Emotionen.
Welche kleine Marotte würden Ihre Freunde sofort über Sie erzählen?
Dass ich immer hundert Ideen gleichzeitig habe – und gerne gleich über deren Umsetzung rede.
Welchen Ratschlag würden Sie Ihrem jüngeren Ich geben?
„Hab Geduld und vertrau dir selbst.“
Ihr Lebensmotto?
„Perfektion ist der Tod von Gut. Perfektion lähmt – Handeln bewegt.“
merk&würdig
Das neueste Lokal von Roland Soyka in der Wiener Leopoldstadt vereint Aperobar, Bistro und Fine Dining in einem urbanen Setting. Küchenchef Philipp Janisch interpretiert klassische Aperitivo-Kultur mit kreativen Gerichten wie Alpsaibling mit Melanzani und Verbene oder Paprikahuhn mit Kroketten und Kimchi. Sauerteigbrot, Fermentiertes und hausgemachte Cracker entstehen ebenso vor Ort wie das wechselnde Chef’s-Choice-Menü. Ergänzt wird das Konzept durch Schaumweine von Cava bis Crémant, italienische Cocktails und hausgemachte Spezialitäten. merk&würdig ist ein Ort für den schnellen Apéro ebenso wie für den langen Genussabend.

merk&würdig
Ausstellungsstraße 53
1020 Wien
www.merkundwuerdig.at












