Herbstzeit ist Wildzeit. Für Liebhaber von Reh, Hirsch und Fasan ein guter Grund, wieder einmal ausgiebig essen zu gehen. Wo Sie Wildgerichte auf höchstem Niveau genießen können, erfahren Sie hier.
GastroNews zur bevorzugten Google-Quelle machen Gastro.News zur bevorzugten Google-Quelle machenOb zart geschmortes Ragout oder rosa gebratener Rücken: Wild lässt sich auf viele Arten genießen. Dazu flaumige Knödel, Rotkraut und Preiselbeeren, so mögen es viele am liebsten. Aber auch abseits der Klassiker gibt es einiges zu entdecken. Wir haben uns in Wien und Niederösterreich umgesehen und eine Auswahl für Ihren nächsten Wildgenuss zusammengestellt.

Restaurant Vestibül
Universitätsring 2, 1010 Wien

Wild gehört im Vestibül das ganze Jahr auf die Karte. Küchenchef Christoph Schuch arbeitet dafür eng mit seinen Lieferanten zusammen. Diese Zusammenarbeit ist die Grundlage für eine Küche, die sich mit dem Produkt beschäftigt und auch jene Stücke schätzt, die neben Rücken und Filet oft zu wenig Aufmerksamkeit bekommen.
Das passt zu einem Haus, in dem man sich gerne etwas intensiver mit der Wiener Küche auseinandersetzt. Ein glasiertes Wildschweinbratl oder ein sorgfältig geschmortes Rehragout haben hier ebenso ihren Platz wie ein rosa gebratener Hirschrücken. Dazu kommen Begleiter, die Lust aufs Probieren machen: würziger Chinakohl etwa, Orange oder eine Palatschinke mit Walnuss und Ribisel. Wer Wild liebt, findet im Vestibül also auch abseits der üblichen Herbstsaison einen Anlass für einen Abend im Burgtheater.
Von 27. bis 31. Oktober 2026 gibt es außerdem ein Wildmenü in fünf Gängen um 121 Euro pro Person inklusive eines Glases Rotwein, zuzüglich 5,90 Euro Gedeck.

Pichlmaiers zum Herkner
Dornbacher Straße 123, 1170 Wien

Das Pichlmaiers zum Herkner steht für moderne, österreichische Qualitätsküche und Wienerwald-Charme. Hier werden die Gerichte nach österreichischem Vorbild zubereitet und mit Raffinesse verfeinert. Dazu kommt die Küche von Roman Artner, der österreichische Gerichte mit eigenen Ideen weiterentwickelt.
Das Haus gehört bereits zur bisherigen Wildauswahl. Wer ausdrücklich für Reh oder Hirsch kommt, klärt das bei der Reservierung und erspart sich eine enttäuschte Vorfreude.

Mörwald “Zur Traube”
Kleine Zeile 13-17, 3483 Feuersbrunn

In Feuersbrunn gehört ein gutes Essen ebenso zum Besuch wie ein Glas Wein vom Wagram. Im Restaurant „Zur Traube“, dem Stammhaus von Toni Mörwald, bildet die österreichische Küche die Grundlage. Klassische Gerichte werden mit Sorgfalt zubereitet und immer wieder um neue Ideen ergänzt.
Wild hat in dieser Küche seinen festen Platz. Ob als feine Pastete, kräftiges Schmorgericht oder kurz gebraten: Die unterschiedlichen Zubereitungen zeigen, wie viel sich aus Reh, Hirsch und Wildschwein machen lässt. Die Weinregion liegt direkt vor der Tür und liefert reichlich Möglichkeiten für die passende Begleitung.

Restaurant Buxbaum
Grashofgasse 3 im Heiligenkreuzerhof, 1010 Wien

Mitten im ersten Bezirk und doch etwas versteckt liegt das Buxbaum im Heiligenkreuzerhof. Schon der Innenhof hat einen besonderen Charme. Hier verabredet man sich gerne zum Essen, bestellt eine Flasche Wein und nimmt sich Zeit für einen Abend, an dem das Gespräch genauso wichtig ist wie das, was auf den Tisch kommt.
Die Küche orientiert sich an der Saison und lässt dabei Raum für ungewöhnliche Kombinationen. Gerade bei Wild lohnt sich das: Fruchtige, nussige oder leicht bittere Zutaten geben dem kräftigen Fleisch ganz unterschiedliche Begleiter. Wie das im Buxbaum aussehen kann, zeigt der Schlögel vom Wildschwein mit Castelfranco, Feige und Pinienkernen. Die Süße der Feige trifft auf die feine Bitternote des Blattsalats, die Pinienkerne bringen Biss dazu.
Das macht die Adresse für alle interessant, die Wild lieben und sich bei den Beilagen gerne überraschen lassen. Auch wer sonst am liebsten Rehragout mit Knödel bestellt, bekommt hier einen guten Anlass, einmal etwas anderes zu probieren.

Landgasthaus Böhm
Dorfstraße 4, 3004 Weinzierl

Im Landgasthaus Böhm in Weinzierl gehört Wild zu einer österreichischen Küche, die Lust auf ein ausgedehntes Essen macht. Michael und Maria Böhm führen das Haus mit persönlicher Gastfreundschaft. Hier lässt sich ein Ausflug gut bei mehreren Gängen und einem Glas Wein ausklingen lassen.
Beim Wild zeigt sich, dass auch die weniger bekannten Stücke Aufmerksamkeit verdienen. Gebackener Rehbauch mit Feigenchutney und Cole Slaw ist dafür ein schönes Beispiel. Die knusprige Zubereitung, die Frucht und der frische Krautsalat geben der Vorspeise einen ganz eigenen Charakter.
Mit dem Rehragout und seinen Serviettenknödeln kommt anschließend ein vertrauter Liebling auf den Tisch. Ein Gericht, bei dem man sich gerne Zeit lässt und die Beilage mindestens genauso schätzt wie das Fleisch. Wer Wild sowohl klassisch als auch in anderen Zubereitungen mag, findet beim Böhm gute Gründe für einen Besuch.
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