Pünktlich zum Oktoberfest sorgt ein bayerisches Start-up für Furore: Brizza – eine Mischung aus Brezel und Pizza. Aus einem Zufall im Gasthaus entstanden, hat es die Brezel-Pizza nun bis ins Tiefkühlregal geschafft. Wir stellen den wohl passendste Snack zur Wiesnzeit vor.
Was passiert, wenn man zwei kulinarische Klassiker miteinander kombiniert? Im Fall von „Brizza“ entsteht ein völlig neues Geschmackserlebnis in Form einer Pizza aus Brezelteig. Außen knusprig, innen fluffig – und mit all den Belägen, die man auch von einer italienischen Pizza kennt. Eine Mischung, die zunächst im Gasthaus der Gründerin für Überraschung sorgte und nun ihren Weg in die österreichischen Supermärkte gefunden hat.

Eine glückliche Fügung
Hinter Brizza stehen die Geschwister Jennifer und Sascha Zeller aus dem bayerischen Aschaffenburg. Jennifer führt seit vielen Jahren ihr Wirtshaus „Wurstbendel“, wo klassische deutsche Küche serviert wird – vom Krustenbraten bis zur Laugenbrezel. Eines Tages passierte etwas, das man im Nachhinein wohl als glückliche Fügung bezeichnen kann: Vergessene Brezel-Teiglinge führten zu einem spontanen Experiment. Statt wie gewohnt Brezeln daraus zu formen, wurden die Teiglinge ausgerollt, belegt und gebacken. Das Ergebnis: eine Art Pizza, die nach Brezel schmeckte. Die Gäste waren begeistert – die Brizza war geboren!
Gutes wird bekanntlich noch besser, wenn man es zusammenbringt. Inspiriert von viralen kulinarischen Kreationen wie Cronut, Bruffin & Co. wollten wir Klassiker aus zwei Kulturen “verheiraten”: Bayerische Brezel und italienische Pizza. Das war die Geburtsstunde von Brizza!
Jennifer Zeller
Vom Wirtshaus ins Tiefkühlregal
Die Eigenkreation wurde rasch zum Bestseller auf der Speisekarte. Doch die Begeisterung beschränkte sich nicht auf das Wirtshaus-Publikum. Immer öfter wurde nachgefragt, ob es die Brizza auch für zuhause gäbe. Jennifer Zeller griff die Idee auf, baute eine eigene Produktion auf und brachte die Brizza schließlich als Tiefkühlprodukt auf den Markt.
Dabei zeigte sich schnell: Was so einfach klingt, ist logistisch eine große Herausforderung. Vom handgemachten Einzelstück im Gasthaus zur Massenproduktion für den Handel war es ein weiter Weg. Teigführung, Backprozesse, Verpackung und Haltbarkeit mussten neu gedacht werden. Doch das Gründer-Duo ließ sich nicht entmutigen.
Der entscheidende Schritt gelang mit der Aufnahme in das Young & Urban-Programm von SPAR. Die Initiative unterstützt junge Food-Startups dabei, ihre Produkte in den Supermarkt zu bringen – mit Beratung, Vertriebs-Know-how und einer österreichweiten Platzierung. Seit September ist die Brizza in den Sorten Margherita, Salami und – rechtzeitig zum Oktoberfest – Weißwurst (je € 3,99) in 1.500 SPAR-Filialen erhältlich und sorgt dort für Aufsehen.

Mehr als ein Gag
Die Brizza ist kein kurzfristiger Hype, sondern ein ernst gemeintes Produkt mit Expansionspotenzial. Das Produkt reiht sich ein in eine ganze Serie kulinarischer Hybridprodukte, die in den vergangenen Jahren weltweit Furore gemacht haben – vom Cronut über den Cragel bis hin zum Cröner. Doch die Brizza hat das Potenzial, sich als eigenständige Marke durchzusetzen. Denn sie ist nicht nur ein Gag für Oktoberfest-Fans, sondern ein Produkt, das im Alltag funktioniert: vertraut genug, um schnell Fans zu finden, und gleichzeitig originell genug, um aufzufallen.












