Der 19. Bezirk trägt seinen Ruf als feine Adresse auch kulinarisch zur Schau. Zwischen eleganten Villen und schattigen Gassen liegen die klassischen Heurigen, die mit Wein aus den eigenen Rieden und einfachen, ehrlichen Speisen locken. Käsekrainer und Liptauer-Brote gehören hier genauso dazu wie frisch eingeschenkter Grüner Veltliner- ein Stück Wiener Kultur, das nie aus der Mode kommt. Daneben zeigt sich Döbling von einer weltoffenen Seite. In den Grätzeln rund um Grinzing und Sievering finden sich neben den traditionellen Stuben auch moderne Lokale, die internationale Einflüsse mit regionalen Zutaten verweben. So entsteht eine Mischung aus Bodenständigkeit und kosmopolitischem Geschmack- ein kulinarisches Panorama, das von deftiger Brettljause bis zu feinen Menüs reicht, immer begleitet vom Blick über die Weingärten der Stadt.

One Night in Beijing
Nußdorfer Platz 8, 1190 Wien

Am Nußdorfer Platz im 19. Bezirk bringt das One Night in Beijing die Vielfalt der chinesischen Küche nach Wien. Mittelpunkt ist die aufwendig zubereitete Beijing-Ente: über 24 Stunden mariniert, gegrillt und mit Mango, Gurke, Lauch und gedämpften Reisfladen serviert. Dazu kommen handgemachte Dim Sum, Sushi- und Maki-Kreationen sowie ausgewählte Meeresspezialitäten. Die Gerichte entstehen täglich frisch aus natürlichen Zutaten und verbinden traditionelle Rezepte mit modernen Akzenten.
Hinter dem Konzept steht Inhaberin Weny Sun, die ihre Erfahrung aus Mode- und Gastronomiebranche in ein elegantes Restaurant einbringt. Neben Dinner und Take-away-Angeboten hat sich auch der wöchentliche Chinese Brunch etabliert, der sonntags einen besonderen Einblick in die kulinarische Bandbreite bietet. Mit seiner Mischung aus authentischer Küche, sorgfältiger Zubereitung und stilvollem Ambiente ist One Night in Beijing ein Fixpunkt für asiatische Gastronomie in Döbling.

Restaurant Eckel
Sieveringer Straße 46, 1190 Wien

Das Restaurant Eckel in Sievering zählt seit Jahrzehnten zu den Klassikern der gutbürgerlichen Wiener Gastronomie. Seit 1901 steht der Name für österreichische Kochtradition, seit 1952 am heutigen Standort im 19. Bezirk. Heute führt Christine Mueller-Zarl den Betrieb gemeinsam mit ihrer Familie bereits in vierter Generation. Auf den Tellern finden sich Wiener und Butterschnitzel, Zwiebelrostbraten, Krautrouladen oder gefüllte Paprika – Gerichte, die auf frischen Produkten und klarer Handschrift beruhen. Fisch und Hummer gehören ebenso dazu wie Mehlspeisen: Brandteigkrapferl, Marillenknödel oder der „Pfannkuchen Rothschild“ nach einem Rezept des Urgroßvaters Julius Eckel.
Neben der Küche ist es vor allem die Kontinuität, die den Eckel auszeichnet: ein Stammpublikum, das die persönliche Atmosphäre schätzt, und ein Service, das seit Generationen auf Verlässlichkeit setzt. Im Sommer bietet der schattige Gastgarten unter Linden- und Kastanienbäumen einen der schönsten Plätze Wiens. Die rund 400 Positionen auf der Weinkarte – von österreichischen Klassikern bis zu internationalen Raritäten – gelten seit Jahren als eine der besten Auswahlen der Stadt. Der Eckel ist damit gleichermaßen Adresse für besondere Anlässe wie für Gäste, die zeitlose Wiener Küche im Alltag suchen.

Amador
Grinzingerstrasse 86, 1190 Wien Austria

Das Restaurant Amador im 19. Bezirk ist das erste und bislang einzige Drei-Sterne-Restaurant Österreichs. Küchenchef Juan Amador verbindet hier mediterrane Wurzeln mit internationaler Handschrift und präziser Wiener Verortung. Auf dem Menü stehen Gerichte wie Wiener Tafelspitz 2.0, Carabinero aus Huelva mit Ajo Blanco und grünen Mandeln oder Steinbutt aus der Bretagne mit Wachauer Marille, Steinpilz und Kalbsbries. Klassiker wie Apfelstrudel 2.0 oder ein „dekonstruierter Eiskaffee“ übersetzen Wiener Traditionen in zeitgenössische Formen.
Zum Menü gehören auch sorgfältig ausgewählte Begleitungen: Brot von Julius Brantner, Butter von Jean-Yves Bordier und ein eigens kreiertes Olivenöl „Cuvée Amador“. Mit Gerichten wie „Parfum de Siam“ – Poltinger Reh mit Karfiol und grünem Curry oder der Dessertkomposition „Strawberry Fields Forever“ zeigt Amador die Spannweite seiner Küche zwischen präziser Technik, internationalen Aromen und Referenzen an Kunst und Popkultur. Das Menü wird aktuell zum Preis von 395 Euro angeboten.

Der Hirt
Eisernenhandgasse 8, 1190 Wien

Hoch über Wien, am Nussberg im 19. Bezirk, liegt die Buschenschank Der Hirt – seit 1935 ein Fixpunkt der Wiener Heurigenkultur. Wer hier einkehrt, sitzt zwischen Reben, blickt über die Donau und auf die Stadt und erlebt Heurigen-Tradition mitten im Grünen. Auf den Tellern stehen Aufstriche, Aufschnitte, frische Salate und warme Schmankerln, die zum Teilen gedacht sind. Besonderes Highlight: die Etageren, die gleich mehrere Klassiker für zwei Personen vereinen und damit ein Stück Wiener Geselligkeit auf den Tisch bringen.
Zum Essen kommt der Wein aus eigenem Anbau, die Reben wachsen nur wenige Meter von den Tischen entfernt. Im Sommer laden Panoramaterrassen und Pergola-Lounge zum Verweilen ein, während im Winter die gemütliche Stube mit Kamin Wärme spendet.

Am Roan
Häuserl-am-Roan-Brücke 58, 1190 Wien

Das am roan im Wienerwald verbindet Wiener Küche mit regionaler Leichtigkeit und internationalem Einschlag. Die Küche versteht Wiener Tradition als Melange, die seit jeher Einflüsse von außen aufgenommen hat und bringt so Gerichte, die bodenständig bleiben und dennoch überraschende Nuancen zeigen.
Neben dem Essen prägt die Lage den Charakter des Hauses. Von der Terrasse reicht der Blick über ganz Wien, während der weitläufige Garten mit Schafen, Hühnern und Wiesen eine ländliche Kulisse schafft. Ob Sonntagsbesuch, Feier oder Seminar: Das am roan ist Restaurant, Ausflugsziel und Rückzugsort zugleich.












