Marktplatz der Fermente

Angelika Kraft

© Augora Fermente


Wer Wien kulinarisch erkunden will, darf bei Augora Fermente in Mariahilf nicht vorbeigehen. Alexandra Liberda hat hier einen Marktplatz für alles geschaffen, was blubbert, gärt und Geschmacksexplosionen verspricht – vom Kimchi bis zum Kombucha. Hier wird gegessen, gelernt und eingekauft – und das alles mit einer Portion Wiener Charme.

Was vor vielen Jahren als Hobby begann, ist heute ein kulinarisches Zentrum für Fermentations-Fans. Alexandra Liberda, einst Archäologin und IT-Spezialistin, hat 2021 Augora eröffnet und widmet sich seither leidenschaftlich den kleinen Helfern im Glas: Bakterien, Hefen und Enzyme. Ihr Konzept? Drei Schwerpunkte: essen, kaufen, selber machen.

Wer mittags vorbeischaut, darf sich auf täglich wechselnde Gerichte freuen – von asiatisch inspirierten Krautfleckerl bis zu herzhaften Fleisch- und Fischgerichten, aber natürlich immer mit einem fermentierten Twist. Die Gerichte können vor Ort genossen oder als Take-away mitgenommen werden – ideal für den schnellen Lunch oder ein genussvolles Abend-Picknick auf der kleinen Terrasse.

Mehr als ein Restaurant


Das Augora ist jedoch noch viel mehr als ein Restaurant. In der Greißlerei finden sich fermentierte Lebensmittel in allen Varianten: Kimchi, Sauerkraut, Tempeh, Natto, Umami-Pasten, fermentierte Pfefferkavier, Salzzitronen, Kombucha, Sauerbier, Naturwein, Joghurt und Rohmilchkäse. Sogar ungewöhnliche Spezialitäten wie Hecht-Bottarga oder pfeffriges Miso aus überschüssigen Mungobohnen sind Teil des Sortiments. Nachhaltigkeit wird hier großgeschrieben: Lebensmittel, die sonst ungenutzt blieben, werden aufgewertet und haltbar gemacht – ein Ansatz, der Geschmack, Gesundheit und Wirtschaftlichkeit clever kombiniert.

© Augora Fermente

Worshop & Wissens-Hub

Wer selbst fermentieren möchte, bekommt bei Augora die passende Unterstützung. Regelmäßig finden Kurse statt, in denen Liberda ihr Know-how weitergibt. Sauerteig, Kombucha oder Kimchi – hier lernt man die Kunst der Fermentation praktisch kennen. Rezepte gibt es kaum, denn: „Morgen schmeckt’s sowieso wieder anders“, lacht sie. Wer lieber einfach genießen will, entdeckt in den Workshops und im Lokal ein Universum voller Geschmack, von herzhaft bis süß, von spritzig bis umami.

Ach ja – der Name „Augora“ ist übrigens eine Wortschöpfung aus Aurora, der lateinischen Bezeichnung für Morgenröte und Agora, dem griechischen Marktplatz.


Augora Fermente
Stumpergasse 1a
1060 Wien

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag von 10:30 bis 19 Uhr,
Samstag von 10:30 bis 17 Uhr

www.augora.at