Zum Tag des Kaffees am 1. Oktober erzählt Tobias Scharinger, Head of Coffee im Elias Coffee Shop, von seiner Hausröstung aus Honduras, einem ungewöhnlich gemischten Publikum und den Menschen hinter jeder Tasse.
Espresso oder Hand-Brew: So trinkt Tobias Scharinger seinen Kaffee am liebsten. „Ganz stereotypisch als Barista“, sagt der Head of Coffee des Elias Coffee Shop. Fragt man ihn hingegen, was einen guten Kaffee ausmacht, spricht er zuerst über Menschen. „Der beste oder interessanteste Kaffee ist für mich nur halb so gut, wenn der emotionale Zugang dazu fehlt.“
Ein Coffee Shop im Ringstraßenpalais
Scharingers Arbeitsplatz liegt im Almanac Palais Vienna am Parkring, direkt gegenüber dem Stadtpark. Das Elias ist eine moderne Kaffeebar im historischen Palais: helle Farben, klare Linien und zeitgenössische Kunst prägen den Raum. Wer wenig Zeit hat, nimmt den Kaffee mit; wer bleiben möchte, kann sich im Café oder bei passendem Wetter im Gastgarten eine Pause gönnen.
Dabei ist das Elias keineswegs nur ein Treffpunkt für Hotelgäste. „Wir schätzen uns sehr glücklich, einen so vielfältigen Gästemix zu haben“, erzählt Scharinger. Er nennt Kaffee-Enthusiasten und Profis aus der Specialty-Coffee-Szene, aber auch Familien, Studierende, Touristen und Berufstätige auf dem Weg ins Büro. Manche wollen über Bohnen und Zubereitung sprechen. Andere möchten einfach einen guten Kaffee.
Für jede Tageszeit etwas anderes
Das Elias will mehr bieten als Getränke und Mehlspeisen. „Wir möchten nicht nur einen Ort schaffen, an dem man einen guten Kaffee trinken kann, sondern einen Raum, der verschiedene Momente im Alltag unterstützt“, sagt Scharinger. Deshalb ist das Angebot in fünf Kategorien gegliedert: „Think“, „Energize“, „Defend“, „Recover“ und „Chill“.
Auf der Karte stehen ausschließlich vegane Speisen, die das Team bewusst zusammenstellt. Scharinger möchte damit kein strenges Gesundheitsprogramm verkaufen: „Es geht dabei aber nicht um Verzicht oder darum, ein einseitiges Gesundheitsbild zu vermitteln. Vielmehr wollen wir zeigen, dass bewusste Ernährung und Genuss miteinander funktionieren können.“ Sein Wunsch ist, dass Gäste im Elias etwas finden, das gerade zu ihrem Tag passt – sei es ein schneller Kaffee vor der Arbeit oder eine längere Auszeit.
Die goldene Mitte aus Honduras
Für die Hausröstung verwendet das Elias Kaffee aus Honduras. Entwickelt wurde die „Elias Bohne“ gemeinsam mit der Wiener Kaffeefabrik. Dabei ging es Scharinger nicht darum, nur ausgesprochene Kaffeekenner zu überzeugen. „Unser Ziel war es, im Geschmacksprofil eine goldene Mitte zu finden, die sowohl ‚Coffee Geeks‘ wie uns als auch Gäste anspricht, die einen klassischen Espresso bevorzugen.“
Dass die Bohnen in Wien geröstet werden, ist für ihn ebenfalls wichtig. „Da wir besonderen Wert auf möglichst lokal bezogene Produkte legen, arbeiten wir in Wien weitgehend mit der Kaffeefabrik zusammen“, erklärt er. So bleiben die Wege bei der Zustellung kurz, und die Zusammenarbeit stärkt aus seiner Sicht die Wiener Kaffeeszene.
Auch die tschechische Rösterei Nordbeans gehört zum Elias-Konzept. Während das Team in Wien vor allem mit der Kaffeefabrik arbeitet, beziehen die Kolleginnen und Kollegen in Prag ihren Kaffee hauptsächlich von Nordbeans. „Die jeweiligen Hausröstungen sind aber in den Regalen beider Coffee Shops zu finden“, sagt Scharinger.
Was vom Wiener Kaffeehaus bleibt
Im Elias stehen Specialty Coffee und veganes Essen auf der Karte. Trotzdem sieht Scharinger eine klare Verbindung zur Wiener Kaffeehauskultur: Kaffee ist für ihn weiterhin ein Anlass, zusammenzukommen, ins Gespräch zu kommen oder für eine Weile den Alltag hinter sich zu lassen. „So trifft Wiener Kaffeehausgefühl auf einen modernen Lebensstil“, sagt er.
Ihm geht es dabei auch um jene Menschen, die Gäste nie zu Gesicht bekommen. „Wenn wir eine Bestellung zubereiten, gießen wir nicht nur unsere Leidenschaft für die Bohne und unsere Arbeit in jede Tasse, sondern auch unsere Wertschätzung für ihren Ursprung – für die Familien auf den Kaffeefarmen, die Lieferant und die Röster.“ Ebenso wichtig ist ihm der Kontakt auf der anderen Seite des Tresens: „Gleichzeitig lernen wir unsere Gäste mit jeder Tasse ein Stück besser kennen.“
Eine Überraschung zum Tag des Kaffees
Für den 1. Oktober hat sich das Elias-Team etwas einfallen lassen. Die kleine Überraschung soll den Gästen Freude machen und „etwas Humor und Spaß in den Bestellablauf bringen“, verrät Scharinger. Was genau geplant ist, behält er noch für sich. Wer an diesem Tag mit ihm über Kaffee ins Gespräch kommt, weiß immerhin schon, was er selbst am liebsten trinkt: einen Espresso oder einen Hand-Brew.
Der Elias Coffee Shop gegenüber dem Stadtpark ist Ihr Spezialitätencafé im Herzen Wiens und täglich geöffnet.
Mo – Fr: 7:30 Uhr – 18:00 Uhr
Sa & So: 8:30 Uhr – 18.00 Uhr












