Soleá bringt Sonne nach Neubau

Ina Dieringer

Kaffee, spanischer Wein und viel Sonne im Namen: In der Kaiserstraße hat Matilda mit dem Café Soleá ihr erstes eigenes Lokal eröffnet. Die Oberösterreicherin bringt dafür nicht nur Gastroerfahrung, sondern auch sieben Jahre Portugal und Spanien mit nach Wien.

Seit 18. September gibt es in der Kaiserstraße 60 in Wien-Neubau eine neue Adresse für Kaffee, Wein und kleine Schmankerl. Hinter dem Café Soleá steht Matilda, die das Lokal als alleinige Gründerin eröffnet hat – und dort auch selbst möglichst oft anzutreffen sein will. „Da es mir sehr wichtig ist, dass sich jeder sehr wohl bei mir fühlt und mein kleines Lokal als zweites Wohnzimmer für ein Coffee Date alleine oder auch in Gesellschaft sieht, ist mir die Präsenz im Lokal von Anfang an sehr wichtig“, erzählt sie im Gespräch mit Gastro.News.

Von Oberösterreich über Spanien nach Wien

Ganz neu ist die Gastronomie für Matilda nicht. Aufgewachsen ist sie in Oberösterreich, 2013 schloss sie dort die Tourismusfachschule ab. Der Wunsch nach einem eigenen Lokal begleitete sie bereits seit Jahren. „Somit war der Traum beziehungsweise die Idee vom eigenen Lokal nicht allzu fremd“, sagt sie.

Erfahrungen sammelte sie in ganz unterschiedlichen Betrieben: im klassischen Wirtshaus ebenso wie in einer Cocktailbar und einem Eiscafé. „Ich habe damals wie auch heutzutage noch stets jede Möglichkeit genützt, die sich mir ergeben hat, um Neues zu lernen.“ Besonders ein Aspekt der Gastronomie ist ihr dabei in Erinnerung geblieben: die Menschen. „Was mir stets am meisten an der Gastronomie gefallen hat, waren all die interessanten und unterschiedlichsten Menschen, die man dadurch kennenlernt – vor allem die Gäste.“

Beruflich zog es Matilda später dennoch zunächst aus der klassischen Gastronomie in die Tourismusbranche – und für insgesamt sieben Jahre nach Portugal und Spanien. Diese Zeit prägt nun auch ihr eigenes Lokal in Wien. „Daher stammt auch der mediterrane Touch im Soleá – sei es im Namen des Lokals, in den Bodenfliesen oder auch beim spanischen Wein, der angeboten wird.“

Die Sonne steckt schon im Namen

Auch der Name Soleá ist eine Referenz an den Süden. Er leitet sich laut Matilda vom spanischen „Sol“, also Sonne, ab. Genau dieses Gefühl möchte sie in ihrem Café vermitteln. „Ich möchte in meinem Lokal die Leichtigkeit, Freude und einfach eine gemütliche Atmosphäre schaffen, die wir oft erleben, sobald wir mit der Sonne beziehungsweise dem Sommer in Kontakt treten.“ Entsprechend war ihr auch bei der Einrichtung vor allem eines wichtig: Gemütlichkeit. Unterschiedliche Farben und Materialien sollen gleichzeitig Leben in den Raum bringen und, wie die Gründerin sagt, „Freude im Alltag schaffen“.

Kaffee, Matcha und Pumpkin Spice mit echtem Kürbis

Das kulinarische Motto fasst Soleá selbst mit drei Worten zusammen: „Kaffee, Wein & Schmankerl“. Statt einer möglichst umfangreichen Speisekarte setzt Matilda dabei bewusst auf ein überschaubares Angebot. „Mir ist Qualität wichtiger als Quantität“, erklärt sie.

Auf der Karte finden sich klassische Kaffeehausgetränke, bei denen der Fokus auf guten Zutaten und sorgfältiger Zubereitung liegen soll. Ergänzt wird Kaffee unter anderem durch Matcha und frisch zubereiteten Chai. Auch saisonale Getränke dürfen etwas aufwendiger ausfallen: Der Pumpkin Spice Latte wird etwa mit echtem Kürbispüree und einer selbst gemachten Pumpkin-Spice-Mischung zubereitet. Das Prinzip dahinter beschreibt Matilda unkompliziert: „Ich möchte nichts Neues erfinden, aber bodenständige Produkte durch Qualität zu etwas Besonderem machen.“ Der mediterrane Einfluss endet nicht beim Interieur. Neben den koffeinhaltigen Getränken stehen spanische Weine und Cava auf dem Programm. „Ich möchte den Kontext zu Spanien beibehalten“, sagt die Gründerin.

Ein Lokal für die Nachbarschaft

Gestartet ist Soleá am 18. September zunächst mit einem reduzierten Sortiment. In den darauffolgenden Wochen soll das Angebot Schritt für Schritt wachsen. Viel wichtiger als eine möglichst große Karte ist Matilda allerdings ohnehin, welche Rolle das Café langfristig im Grätzl einnimmt. „Meine Intention mit dem Lokal war von Anfang an, ein Nachbarschaftslokal zu werden, wo man sich trifft und ein geselliges Miteinander verbringen kann.“ Dabei soll Soleá nicht nur Treffpunkt für Gruppen oder Freund sein. Matilda möchte bewusst einen Ort schaffen, an dem man sich auch alleine gerne aufhält – „mit einem guten Buch oder bei einem ausgiebigen Coffee Date mit einer Freundin“. Nach sieben Jahren auf der Iberischen Halbinsel bringt sie damit ein Stück des dortigen Lebensgefühls nach Neubau: Sonne im Namen, spanischen Wein im Glas und ein Lokal, das im besten Fall für seine Stammgäste tatsächlich ein kleines zweites Wohnzimmer wird.

Café Soleá
Kaiserstraße 60, 1070 Wien

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