In der Praterstraße 12 im 2. Bezirk eröffnet Farhud Farassati mit Eisbazar eine kleine Eismanufaktur, in der Gelato nicht nur verkauft, sondern auch direkt vor Ort produziert wird. Der Fokus liegt auf handcrafted Eis mit Einflüssen aus verschiedenen Kulturen, eine Art kulinarische Reise durch unterschiedliche Geschmackswelten. Zu den Signature-Sorten zählt etwa ein aromatisches Safran-Eis, daneben finden sich klassische Favoriten ebenso wie ungewöhnlichere Kreationen mit internationalen Aromen.

Manchmal entstehen die besten Gastro-Ideen spätabends. Genau so erzählt Farassati die Geschichte hinter seinem neuen Eissalon Eisbazar in der Praterstraße im 2. Bezirk. „Die Idee ist nach einigen Gläsern Wein entstanden“, sagt er lachend. Nach einem üppigen Abend mit Freunden beim persischen Essen war eigentlich niemand mehr hungrig. Also teilte sich die Runde nur noch ein Eis als Dessert. „Das hat uns so gut geschmeckt, dass wir gesagt haben: Das machen wir einfach selbst nach.“
Während die meisten solche Einfälle am nächsten Morgen wieder vergessen, blieb Farassati dran. Kurz darauf stand er bereits mit einem kleinen Marktstand am Yppenplatz und verkaufte dort seine ersten eigenen Kreationen. Eis machen hat er sich selbst beigebracht – durch Ausprobieren, Tüfteln und viel Geduld. Jetzt folgt der nächste Schritt: zum Marktstand kommt zusätzlich das erste eigene Lokal. Mit Eisbazar auf der Praterstaße 12 im 2. Bezirk erfüllt sich Farassati nun den Traum vom fixen Standort. Die Lage ist perfekt für alle, die sich auf dem Weg zum Baden an der Donau oder nach einer sommerlichen Radtour auf der Donauinsel schnell eine Kugel Eis holen wollen.

Der kleine Salon ist minimalistisch gehalten, der Fokus liegt klar auf dem Produkt. In der Vitrine treffen klassische Sorten wie Haselnuss auf ungewöhnlichere Varianten wie schwarzer Sesam oder Matcha. Wer möchte, kann das Eis nicht nur im Becher genießen, sondern auch in 0,5- oder 1-Liter-Boxen mit nach Hause nehmen. Und weil Eis bekanntlich nicht nur im Hochsommer funktioniert, gibt es dazu auch Naturweine – eine Kombination, die perfekt zum entspannten, urbanen Konzept des Lokals passt.

Der Name Eisbazar ist dabei durchaus wörtlich zu verstehen. Farassati denkt sein Lokal nicht nur als Eissalon, sondern als eine Art kleinen Bazar – ein Ort, an dem immer wieder Neues auftaucht. Neben Eis sollen deshalb auch kleine Keramikstücke und handgemachte Dinge zum Verkauf stehen. Gleichzeitig möchte er den Raum bewusst offen für Künstlerinnen und Künstler halten. So soll der Eissalon langfristig mehr sein als nur eine Adresse für eine Kugel Eis – sondern ein kleiner Treffpunkt für Genuss und Kreativität.
Aus einer spontanen Dessert-Idee wurde so erst ein Marktstand und jetzt ein eigener Eissalon. Manchmal braucht es eben nur ein gutes Essen, ein besonders gutes Eis und jemanden, der die Idee tatsächlich weiterdenkt.












