LOU serviert chinesisches Soulfood

Avatar photo Anna Gugerell

© Lou Vienna

In der Kegelgasse im dritten Bezirk hat Gastronom Ou Dong im September das LOU eröffnet. Nach seinen SHOYU Restaurants widmet er sich damit einer Spezialität aus der chinesischen Provinz Shandong: Huang Men Ji, langsam geschmorten Gerichten aus dem Tontopf.

GastroNews zur bevorzugten Google-Quelle machen

Huhn mit Shiitakepilzen und Erdäpfeln, geschmorter Schweinebauch oder würziger Tofu: Im neuen LOU Claypot Kitchen nahe dem Hundertwasserhaus dreht sich alles um Huang Men Ji. Die ursprünglich aus der chinesischen Provinz Shandong stammende Spezialität wird in Tontöpfen zubereitet, in denen Fleisch, Gemüse und Gewürze gemeinsam schmoren. Hinter dem Konzept steht der Wiener Gastronom Ou Dong, der bereits mit seinen SHOYU Restaurants in der heimischen Gastronomieszene vertreten ist.

© Lou Vienna

Von der Airline in die Gastronomie

Ou Dong stammt aus China und wuchs in Österreich in einer Gastronomenfamilie auf. Trotzdem zog es ihn zu Beginn seiner beruflichen Laufbahn zunächst in andere Branchen. Unter anderem arbeitete er für eine große Airline, bevor er sich schließlich mit den SHOYU Restaurants selbstständig machte.

Heute führt er seine Betriebe als Familienunternehmen. Dabei stehen ihm nicht nur seine beiden Kinder zur Seite, die neben ihren Ausbildungen in den Restaurants mitarbeiten. Auch langjährige Mitarbeiter:innen gehören für ihn zur Familie.

Dieses enge Miteinander und Vertrauen prägt unsere Arbeit und ich hoffe, dass unsere Gäste diese persönliche Atmosphäre auch im LOU spüren werden

erzählt der Gastronom. Mit seinem jüngsten Projekt möchte er nun eine weniger bekannte Seite der chinesischen Küche in Wien präsentieren.

© Lou Vienna

Huang Men Ji: Alles aus einem Topf

Im Mittelpunkt steht Huang Men Ji, ein traditionelles Schmorgericht aus Shandong. Anders als beim Wok, wo die Zutaten bei großer Hitze nur kurz gegart werden, setzt die Claypot-Küche auf langsames Schmoren im Tontopf. Dadurch bleiben Flüssigkeit und Aromen im Gefäß, während Fleisch besonders zart wird und Gemüse sowie Tofu den Geschmack der Sauce aufnehmen.

Huang Men Ji ist echtes Soulfood, also Essen, das Stärkung, Wohlbefinden und ein Gefühl von Nachhausekommen verspricht

beschreibt Ou Dong die Spezialität.

© Lou Vienna

Die Speisekarte bietet mehrere Varianten des Gerichts. Beim Huang Men Ji Classic treffen geschmorte Hühnerkeule, Shiitakepilze, Erdäpfel und Paprika auf die würzige Huang-Men-Sauce. Huang Men Pork wird mit Schweinebauch, Shiitakepilzen und Morcheln zubereitet, während Huang Men Veggie auf saisonales Gemüse und Erdnüsse setzt.

Daneben stehen unter anderem Varianten mit Rindfleisch, Meeresfrüchten und Mabo Tofu auf der Karte. 

Chinesische Hausmannskost in Landstraße

Bei der Zubereitung setzt Ou Dong auf möglichst viel Handarbeit und Zutaten von bewährten regionalen Lieferant:innen. „Wir kochen so, wie es uns selbst am besten schmeckt“, erklärt er. Das Angebot soll sich deshalb an der chinesischen Hausmannskost orientieren, die er aus seiner Familie kennt.

© Lou Vienna

Mit dem Standort in der Kegelgasse 30 hat sich der Gastronom für eine Gegend entschieden, in der sich Tourist:innen und Wiener Nachbarschaft begegnen. Das nahe gelegene Hundertwasserhaus zieht täglich Besucher:innen aus aller Welt an.

„Ganz besonders wünschen wir uns, viele Menschen, die in Wien leben, für uns zu begeistern und sie immer wieder bei uns bekochen zu dürfen“, sagt er.

LOU Claypot Kitchen

Kegelgasse 30, 1030 Wien
Dienstag bis Sonntag, 11 bis 18 Uhr

Fehler im Artikel gefunden? Jetzt melden