Neue Adresse, bekannte Mannschaft und ein paar bemerkenswerte Neuzugänge: Am 5. November startet das Oak107 in der Fichtegasse 2A. Gastro.News gibt exklusiv einen ersten Einblick in die Pläne – und die machen Lust auf mehr als einen Besuch.
GastroNews zur bevorzugten Google-Quelle machenWer ein Restaurant übersiedelt, nimmt für gewöhnlich seine besten Ideen mit. Im Oak107 hat man die Gelegenheit genutzt, noch einige dazuzupacken. Eine Steakauswahl aus sechs Kontinenten etwa. Einen eigenen Steak-Sommelier. Und Verstärkung in der Küche, bei der man auch als regelmäßiger Restaurantgast kurz aufhorcht.
Die Baustelle hat die Geduld etwas länger beansprucht als geplant. Jetzt ist es so weit: Am 5. November 2026 legt das Oak107 in der Fichtegasse 2A im ersten Bezirk los. Das gesamte Team zieht mit – und ist in den vergangenen Monaten ordentlich gewachsen. Was Max Sommerer für die neue Adresse ankündigt, lässt jedenfalls erahnen: Hier wurde die Wartezeit genutzt.
Eine Mannschaft, die etwas vorhat
Bereits vor dem Sommer hat sich das Team mit dem jungen Drei-Hauben-Koch Sebastian Butzi verstärkt. Während des Umzugs kamen weitere Kolleginnen und Kollegen dazu. Darunter Dominik Kaiser, bis vor Kurzem Pâtissier im Steirereck. Ein Name, den man sich auch dann merken darf, wenn man eigentlich wegen der Steaks kommt. Platz fürs Dessert einzuplanen, klingt hier nach einer vernünftigen Entscheidung.
Uns war es ein Anliegen, unseren Gästen in jedem Aspekt einfach noch mehr zu bieten. Dafür braucht es Personen, die für die Gastronomie brennen und eine Leidenschaft haben, allen Gästen einen besonderen Restaurantbesuch zu bieten.
Max Sommerer, Eigentümer & Steak Sommelier
Dieses Mehr beginnt bei den Menschen und reicht bis zur Auswahl der Produkte. Sebastian Butzi, Daniel Werner und Max Sommerer haben sich auf die Suche nach besonderen Produzenten und Zuchten gemacht, diese besucht und sich mit deren unterschiedlichen Zugängen beschäftigt. Hinter der neuen Karte stehen damit auch persönliche Begegnungen – und die Neugier darauf, was ein gutes Stück Fleisch unverwechselbar macht.
Sechs Kontinente. Die Antarktis darf auslassen.
16 verschiedene Steaks aus zehn Ländern sollen künftig zur Wahl stehen. Acht Rinderrassen und Kreuzungen, fünf unterschiedliche Fütterungen und die Handschrift von vier ausgewählten Dry-Aging-Experten Europas bringen zusätzliche Vielfalt auf die Karte. Jeder dieser Reifespezialisten arbeitet mit seiner eigenen Stilistik. Genau diese Unterschiede will das Oak107 erlebbar machen.
Sechs Kontinente sind vertreten. Für die Antarktis habe sich leider kein interessantes Produkt gefunden, lässt das Team mit einem Augenzwinkern wissen. Man darf annehmen: Die Auswahl wird auch so für den einen oder anderen längeren Blick in die Speisekarte reichen.
Ein erster Blick auf die großen Stücke
Die neue Steakkarte liegt Gastro.News bereits vor. Und sie macht deutlich: Im Oak107 lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Zwischen vertrauten Klassikern und ungewöhnlichen Zuschnitten finden sich Herkunft, Handwerk und einige Entscheidungen, die neugierig machen.
Argentinische Klassiker, europäische Handschriften
Den Auftakt machen Black-Angus-Filet und Ribeye aus Argentinien. In der „Butchers Selection“ wird es persönlicher: Hier stehen ein finnisches Choco Sashi T-Bone von John Nielsen, ein USDA Prime Porterhouse von Lucki Maurer aus den USA und ein belgisches Bone-in Ribeye von Hendrik Dierendonck auf der Karte. Namen und Stücke, hinter denen unterschiedliche Vorstellungen von Reifung und Geschmack stehen.
Besonders aufhorchen lässt die spanische Rubia Gallega von Cárnicas LyO: Das Stück am Knochen ist laut Karte zwei Jahre trocken gereift und mit 24 Stunden Vorbestellung erhältlich. Für einen spontanen Entschluss am Tisch ist es damit zu spät. Für einen eigens geplanten Abend klingt es umso interessanter.
Wagyu hat viele Adressen
Auch abseits Japans hat das Team genau hingeschaut. Aus Namibia kommt was Großes auf uns zu, aus Irland kommen Ribeye und Striploin am Knochen. Südtirol ist mit Wagyu Bone-in Ribeye und T-Bone vertreten, die Niederlande mit einem Umami Wagyu T-Bone, bei dessen Fütterung Oliven und Rüben zum Einsatz kommen. Eine Auswahl, die zeigt, wie unterschiedlich das Thema Wagyu gedacht werden kann.
Japan, bis ins Detail
Bei den japanischen A5-Fullblood-Wagyus reicht die Auswahl vom Miyazaki Flat Iron über Filet, Ribeye und Striploin aus Kagoshima bis zu Original Kobe Ribeye Cap und Ribeye Heart. Kobe-Rind bietet das Oak107 nach eigenen Angaben als einziges Restaurant in Wien an. Und wer angesichts dieser Auswahl noch unentschlossen ist, hat gleich einen guten Grund, das Gespräch mit dem Steak-Sommelier zu suchen.
Für die richtige Wahl gibt’s einen Steak-Sommelier
Die Antwort soll künftig ein eigener Steak-Sommelier erleichtern. Er hilft dabei, aus der großen Auswahl das passende Steak für den persönlichen Geschmack und den jeweiligen Anlass zu finden. Denn wer zwischen Herkunft, Rasse, Fütterung und Reifung wählen kann, möchte vermutlich auch wissen, was davon am Teller zu schmecken ist. Gute Beratung gehört da einfach dazu.
Für die Begleitung im Glas hat Sommelière Ivanna Kuspita die Weinkarte deutlich aufgestockt. Auch hier wurde während der Vorbereitungen weitergedacht. Wie Küche, Steakauswahl und Wein zusammenspielen, wird dann im November spannend.
Es muss nicht immer Steak sein
Bei all den großen Cuts könnte man fast übersehen, dass die neue Küche noch mehr vorhat. Kaviar, Fischküche und eigenständige Tellergerichte bekommen ebenso ihren Platz wie vegetarische und vegane Gerichte. Das passt zum Anspruch, den Max Sommerer für die neue Adresse formuliert: mehr bieten, auch über die Steakauswahl hinaus. Wer in der Fichtegasse Platz nimmt, muss sich also keineswegs dem Rind verschrieben haben. Neugier und Appetit reichen fürs Erste.
Ein bisserl müssen wir uns noch gedulden
Die neuen Karten sollen Ende der kommenden Woche veröffentlicht werden. Noch bleibt also einiges unter Verschluss. Die ersten Details zeigen aber schon, wie viel sich hinter der neuen Adresse tut: eine gewachsene Mannschaft, neue Kompetenz und eine ziemlich genaue Vorstellung davon, was man seinen Gästen bieten möchte.
Das macht neugierig. Auf die großen Cuts ebenso wie auf die kleinen Details – und spätestens seit dem Neuzugang aus der Steirereck-Pâtisserie auch auf den letzten Gang. Der 5. November steht jedenfalls im Kalender.
OAK107
Neue Adresse: Fichtegasse 2A, 1010 Wien
Eröffnung am 5. November 2026
Oak 107 | Steak & Casual Fine Dine | Restaurant | Vienna
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