Manchmal braucht es kein großes Pathos, sondern einfach ein ehrliches Produkt. Das Wagyu aus Südtirol ist genau das: kein Marketing-Gag, kein kurzlebiger Hype, sondern das Ergebnis von Zeit, Geduld und echter Überzeugung. Und wenn dieses Fleisch im Wiener beef & glory auf den Grill kommt, dann spürt man schnell – hier geht es nicht um Show, sondern um Substanz, hier spielt Qualität die Hauptrolle.
Wofür steht Wagyu Südtirol?
Wagyu Südtirol steht für eine klare Haltung: klein strukturiert, alpin geprägt, kompromisslos in der Qualität. Die Zucht basiert auf streng selektierter Genetik, kontrollierter Aufzucht und bewusst limitierter Produktion. Mit lediglich rund 50 bis 80 Tieren pro Jahr bleibt das Projekt überschaubar – und genau darin liegt seine Stärke.
Hier geht es nicht um Skalierung, sondern um Sorgfalt. Nicht um Geschwindigkeit, sondern um Entwicklung. Das Fleisch trägt die Handschrift seiner Herkunft – und die ist unverwechselbar.
Das klingt selbstverständlich – ist es aber längst nicht mehr überall. Hier wird nicht beschleunigt, sondern begleitet. Und das spürt man am Ende auf dem Teller.
Wagyu – aber mit alpinem Charakter
Wagyu steht weltweit für extreme Marmorierung, Zartheit und Fülle. Doch das Südtiroler Wagyu geht einen etwas anderen Weg. Die Tiere wachsen in alpiner Umgebung auf, auf Weiden in teils hochgelegenen Regionen, mit frischer Bergluft, kräuterreichen Gräsern und hochwertigem Heu. Ergänzt wird die Fütterung unter anderem mit Oliventrester – ein Detail, das dem Fleisch eine feine, fast elegante Aromatik verleiht.
Je nach Saison kommen regionale Futtermittel wie Getreide oder natürliche Ergänzungen hinzu – ohne künstliche Leistungsförderer, ohne industrielle Beschleunigung. Die Tiere leben in natürlicher Herdenstruktur, die Kälber bleiben bei den Muttertieren, auf intensive Mastprogramme wird bewusst verzichtet.
Das Ergebnis ist ein buttriges Felisch mit Olivennachgeschmack. Es ist ausgewogen zart mit Struktur. Intensiv im Geschmack, aber klar. Man schmeckt die Qualität, ohne dass sie sich aufdrängt. Dieses Wagyu hat Charakter.
Schlachtung mit Verantwortung
Ein Aspekt, der oft ausgeblendet wird, gehört untrennbar dazu: der respektvolle Umgang am Ende des Lebenszyklus. Wagyu Südtirol setzt auf EU-zertifizierte Schlachtbetriebe, kurze Transportwege und stressarme Abläufe.
Warum das wichtig ist? Weil Stress unmittelbar die Fleischqualität beeinflusst – und weil Respekt nicht beim Füttern aufhört. Wer ein Tier mit Sorgfalt aufzieht, trägt auch Verantwortung für den letzten Schritt. Qualität beginnt bei der Haltung – und endet nicht an der Weidekante.
Unterschied zu Japan und Australien
Japanisches Wagyu – etwa aus Miyazaki – ist weltberühmt für seine extrem hohe Marmorierung und jahrhundertelange Zuchttradition. Ziel ist oft maximale Fettfeinheit und eine beinahe buttrige Textur. Jeder Bissen bringt eine intensive Fülle mit sich.
Australisches Wagyu wiederum wird als Kreuzung mit anderen Rassen, oft mit längeren Getreide-Mastphasen, um hohe Marbling-Scores zu erzielen, gezüchtet. Das Ergebnis: sehr weich und leichter zugänglich als Wagyu aus Japan.
Südtiroler Wagyu positioniert sich bewusst dazwischen. Weniger extreme Fettfülle, mehr alpine Prägung. Mehr Weide, weniger reine Mastorientierung. Es geht nicht um maximale Marmorierung als Selbstzweck, sondern um Balance, Aromatik und Herkunft. Ein europäischer Stil mit eigenem Profil.
Wenn Feuer auf Finesse trifft
Im beef & glory bekommt dieses Wagyu die Bühne, die es verdient – aber ohne unnötige Effekthascherei. Nach der Ankunft in Wien wird es noch 2 Wochen in den hauseigenen Dry Agern veredelt. Danach sorgt der Hochtemperatur-Broiler sorgt für die perfekte Kruste, während das Innere saftig und weich bleibt. Porterhouse, T-Bone oder New York Strip Bone-in – die Cuts sind klassisch, die Zubereitung präzise.
Was dabei entsteht, ist dieser besondere Moment: Messer ansetzen, leichter Widerstand, dann dieses fast cremige Nachgeben. Der erste Bissen ist dicht, aromatisch, mit einer runden Tiefe. Kein lautes Spektakel – eher ein ruhiges, selbstbewusstes Statement.

Respekt ist kein Trend
Und genau hier wird es wichtig: Ein Produkt wie dieses sollte nicht selbstverständlich sein. Hochwertiges Fleisch hat seinen Preis – und ja, die Preise steigen. Aber vielleicht ist das auch richtig so. Gute Haltung, kleine Strukturen, sorgfältige Aufzucht – all das kostet Zeit und Geld.
Vielleicht müssen wir wieder lernen, Fleisch nicht als tägliche Routine zu betrachten, sondern als bewusste Entscheidung. Nicht jeden Tag ein Steak – sondern dann, wenn man es wirklich will. Und wenn man bereit ist, dafür zu zahlen, was es wert ist.
Respekt vor dem Tier bedeutet auch, Maß zu halten. Weniger konsumieren, dafür besser auswählen. Ein Wagyu aus Südtirol ist kein Alltagsprodukt. Es ist ein besonderes Lebensmittel, hinter dem Menschen stehen, die Verantwortung übernehmen.
Und genau deshalb fühlt es sich richtig an, es nicht beiläufig zu essen, sondern mit vollster Überzeugung und Aufmerksamkeit.
Glory ohne Übertreibung
Das beef & glory liefert dafür den passenden Rahmen – urban, stilvoll, aber nicht steif. Hier darf Genuss Freude machen, darf Fleisch wieder etwas Besonderes sein.
Am Ende bleibt kein lautes Superlativ-Feuerwerk, sondern ein ehrlicher Eindruck: Südtiroler Wagyu ist eigenständig, charaktervoll und bewusst produziert. In Kombination mit präzisem Steakhouse-Handwerk entsteht daraus etwas, das seinem Namen tatsächlich gerecht wird.
Glorreich? Typisch fürs beef & glory.
Vor allem aber: gut. Und mit Haltung.
Jetzt selbst erleben
Wer wissen will, wie sich alpines Terroir, sorgfältige Zucht und präzises Steakhouse-Handwerk auf dem Teller verbinden, sollte sich selbst ein Bild machen. Reservieren. Zeit nehmen. Bewusst genießen.













