Mit der Nord Brewbar bekommt die Gumpendorfer Straße eine neue Adresse für Specialty Coffee. Gründer Michael Mayer setzt dabei besonders auf Filterkaffee. Die Idee dazu führt bis zu einer Thermoskanne an einem norwegischen Fjord zurück.
Manchmal beginnt eine Geschäftsidee dort, wo man sie am wenigsten erwartet. Bei Michael Mayer war es eine unscheinbare Raststation am Geirangerfjord in Norwegen. In einer Thermoskanne, irgendwo hinten in einem Souvenirshop, entdeckte er einen Kaffee, der ihn überraschte. „Bis heute denke ich an diesen Kaffee“, erzählt Mayer. Jahre später ist diese Erinnerung Teil des Namens seiner eigenen Brewbar geworden.
Mit der Nord Brewbar hat Mayer nun auf der Gumpendorfer Straße 32 eröffnet. Unterstützt wird er von einem Partner im Hintergrund, Konzept, Planung, Aufbau und Organisation stammen laut Michael aber großteils von ihm selbst.

Filterkaffee als Spezialität des Hauses
Im Mittelpunkt steht Specialty Coffee, wobei Michael Mayer einen Schwerpunkt setzt, der in vielen Cafés eher eine Nebenrolle spielt: Filterkaffee.
Während andere oft Filterkaffee als Nebenprodukt anbieten, soll bei uns der Filterkaffee besondere Aufmerksamkeit bekommen,
sagt der Gründer.
Schon die Bezeichnung „Brewbar“ ist deshalb Programm. Sie soll vermitteln, dass hier nicht nur Kaffee ausgeschenkt wird, sondern dessen Zubereitung und unterschiedliche Brühmethoden in den Vordergrund rücken. Wer lieber bei den Klassikern bleibt, findet dennoch Cappuccino, Flat White und andere espressobasierte Getränke auf der Karte.

Auch das „Nord“ im Namen verweist auf Michaels Kaffeevorlieben. Im skandinavischen Specialty-Coffee-Bereich sind vergleichsweise helle Röstprofile weit verbreitet. Genau in diese Richtung soll sich auch das Kaffeeangebot der neuen Brewbar bewegen. Die persönliche Verbindung dazu liefert jene Reise nach Norwegen, bei der Michael sein prägendes Thermoskannen-Erlebnis hatte.
Reduziert bis zur Kaffeebar
Das Konzept setzt sich im Raum fort. Das Interieur ist sehr minimalistisch gehalten: graue und weiße Flächen, schwarze Schienenstrahler und eine zentrale Bar aus hellem Holz mit dunkler Arbeitsfläche bestimmen das Bild. Kaffeemühle und Brüh-Equipment werden dabei nicht hinter einer großen Gastronomietheke versteckt. Die Zubereitung ist Teil der Experience.

Das passt zu Michaels Anspruch, den Gästen mehr als lediglich ein Getränk zu servieren. Die Nord Brewbar soll auch Menschen zusammenbringen. Wie intensiv man sich mit Kaffee beschäftigen möchte, bleibt dabei jedem selbst überlassen.
Gumpendorferstraße 32, 1060 Wien
GastroNews zur bevorzugten Google-Quelle machen












