Nuje: Neapel trifft auf Wien

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Nuje © Stefan Joham

Gastronom Gaetano Brancato und Küchenchef Mario Farina starten ein neues gemeinsames Projekt. Heute, am 22. Oktober eröffnet mit dem Nuje in Penzing eine Mischung aus italienischer Trattoria und Wiener Beisl, mit mediterraner Küche, österreichischen Einflüssen und moderaten Preisen.

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Mit Pizzerien wie Il Rione in Mauer, Pummaró in Meidling und Mergellina in Simmering hat sich Gaetano Brancato längst einen Namen in der Wiener Gastronomieszene gemacht. Zuletzt sorgte der gebürtige Neapolitaner gemeinsam mit Küchenchef Mario Farina für die Eröffnung des Fischrestaurants Partenope in Mariahilf. Nun folgt bereits das nächste Projekt: Am 22. Oktober sperrt im 14. Bezirk das Nuje auf. Statt gehobener Fischküche setzen die beiden diesmal auf mediterrane Gerichte, österreichische Einflüsse und die Gemütlichkeit eines klassischen Wiener Beisls. 

Nuje © Stefan Joham

Nuje als Nachbarschaftstreff

Parallel zum Betrieb des Fischrestaurants hatten Gaetano und sein Team bereits an ihrem nächsten Standort gearbeitet.

Der Name des neuen Lokals ist dabei Programm:

Nuje bedeutet auf Neapolitanisch ‚wir‘. Es soll für das Gemeinsame stehen

erklärt Gaetano. Gemeint seien damit nicht nur die Betreiber und Mitarbeiter:innen, sondern ausdrücklich auch die Gäste. „Wir als Mitarbeiter:innen, wir als Betreiber zusammen mit den Kund:innen, dass wir Spaß haben, dass wir zusammen sind und neue Sachen probieren.“

Das eingespielte Duo bleibt bestehen: Während Gaetano im Gastraum die Gäste betreut, übernimmt Mario Farina erneut die Küche. Der gebürtige Italiener bringt mehr als 30 Jahre Erfahrung mit und war zuletzt vor allem für seine Fisch- und Meeresfrüchtegerichte bekannt. 

Nuje © Stefan Joham

Gulasch-Ravioli statt Pizza

Kulinarisch schlägt das Nuje eine andere Richtung ein als die bisherigen Lokale des Gastronomen. „Wir orientieren uns an einer mediterranen Küche, also Italien, Süditalien, Frankreich“, erzählt Gaetano. Gleichzeitig sollen österreichische Produkte und Gerichte ihren Platz auf der Karte finden.

So sind etwa hausgemachte Ravioli mit Gulaschfüllung oder Palatschinken geplant. Das Fleisch soll aus Österreich kommen, auch österreichische Weine werden ausgeschenkt. Gekocht wird saisonal, mit frischen Produkten und Bio-Gemüse.

Besonders wichtig ist Gaetano dabei die Preisgestaltung. „Ich habe das Gefühl, du kannst jeden Tag zu mir kommen“, sagt er über sein neues Restaurant. Mittags gibt es deshalb von 11.30 bis 14.30 Uhr ein Menü mit Vorspeise oder Suppe und einem Hauptgericht, etwa Pasta, Lasagne, Fisch oder Fleisch. Die Preise beginnen bei 11,90 Euro. Am Abend stehen kleinere Gerichte ab sechs Euro und Hauptspeisen um rund 18 Euro auf der Karte.

Nuje © Stefan Joham

Zwischen Wiener Beisl und Trattoria

Auch bei der Einrichtung orientiert sich das Nuje eher am klassischen Gasthaus als am modernen Designrestaurant. Eine alte Bar, viel Holz, traditionelle Stühle und Sitzbänke prägen den Gastraum.

Wir wollten dieses Gefühl, dass es ein Lokal ist, das schon gelebt wurde

erklärt Gaetano. Deshalb wurde der Gastraum weitgehend erhalten, während vor allem die Küche technisch aufgerüstet und die Lüftung erneuert wurde. „Bei uns ist es eine Mischung aus Beisl und Trattoria, wo jede:r sich zu Hause fühlen sollte.“

Neben dem regulären Mittags- und Abendgeschäft ist sonntags ab 9 Uhr auch ein Brunch geplant.

Nuje © Stefan Joham

Ein Treffpunkt für Penzing

Mit dem Nuje möchte Gaetano vor allem die Menschen aus der Umgebung ansprechen. Sein Ziel ist ein Nachbarschaftslokal, in dem man ebenso unkompliziert einen Aperol Spritz und eine Kleinigkeit essen wie ein mehrgängiges Abendessen genießen kann.

Wir wollen das Hauptlokal im 14. Bezirk werden, wo die Umgebung zu uns kommt, statt woanders hinzugehen

beschreibt Gaetano seine Ambitionen. Ob zum schnellen Mittagessen, zum Aperitivo nach der Arbeit oder zum Sonntagsbrunch: Das Nuje soll vor allem eines sein, nämlich ein Lokal für regelmäßige Besuche.

Nuje

Märzstraße 138, 1140 Wien

Soft Opening ab 22.10.

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