Am 22. Oktober feiert das Altia by Urrechu im Wiener DC Tower seinen ersten Geburtstag. Im Mittelpunkt steht Íñigo Urrechu: Der spanisch-baskische Koch steht seit 1987 am Herd, hat sich in Wien verliebt und stellt den Gast über den fotogenen Teller.
Den Blick über Wien bekommt im Altia jeder mit. Im 57. Stock des DC Towers reicht er über die Donau und die Dächer der Stadt, eine Etage höher kann man in der Skybar noch auf einen Drink bleiben. Für Urrechu ist das Restaurant im Meliá Vienna auch persönlich ein besonderer Ort geworden.
GastroNews zur bevorzugten Google-Quelle machenDas kulinarische Konzept hat er eigens für Wien entwickelt. Dafür verbindet er seine spanischen und baskischen Wurzeln mit österreichischen Produkten, die er auf seinen Besuchen schätzen gelernt hat. Gemeinsam mit dem Team wollen sie ein Haus führen, in dem sich Gäste willkommen fühlen.
Was Urrechu nach Wien mitbringt

Urrechu ist spanischer Baske und steht seit 1987 in professionellen Küchen. Angefangen hat er bei Martín Berasategui, später kochte er in Frankreich bei Didier Oudill. Im Madrider El Amparo war er acht Jahre Küchenchef, das Haus wurde in dieser Zeit mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet. Danach baute er sich seine eigene Gastro-Welt auf, darunter Zalacaín, eines der traditionsreichsten Häuser Spaniens. 2018 wurde er als „Best Chef in Spain“ ausgezeichnet, und für die spanische Königsfamilie hat er auch schon gekocht.
Seit 2019 arbeitet er mit der Hotelgruppe Meliá zusammen und bringt spanische Küche in andere Städte, etwa mit ERRE in Marbella, Barcelona und Jakarta, mit OBEN in Frankfurt und seit Oktober 2025 mit Altia in Wien.
Fragt man ihn, was ihn nach fast vier Jahrzehnten noch antreibt, antwortet er ohne Zögern:
Leidenschaft ist für mich das Wichtigste überhaupt. Die Gastronomie liegt mir im Blut.
Und die Lektion, die er aus den frühen Jahren mitgenommen hat, passt in drei Wörter: Liebe zum Produkt. Techniken könne man lernen, hundert verschiedene sogar. Aber ohne gute Zutaten helfe das alles nichts.
Ohne ein ausgezeichnetes Produkt kann man kein ausgezeichnetes Gericht kreieren.
Spanisch gedacht, für Wien gemacht
Deshalb sieht man auf der Altia-Karte keine Kopie der spanischen Klassiker. Urrechus Konzept verbindet mediterrane Leichtigkeit und baskische Kochtradition mit saisonalen Produkten aus Österreich. Über die Zutaten hier gerät er ins Schwärmen: „Hier in Österreich gibt es wunderbare Produkte, beispielsweise Fleisch, Kartoffeln, Gemüse und viele frische Zutaten.“
Zu den Gerichten, die man kennen sollte, zählen:
Salmorejo: die dichte, cremige Tomatencreme aus Andalusien, im Altia modern interpretiert.
Carabinero: die intensive Seafood-Seite, serviert mit spanischem Reis, kräftigem Krustentieraroma und feinen Knoblauchnoten.
King Crab: leicht, frisch und präzise angerichtet, mit Krabbensalat und einem klaren Gelee.
Pulpo: ebenfalls fixer Bestandteil der Karte.
Das Konzept ist Casual Fine Dining. Hauptgerichte kosten zwischen 32 und 48 Euro.
Und die Kartoffel? Die kommt bei Urrechu nicht zufällig ins Spiel. Auf die Frage, welcher Geschmack ihn sofort in die Kindheit zurückbringt, sagt er: „Ein Wort: Kartoffel!“ Seine Familie lebte von der Landwirtschaft, mit Kühen, Rindern und eben Kartoffeln. „Sie ist ein günstiges, einfaches Produkt, aber man kann magische Gerichte daraus machen.“ Das deutsche Wort gefällt ihm übrigens fast noch besser als das spanische „patata“.


Der Gast kommt zuerst
Genauso ausführlich wie über Lebensmittel spricht Urrechu über Gastfreundschaft. Für ihn beginnt sie in dem Moment, in dem jemand einen Tisch reserviert. Unter all den Restaurants einer Stadt hat sich dieser Mensch für eines entschieden. Darin sieht er einen Vertrauensbeweis.
„Wir sind im Altia wie eine Familie. Ein Restaurant ist für mich unser Zuhause. Wir öffnen die Türen, um Menschen willkommen zu heißen. Unsere Gäste sind für uns wie Freunde.“
Daraus ergibt sich für ihn auch eine klare Haltung zum Kochen. Ein Gericht, das vor allem technische Fertigkeiten zeigen oder auf Instagram gut aussehen soll, greift ihm zu kurz. Entscheidend ist, was der Mensch am Tisch davon hat.
„Die wichtigste Person im Restaurant ist der Gast. Als Koch bin ich nicht der Mittelpunkt.“
Im Altia soll sich dieser Gedanke in einer persönlichen, einladenden Atmosphäre wiederfinden. Wer nach dem Essen noch bleiben möchte, kann eine Etage höher wechseln. In der Skybar gibt es Cocktails, Pintxos und Tapas, dazu den Blick auf das nächtliche Wien.
900 Portionen Salmorejo
Kurz vor dem ersten Geburtstag des Altia brachte Urrechu seine Küche auch zum Empfang der Spanischen Botschaft anlässlich des Nationalfeiertags. Für den Anlass am 12. Oktober bereitete er 900 Portionen Salmorejo zu. Meliá Vienna beteiligte sich als kulinarischer Partner an der Veranstaltung.
Mit der andalusischen Tomatenspezialität wählte er ein traditionelles Gericht, bei dem sorgfältig ausgewählte Zutaten wesentlich sind. Im Altia findet sich Salmorejo in einer zeitgemäßen Interpretation wieder.

Das zweite Jahr: Was im Altia jetzt ansteht
Das zweite Jahr startet gleich dicht: Bis Silvester gibt es im Restaurant unter anderem Sunday Brunch, Chef’s-Table-Abende mit Winzer, ein Martini-Gansl-Angebot und festliche Dinner, in der Skybar Partys von Halloween bis zum Jahreswechsel. Alle Termine, Uhrzeiten und Preise stehen auf altiarestaurant.com.
Altia by Urrechu Restaurant & Skybar
Meliá Vienna im DC Tower
Donau-City-Straße 7, 1220 Wien
Restaurant im 57. Stock, Skybar im 58. Stock
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