Hauptspeise · Österreichisch

Rotkrautstrudel mit Apfel und Maroni

Herbstlicher Rotkrautstrudel mit säuerlichem Apfel, Maroni und knusprigem Strudelteig.

Mittel
ca. 75 min

Zutaten für

-

4

 Personen

+

Fülle

600 g Rotkraut, fein gehobelt
1  rote Zwiebel, fein geschnitten
1  säuerlicher Apfel, geschält und gewürfelt
150 g vorgegarte Maroni, grob gehackt
2 EL Rapsöl
1 TL brauner Zucker
2 EL Apfelessig
120 ml naturtrüber Apfelsaft
1 TL Kümmel, gemahlen
  Salz und schwarzer Pfeffer

Strudel

250 g Strudelteig aus dem Kühlregal, 2 bis 3 Blätter
50 g Semmelbrösel
45 g Butter, zerlassen

Rotkrautstrudel ist eine herzhafte Art, saisonales Rotkraut auf den Tisch zu bringen. Apfel sorgt für Frische, Maroni für eine nussige, leicht süße Note. Die saftige Fülle wird von einer hauchdünnen, knusprigen Strudelhülle umgeben.

Der vegetarische Strudel verbindet vertraute Zutaten der österreichischen Herbstküche mit einer unkomplizierten Art des Servierens. Das leicht süßliche Rotkraut bildet die aromatische Grundlage, säuerlicher Apfel setzt einen frischen Gegenpol und die Maroni machen die Fülle angenehm gehaltvoll. In knusprigem Teig gebacken, wird daraus ein Hauptgericht, das sich auch für Gäste gut vorbereiten lässt.

Für die richtige Konsistenz sollte das Rotkraut fein geschnitten und ausreichend lange gegart werden. Es darf weich sein, muss aber vor dem Füllen möglichst wenig Flüssigkeit enthalten. Dadurch bleibt die Teighülle beim Backen kross und der Strudel lässt sich später sauber portionieren. Die Maroni werden vorsichtig untergemischt, damit sie nicht vollständig zerfallen.

Besonders gut schmeckt der Strudel frisch und noch warm aus dem Ofen, wenn seine Hülle hörbar knuspert. Ein Klecks Sauerrahm bringt milde Frische zur würzigen Fülle; auch ein kleiner Blattsalat passt dazu. Bleiben Stücke übrig, lässt sich die Kruste beim erneuten Erwärmen im Backofen besser erhalten als beim Erwärmen in der Mikrowelle.

Damit der Strudel nicht aufweicht, wird das Rotkraut vor dem Füllen sorgfältig eingekocht und vollständig abgekühlt. Serviert mit einem Löffel Sauerrahm wird daraus eine vegetarische Hauptspeise für kühle Herbsttage.

Die Fülle muss nahezu trocken und abgekühlt sein. So bleibt der Teig knusprig, während Rotkraut, Apfel und Maroni saftig bleiben.

Schritt 1

Den Backofen auf 195 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen. Die 600 g Rotkraut von äußeren beschädigten Blättern und dem festen Strunk befreien und in feine Streifen hobeln. Die rote Zwiebel schälen und fein schneiden, den säuerlichen Apfel schälen, entkernen und klein würfeln. Die 150 g vorgegarten Maroni grob hacken und zur Seite stellen. Den Strudelteig bis zur Verwendung abgedeckt lassen, damit er nicht austrocknet.

Schritt 2

2 EL Rapsöl in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmen. Die Zwiebel und 1 TL braunen Zucker zugeben und etwa 4 Minuten anschwitzen, bis die Zwiebel weich ist. Das Rotkraut und die Apfelwürfel untermischen. 1 TL gemahlenen Kümmel, 2 EL Apfelessig und 120 ml naturtrüben Apfelsaft zugeben. Mit Salz und schwarzem Pfeffer würzen und alles gründlich verrühren, damit sich die Flüssigkeit und die Gewürze gleichmäßig verteilen.

Schritt 3

Das Rotkraut zugedeckt bei mittlerer bis geringer Hitze rund 20 Minuten dünsten und zwischendurch umrühren. Danach den Deckel abnehmen und weitergaren, bis die Flüssigkeit nahezu verdampft ist. Die Fülle soll weich, aber nicht nass sein, sonst weicht der dünne Strudelteig durch. Die vorgegarten Maroni vorsichtig untermischen, damit die Stücke nicht zerfallen. Die gesamte Fülle auf einem großen Teller ausbreiten und vollständig abkühlen lassen, bevor sie auf den Teig kommt.

Schritt 4

10 g der insgesamt 45 g Butter in einer Pfanne zerlassen. Die 50 g Semmelbrösel zugeben und bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren hellgolden rösten, anschließend aus der heißen Pfanne nehmen. Die restlichen 35 g Butter separat zerlassen. Ein sauberes Küchentuch ausbreiten, 2 bis 3 Strudelteigblätter entsprechend der Packungsanleitung darauflegen und die Lagen dünn mit etwas zerlassener Butter bestreichen. Unbenutzten Teig abdecken, damit er geschmeidig bleibt.

Schritt 5

Die ausgekühlten, gerösteten Semmelbrösel auf dem vorderen Drittel des Strudelteigs verteilen; seitlich einige Zentimeter Rand frei lassen. Die vollständig erkaltete Rotkraut-Apfel-Maroni-Fülle daraufgeben und zu einer gleichmäßigen länglichen Bahn formen. Beide seitlichen Teigränder nach innen klappen, damit beim Backen wenig Fülle austritt. Das Küchentuch an der gefüllten Seite anheben und den Strudel behutsam aufrollen, ohne den dünnen Teig einzureißen.

Schritt 6

Den Strudel mit der Naht nach unten auf das vorbereitete Backblech setzen und die Oberfläche mit der restlichen zerlassenen Butter bestreichen. Auf mittlerer Schiene bei 195 °C Ober-/Unterhitze ungefähr 28 bis 32 Minuten backen, bis die Teighülle goldbraun und knusprig ist. Wird die Oberseite zu rasch dunkel, gegen Ende locker mit Backpapier abdecken. Nach dem Backen 5 Minuten ruhen lassen und mit einem scharfen Sägemesser vorsichtig in vier Portionen teilen. Warm servieren.

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