Hauptspeise · Österreichisch

Tiroler Gröstl mit Spiegelei und Schnittlauch

Knuspriges Tiroler Gröstl aus Erdäpfeln und Bratenresten, mit frischem Spiegelei.

Einfach
ca. 45 min

Zutaten für

-

4

 Personen

+

Gröstl

750 g festkochende Erdäpfel, gekocht und ausgekühlt
350 g gegarte Rind- oder Schweinebratenreste, in Würfel geschnitten
2  große Zwiebeln
3 EL Butterschmalz
1 TL Kümmel
1 EL Petersilie, gehackt
  Salz und schwarzer Pfeffer

Zum Servieren

4  Eier
1 EL Butter
2 EL Schnittlauch, geschnitten

Tiroler Gröstl ist gelebte Resteküche: Bereits gekochte Erdäpfel und Bratenreste werden in der Pfanne zu einem herzhaften Hauptgericht. Besonders gut wird das Gröstl, wenn die Erdäpfelscheiben zuerst ungestört eine goldbraune Kruste bekommen.

Gerade diese unkomplizierte Zubereitung macht das Tiroler Gröstl so beliebt. Aus Zutaten, die schon vorbereitet sind, entsteht in kurzer Zeit ein Gericht mit kräftigem Duft und unterschiedlichen Texturen: außen gebräunte Erdäpfel, innen weiche Stücke und dazwischen saftiges Fleisch mit würzigen Zwiebeln. Das Rezept zeigt, wie sich Reste sinnvoll und genussvoll verwerten lassen.

Für eine gleichmäßige Bräunung sollten die Erdäpfelscheiben möglichst ähnlich dick sein. Eine breite Pfanne und ausreichend Hitze sind hilfreicher als häufiges Wenden. Erst wenn die Unterseite Farbe angenommen hat, werden die Scheiben vorsichtig gedreht; die Fleischstücke kommen so dazu, dass sie durchwärmen, ohne auszutrocknen.

Serviert wird das Gröstl am besten direkt aus der heißen Pfanne. Das Spiegelei bringt eine cremige Komponente zum würzigen Erdäpfelgericht, frischer Schnittlauch etwas Frische. Wer den Geschmack abrunden möchte, reicht einen einfachen grünen Salat dazu. So wird aus einer klassischen Resteverwertung eine vollständige, sättigende Mahlzeit.

Zu einem klassischen Gröstl gehören reichlich Zwiebeln, Kümmel und ein frisch gebratenes Spiegelei. Kalte, festkochende Erdäpfel vom Vortag lassen sich besonders sauber schneiden und knusprig rösten.

Für die beste Kruste eine große Pfanne verwenden und die Erdäpfel nicht ständig umrühren. Sehr feuchte Erdäpfel zuvor gut abtrocknen.

Schritt 1

Die 750 g bereits gekochten und vollständig ausgekühlten, festkochenden Erdäpfel schälen und in etwa 5 mm dicke Scheiben schneiden. Kalte Erdäpfel behalten beim Rösten besser ihre Form. Die beiden großen Zwiebeln schälen und in feine Streifen schneiden; die 350 g gegarten Bratenreste auf ungefähr gleich große mundgerechte Stücke schneiden. Falls die Erdäpfel feucht sind, mit Küchenpapier abtupfen. Alle Zutaten vor dem Braten bereitlegen, denn später soll die Pfanne möglichst heiß bleiben.

Schritt 2

2 der insgesamt 3 EL Butterschmalz in einer möglichst breiten, schweren Pfanne bei mittlerer bis kräftiger Hitze erhitzen. Die Erdäpfelscheiben in einer flachen Schicht hineinlegen; ist die Pfanne zu klein, besser in zwei Durchgängen arbeiten. Die Scheiben nun etwa 5–6 Minuten möglichst ungestört braten, bis ihre Unterseite eine goldbraune Kruste entwickelt. Erst dann vorsichtig mit einem Pfannenwender anheben. Häufiges Rühren oder zu viele Erdäpfel gleichzeitig würden sie eher dämpfen als rösten.

Schritt 3

Die Erdäpfelscheiben behutsam wenden und den übrigen 1 EL Butterschmalz sowie die Zwiebelstreifen hinzufügen. Die Hitze bei Bedarf etwas reduzieren, damit die Zwiebeln nicht verbrennen, während die Erdäpfel weiter Farbe bekommen. Ungefähr 6–8 Minuten weiterbraten und dabei nur gelegentlich vorsichtig wenden. Fertig ist diese Phase, wenn die Zwiebeln weich und goldgelb sind und die Erdäpfel an mehreren Stellen knusprige Ränder zeigen.

Schritt 4

Die 350 g bereits gegarten Bratenstücke zusammen mit 1 TL Kümmel zu den gerösteten Erdäpfeln geben. Alles vorsichtig mischen und bei mittlerer Hitze ungefähr 3–4 Minuten erhitzen, bis das Fleisch durchgehend heiß ist. Nicht zu lange braten, sonst können magere Bratenreste austrocknen. Erst jetzt mit Salz und frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer abschmecken und zum Schluss 1 EL gehackte Petersilie unterheben.

Schritt 5

Kurz vor dem Servieren in einer zweiten Pfanne 1 EL Butter bei mittlerer Hitze schmelzen. Die 4 Eier einzeln hineinschlagen, ohne die Dotter zu beschädigen. Die Spiegeleier einige Minuten braten, bis das Eiweiß vollständig gestockt ist; wer einen weichen Dotter bevorzugt, hält die Hitze moderat und achtet darauf, dass der Dotter nicht fest wird. Nach Wunsch die Pfanne kurz mit einem Deckel schließen, damit das Eiweiß an der Oberfläche schneller stockt.

Schritt 6

Das heiße Gröstl unmittelbar nach dem Braten auf 4 vorgewärmte Teller verteilen. Auf jede Portion ein Spiegelei setzen und alles mit den vorgesehenen 2 EL fein geschnittenem Schnittlauch bestreuen. Möglichst sofort servieren, solange die Erdäpfelkruste knusprig und das Ei noch frisch gebraten ist. Ein einfacher Blattsalat passt gut als frischer Ausgleich.

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