Am 31.März 2025 hat JRE-Koch Klemens Gold mit seiner Frau Magdalena den ersten Österreichischen Camellia Sinensis Teegarten eröffnet.
Klemens Gold (ehem. Schraml) war jahrelang in Europas besten Küchen unterwegs, ehe es ihn in heimische Gefilde zurückzog. So übernahm er Ende 2018 im oberösterreichischen Großraming im Nationalpark Kalkalpen die elterliche Wirtschaft, gestaltete sie völlig um und avancierte auf Anhieb zum Hotspot für Gourmets. Neben Fine-Dining-Bereich mit Schauküche im Wintergarten stehen ein behagliches Esszimmer, eine Bar sowie ein Kaminzimmer bereit. Und nun wird der Fokus auf Tee gelegt.
Im RAU stehen Menschen mit Leidenschaft und Vision: ein Team, das Natur, Kreativität und Präzision in Einklang bringt. Die Menschen im RAU sind nicht nur Originale, sondern auch Botschafter für Nachhaltigkeit und Qualität. Mit handwerklichem Können und einem unerschütterlichen Innovationsgeist gestalten wir jedes Teller als einzigartiges Erlebnis – inspiriert von der Natur und geprägt von echter Hingabe.
Magdalena & Klemens Gold
Klemens Gold, Küchenchef und Inhaber des Restaurants »Rau«, hat mit Combuchont ein innovatives Teegetränk geschaffen, das kalt abgefüllt wird und eine Haltbarkeit ähnlich wie Wein aufweist. Eine außergewöhnliche Bereicherung für die Getränkewelt.
Während 2019 lediglich 50 Flaschen produziert wurden, stieg die Anzahl bis 2022 auf beeindruckende 15.000. Seit der offiziellen Markteinführung hat sich somit vieles verändert. Mit einem Alkoholgehalt von 2–3 Volumenprozent trifft Combuchont den Nerv einer gesundheitsbewussten Zielgruppe. Geschmacklich überzeugt er mit einer strukturierten, lebendigen und lang anhaltenden Textur. Die Aromenpalette reicht von Birne, Brioche und Gewürzen bis hin zu feinen Nuss-, Rauch- und Kräuternoten. Seine feine, zarte Perlage verdankt Combuchont der langen Reifezeit und sorgfältigen Handarbeit.
Im Interview erzählt Klemens mehr zur Idee, den Pflanzen, der Bewirtschaftung und seiner Philosophie:
Was ist das Ziel des Gartens?
Mit der Entdeckung des Combuchont® haben wir als lokales Kleinunternehmen die Möglichkeit, einen Beitrag zu weltweiten Gesundheitsbewegung zu leisten. Unsere Teekellerei ist die erste ihrer Art und hebt den No-Low-Alkohol-Getränkemarkt auf ein neues Qualitätsniveau. Wie bei unseren Winzern verfügen auch wir über einen landwirtschaftlichen Hintergrund. Unsere Teesorten stammen von zahlreichen kleinen Teebauern aus Taiwan, Japan, China und den Alpen. Diesen Hintergrund möchten wir weiter vertiefen und den Grundstein für die Zukunft der Teekellerei setzen.
Wo liegt euer Social Impact?
Es könnten noch mehr Menschen von unserem Ansatz profitieren, wenn es uns gelingt, den Flaschenverkauf zu steigern. Gerade Bauern in den Voralpen, die mit vielen schwer zu bewirtschaftenden Flächen, oft schattig, steil, Feucht und von Förderungen ausgeschlossen, zu kämpfen haben. Genau hier liegt unser Social Impact.
Was war der Grundgedanke zur Eröffnung des Teegartens bzw. der Teekellerei?
Wir möchten auch eine an den Klimawandel angepasste Landwirtschaft mitgestalten. Die Kultivierung der Camellia Sinensis ermöglicht es, diese schwer bewirtschaftbaren Flächen nachhaltig zu nutzen und gleichzeitig die Gefahr von Hangrutschungen zu reduzieren. Zudem sichern wir so langfristig den Rohstoff für unsere Teekellerei und möchten diesen dann auch künftig aus der lokalen Landwirtschaft beziehen.
Wie aufwendig ist diese Bewirtschaftung?
Die Pflege eines Teegartens ist grundsätzlich einfach, da die Camellia Sinensis robust ist. Ein besonderer Vorteil: Die Ernte der jungen Triebe im Frühjahr und Herbst dient gleichzeitig als Rückschnitt, wodurch die Pflanze gesund und vital bleibt. Durch die richtige Anlage der Teegärten kann der körperliche Einsatz massiv reduziert werden. Dennoch erfordert die Handernte in Terrassen Hingabe und Präzision. Das Anlegen der Terrassen selbst ist ein leichter Eingriff.
Welche Besonderheit hat die Tee-Pflanze?
Die Camellia Sinensis ist nicht invasiv und harmonisiert Ökosysteme, indem sie den Boden stabilisiert und Lebensraum für zahlreiche Organismen bietet. Sie ist extrem langlebig – einige Pflanzen werden mehrere Hundert Jahre alt. Sie wächst langsam, was ihre Anpassung an die Umgebung fördert. Hochwertige Tees stammen oft von Pflanzen, die im Schatten gedeihen, da dies die Chlorophyllproduktion steigert und dem Tee ein intensiveres Aroma verleiht. Die Pflanze bevorzugt feuchte, niederschlagsreiche Regionen und eignet sich ideal für steile, schwer bewirtschaftbare Flächen. Zudem reduziert sie Erosion und Hangrutschungsgefahr und bietet eine nachhaltige Nutzung solcher Flächen, während sie die Biodiversität fördert.