Die Fischviertel GmbH hat beim Handelsgericht Wien ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt. Das Unternehmen weist laut Schuldnerangaben Verbindlichkeiten in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro auf und betrifft insgesamt 57 Gläubiger sowie 9 Dienstnehmer.
Ursachen der finanziellen Schwierigkeiten
Laut Angaben des Unternehmens hat vor allem die Corona-Krise erheblich zur wirtschaftlichen Schieflage beigetragen. Die pandemiebedingten Einschränkungen und Teilschließungen führten zu massiven Umsatzrückgängen und einer Schwächung der Eigenkapitalsituation. In Kombination mit gestiegenen Betriebskosten und einem veränderten Konsumverhalten der Kunden geriet das Unternehmen zunehmend unter Druck.
Sanierungsplan mit Fortführung des Betriebs
Die Schuldnerin plant, das Unternehmen fortzuführen und bietet ihren Gläubigern einen Sanierungsplan mit einer Quote von 20 %, zahlbar innerhalb von zwei Jahren ab Annahme des Plans. Die Finanzierung soll hauptsächlich aus dem Weiterbetrieb des Unternehmens erfolgen.
Ob der Sanierungsplan angenommen wird, entscheidet sich in den kommenden Wochen im Insolvenzverfahren. Sollte er scheitern, könnte eine Schließung der Betriebe drohen.
Das Verfahren am Wiener Naschmarkt zeigt, dass auch etablierte Gastronomiebetriebe in herausfordernden wirtschaftlichen Zeiten mit erheblichen Schwierigkeiten zu kämpfen haben.