Auch im dritten Teil zeigt sich, wie vielfältig der erste Bezirk kulinarisch aufgestellt ist. Zwischen Bewährtem und Neuem, zwischen klassischer Handschrift und modernen Akzenten setzt jedes dieser Lokale eigene Schwerpunkte – auf der Karte ebenso wie im Gesamtkonzept.
Zum ersten Teil der Reihe kommen Sie hier und zum zweiten Teil hier.

Vienna 1st
Judengasse 8, 1010 Wien

Mitten im 1. Bezirk, unweit des Bermudadreiecks, positioniert sich das Vienna 1st als Restaurant für jene, die Wiener Küche schätzen, sie aber nicht ausschließlich traditionell serviert bekommen wollen. Der Betrieb aus dem Haus Hackl Gastro versteht sich als kulinarischer Treffpunkt zwischen Alt und Neu – sichtbar im Interieur ebenso wie auf der Speisekarte.
Küchenseitig setzt man auf eine breit aufgestellte Karte, die klassische Gerichte wie Wiener Schnitzel vom heimischen Kalb oder Rindsuppe mit Frittaten ebenso führt wie international inspirierte Teller. Curry-Varianten, Ravioli, Burger oder Street-Food-Anleihen ergänzen das Angebot, vegetarische und vegane Optionen sind fixer Bestandteil. Die Linie bleibt dabei bewusst zugänglich: keine radikalen Brüche, sondern bekannte Aromen mit zeitgemäßer Handschrift.

Qero
Börsegasse 9/16 – 1010 Wien

Mitten im ersten Bezirk, nur wenige Schritte von der Börse entfernt, hat sich Qero über die Jahre als fixe Adresse für moderne peruanische Küche etabliert. Die Lage in der Börsegasse mag auf den ersten Blick unscheinbar wirken, kulinarisch wird hier jedoch konsequent internationales Niveau angestrebt – und meist auch erreicht. Qero verbindet klassische peruanische Gerichte mit Nikkei-Einflüssen und übersetzt sie in eine urbane, klar strukturierte Küche, die ohne folkloristische Überzeichnung auskommt.
Die Karte setzt auf bekannte Pfeiler der peruanischen Küche: Ceviche in mehreren Varianten, Causa, Lomo Saltado oder Ají de Gallina. Auffällig ist dabei die Balance zwischen Säure, Schärfe und Cremigkeit. Ají Amarillo und Rocoto sorgen für Tiefe, nicht für vordergründige Schärfe. Fisch und Fleisch werden präzise eingesetzt, vegetarische Gerichte sind eigenständig gedacht und keine bloßen Alternativen. Qero spielt damit nicht auf Exotik, sondern auf Wiedererkennbarkeit – ein Ansatz, der dem Restaurant über Jahre eine stabile Stammkundschaft eingebracht hat.
Dass Qero längst mehr ist als ein einzelnes Restaurant, zeigt sich wenige Gassen weiter. In der Naglergasse betreibt das Team mit der Cinco Bar eine eigenständige Bar, die das kulinarische Konzept konsequent weiterdenkt – diesmal im Glas. Cinco versteht sich als American-Latin-Bar und orientiert sich am Konzept der fünf Elemente: Feuer, Wasser, Holz, Erde und Metall. Diese Idee zieht sich nicht nur durch das Interior, sondern auch durch die Cocktailkarte, in der jedes Element mit mehreren Drinks und einem Shot interpretiert wird.
Im Zentrum steht dabei Pisco, ergänzt durch lateinamerikanische Aromen, Bitters, Rauch und Frische. Verantwortlich für die Handschrift ist Bar Manager Nick Thiel-Diehle, der hier Detailarbeit und Kreativität verbindet. Cinco ist bewusst kein klassischer After-Dinner-Ableger, sondern ein eigenständiger Ort für Cocktails mit Anspruch – ruhig genug für Gespräche, präzise genug für ein baraffines Publikum.
Zusammen bilden Qero und Cinco ein in Wien seltenes Duo: Küche und Bar agieren getrennt, folgen aber derselben Haltung. Lateinamerika wird nicht dekorativ zitiert, sondern kulinarisch und mixologisch ernst genommen. Dass beide Betriebe in Guides und Branchenrankings regelmäßig auftauchen, überrascht daher wenig. Im ersten Bezirk, wo Austauschbarkeit schnell zur Gefahr wird, setzen Qero und Cinco auf Profil – und genau das macht sie relevant.

Liebsteinsky
Doblhoffgasse 5, 1010 Wien

Direkt am Schubertring, zwischen Oper und Stadtpark, verbindet das Liebsteinsky Bistro-Atmosphäre mit moderner Restaurantküche. Hinter großen Fensterfronten sitzt man in einem hohen, luftigen Raum, der französischen Bistro-Charme mit einem Hauch New York kombiniert – urban, entspannt und bewusst unprätentiös.
Kulinarisch fährt das Liebsteinsky zweigleisig. Mittags richtet sich das Angebot klar an das umliegende Business-Publikum: ein fair kalkulierter Lunch mit Klassikern wie Caesar Salad, Ravioli oder Kalbsbutterschnitzel, ergänzt um ein Business-Menü. Abends wird es ambitionierter. Dann stehen moderne Gerichte sowie Degustationsmenüs mit vier oder sechs Gängen auf der Karte – etwa glasig gebratener Miso-Lachs ebenso wie Wiener Schnitzel mit Erdäpfel-Gurkensalat.
Die Küche versteht sich als österreichisch verwurzelt und international inspiriert. Gekocht wird mit frischen, sorgfältig ausgewählten Produkten, ohne große Inszenierung, dafür mit Fokus auf klaren Geschmack. „Vom Einfachen das Beste“ lautet die Devise – sichtbar sowohl bei Klassikern als auch bei moderneren Tellern wie Trüffelnudeln oder Branzino.
Begleitet wird das Angebot von einer umfangreichen Weinkarte mit internationalem Spektrum, bei der heimische Weine dennoch eine zentrale Rolle spielen. Vom Grünen Veltliner aus dem Weinviertel bis zu Burgunder-Positionen reicht die Auswahl, ergänzt um Spritzer, Bier vom Fass und alkoholfreie Klassiker.
Geführt wird das Liebsteinsky von Gastronom Andreas Mikulits, dessen Team Wert auf professionelle, gleichzeitig unaufdringliche Betreuung legt. Ob schneller Lunch, längeres Dinner oder private Feiern – das Lokal positioniert sich als vielseitige Adresse für unterschiedliche Anlässe mitten im ersten Bezirk.

Deval
Schubertring 6, 1010 Wien

Mitten im ersten Bezirk, unweit des Parlaments, setzt das DEVAL Restaurant auf ein bewusst reduziertes Fine-Dining-Konzept. Statt großer Säle und ausufernder Speisekarten empfangen Daan de Val und Gastgeberin Evelyn Schranz ihre Gäste in einem kleinen, intimen Rahmen: Pro Gastraum stehen lediglich sechs Tische zur Verfügung, das Menü beginnt für alle Gäste gleichzeitig.
Serviert wird ein sechsgängiges Chef’s-Choice-Menü, das es wahlweise mit Fleisch oder vegetarisch gibt. Eine klassische Speisekarte sucht man im DEVAL vergeblich – der Abend ist als durchkomponierte Abfolge gedacht, vergleichbar mit einer Theateraufführung. Gang für Gang führt Chefkoch Daan de Val persönlich durch seine Küche, erklärt Produkte, Zubereitungen und die Ideen hinter den Gerichten.
Im Fokus stehen saisonale und überwiegend regionale Zutaten, die oft aus kleinen Betrieben stammen. Fleisch wird im Ganzen verarbeitet, Wild kommt direkt vom Jäger, Obst und Gemüse von regionalen Produzenten. Ergänzt wird das Menü durch eine Weinkarte, die ausschließlich österreichische Winzerinnen und Winzer berücksichtigt. Auch hier liegt der Schwerpunkt auf Qualität und auf Entdeckungen abseits bekannter Namen.
Gestalterisch versteht sich das DEVAL als Ort des Ankommens und Verweilens: warm, zurückhaltend elegant, ohne steife Förmlichkeit. Fine Dining soll hier nicht einschüchtern, sondern entschleunigen. Die persönliche Betreuung durch Küche und Service ist dabei Teil des Konzepts – ebenso wie die Reservierungspflicht, mit der das Restaurant bewusst gegen Verschwendung arbeitet.

Ella’s
Judenplatz 9-10, 1010 Wien

Am geschichtsträchtigen Judenplatz, eingebettet zwischen Mahnmal, Jüdischem Museum und historischen Wohnhäusern, liegt das Ellas – ein Ort, der seit Jahren für mediterrane Leichtigkeit und zeitgemäße Küche steht. Internationales Flair trifft hier auf ein modernes, zurückhaltendes Design und einen Weinkeller, der auch für gesetzte Essen den passenden Rahmen bietet.
Gegründet von Lefteris Dermitzakis, hat sich das Ellas seit 2006 als Fixpunkt für mediterrane Gastfreundschaft etabliert. Mit Marusya Hovhannisyan wird das Restaurant nun in eine neue Ära geführt: Der mediterrane Geist bleibt, die Küche zeigt sich frischer, kreativer und zeitgemäß interpretiert.
Auf der Speisekarte finden sich klassische Vorspeisen wie Tzatziki, Tarama oder Baba Ganoush, ebenso wie raffiniertere Starter à la Beef Tatar mit Senf-Eis, geflämmter Ziegenkäse im Kataifi-Mantel oder Zweierlei vom Thunfisch als Ceviche und gegrillt. Meeresfrüchte spielen eine zentrale Rolle – von Calamari Fritti über gegrillte Jakobsmuscheln bis hin zu Rote Gambas oder mariniertem Oktopus. Auch Vegetarier:innen kommen auf ihre Kosten: Ricotta-Ravioli, Burrata mit Rote-Rüben-Gnocchi oder vegane Oliven-Falafel zeigen, dass fleischlose Küche hier keineswegs Nebensache ist. Bei den Hauptspeisen reicht die Auswahl von Gyros vom Huhn à la Ellas über rosa gebratene Entenbrust und geschmorte Lammstelze bis zu Fischklassikern wie Branzinofilet oder einer großzügigen Fischplatte für zwei. Wer sich nicht entscheiden möchte, wählt das 6-Gänge-Menü, das quer durch die aktuelle Ellas-Küche führt.
Das Ellas verbindet hochwertige Zutaten mit kreativen Ideen, bleibt dabei leicht, unkonventionell und stets mediterran geprägt. Ein Ort für alle, die südliche Küche in moderner Form und mit zuvorkommendem Service schätzen.

Der Bettelstudent
Johannesgasse 12, 1010 Wien

Der Der Bettelstudent zählt seit rund 40 Jahren zu den etablierten Wirtshausadressen im ersten Bezirk. Zwischen Kärntner Straße und Stadtpark gelegen, positioniert sich das Lokal bewusst als klassisches Stammwirtshaus mit langen Öffnungszeiten, durchgehend warmer Küche und einem unkomplizierten Zugang für Einzelgäste ebenso wie für größere Runden. Statt Szenekonzepten setzt man hier auf Verlässlichkeit, Wiener Schmäh und ein betont gemütliches Ambiente.
Kulinarisch orientiert sich der Bettelstudent an der Wiener Wirtshausküche in alltagstauglicher Breite. Auf der Karte finden sich Suppen, Schnitzel, Burger und Salate ebenso wie ein eigenständiges Würstel-Angebot – darunter Bettl’s Bratwürstel mit Kartoffel-Gurkensalat und Sardellenspießchen oder Weißwürste im Emailletopf. Ergänzt wird das Angebot durch Tagesgerichte und ein wöchentlich wechselndes dreigängiges Mittagsmenü, das vor allem bei Stammgästen fixer Bestandteil des Arbeitsalltags ist.
Auch abseits der Küche versteht sich der Bettelstudent als sozialer Treffpunkt. Am Wochenende sorgt ein DJ für lebendigere Stimmung, Feiern und Gruppenreservierungen sind fester Bestandteil des Konzepts. Der Anspruch bleibt dabei konstant: kein Schickimicki, sondern ein Ort, an dem man kommt, bleibt – und wiederkommt.

Einstein
Rathausplatz 4, 1010 Wien

Das Einstein – Das geniale Lokal versteht sich als klassisches Wiener Bierbeisl mit Restaurantbetrieb in prominenter Lage am Rathausplatz. Geöffnet an sieben Tagen in der Woche von frühmorgens bis spätabends, richtet sich das Lokal gleichermaßen an Tourist:innen, Studierende, Büroangestellte und Stammgäste aus dem Grätzel. Der Fokus liegt klar auf Niederschwelligkeit: rustikales Ambiente, lange Öffnungszeiten und ein Angebot, das vom Frühstück bis zum späten Feierabendbier reicht.
Kulinarisch setzt das Einstein auf bewährte Wiener Wirtshausküche mit breiter Auswahl. Auf der Karte finden sich Rinds- und Gulaschsuppe, Wiener Schnitzel in verschiedenen Varianten, Tafelspitz, Zwiebelrostbraten sowie vegetarische Optionen wie Kaspressknödel oder veganes Süßkartoffel-Curry. Ergänzt wird das Speisenangebot durch saisonale Karten und eine umfangreiche Getränkeselektion mit Fassbieren, österreichischen Weinen, klassischen Spritz-Varianten und Spirituosen – ausgerichtet auf ganztägigen Betrieb statt Fine-Dining-Ambitionen.

Stuwer am Schottentor
Rockhgasse 1, 1010 Wien

Das Stuwer am Schottentor positioniert sich als ruhiges Innenstadtrestaurant mit gehobenem, aber bewusst unaufgeregtem Anspruch. In unmittelbarer Nähe zum Schottentor und etwas zurückgezogen in der Rockhgasse gelegen, verbindet das Lokal die bekannte Stuwer-Handschrift mit einem wohnzimmerartigen Ambiente. Geöffnet wird ausschließlich abends, was den Fokus klar auf das Dinnergeschäft legt – fern von Durchlaufpublikum, dafür mit Zeit für Küche und Service.
Kulinarisch setzt man auf hand- und hausgemachte österreichische Küche mit internationalem Blick. Auf der Karte stehen unter anderem selbstgemachte Pasta, fein geschnittenes Beef Tatar sowie ein klassisches Wiener Schnitzel mit Erdäpfel-Vogerlsalat. Die Gerichte bleiben klar, hochwertig und handwerklich orientiert, ohne Effekthascherei. Ergänzt wird das Angebot durch eine sorgfältig kuratierte Getränke- und Weinkarte, die den Anspruch des Hauses unterstreicht, ohne ihn zu überzeichnen.

Paul & Anna
Johannesgasse 23, 1010 Wien

Mitten in der Johannesgasse verbindet Paul und Anna zwei klare Leidenschaften: Burger und Bier. Das Lokal setzt bewusst auf eine breite Bierauswahl, die unterschiedliche Geschmäcker abdeckt – von Klassikern bis zu ausgewählten Sorten –, und positioniert sich damit ebenso als Bierlokal wie als Burgeradresse im 1. Bezirk. Das Konzept ist unkompliziert, urban und auf Geselligkeit ausgelegt.
Kulinarisch dreht sich alles um Burger in verschiedenen Ausprägungen. Neben klassischen Varianten finden sich auch vegetarische und ausgefallenere Interpretationen auf der Karte. Ergänzt wird das Angebot durch eine Wochenkarte, die für Abwechslung sorgt. Der Fokus liegt klar auf zugänglicher Küche mit Wohlfühlfaktor, ohne Fine-Dining-Ambitionen, aber mit konsequenter Ausrichtung auf das Kernthema „Burger & Beer“.

Viva La Mamma
Dr.-Karl-Lueger-Platz 5, 1010 Wien

Mit Viva la Mamma hat sich am Dr.-Karl-Lueger-Platz ein italienisches Restaurant etabliert, das konsequent auf Handwerk und Produktqualität setzt. Im Mittelpunkt stehen klassische italienische Gerichte, die nach hauseigenen Rezepten zubereitet werden. Besonders wichtig ist dem Haus die enge Zusammenarbeit mit ausgewählten Produzenten – nur Zutaten, deren Herkunft bekannt ist, kommen in Küche und Keller.
Kulinarischer Schwerpunkt ist die Teigküche: Die Pasta wird täglich frisch von Hand gefertigt, der Pizzateig erhält eine 72-stündige Ruhezeit. Dieser Fokus auf Zeit, Technik und Textur prägt die Karte deutlich und hebt Viva la Mamma von schnell getakteten Italo-Konzepten ab. Das Angebot richtet sich an Gäste, die klassische italienische Küche in handwerklich sauberer Ausführung suchen.

Nagano
Schellinggasse 3, 1010 Wien

Mit NAGANO – Izakaya kehrt ein traditionsreicher Name in neuer Form nach Wien zurück. Das Konzept knüpft an die Wurzeln des Hauses an, das 1998 von Yili Wu gemeinsam mit seiner Frau Bifen gegründet wurde. Wu lernte sein Handwerk im legendären Wiener Tenmaya (heute SHIKI) und entwickelte früh eine Küche, die weniger auf Inszenierung als auf Präzision, Frische und Qualität setzt: kleine Portionen, sorgfältig ausgewählte Zutaten, klarer Geschmack.
Heute versteht sich NAGANO als modern interpretierte Izakaya – als Ort für gemeinsames Essen, raffinierte Drinks und unkomplizierten Genuss. Sushi und Fisch spielen weiterhin eine zentrale Rolle, werden jedoch zeitgemäß gedacht und durch weitere japanisch inspirierte Gerichte ergänzt. Die Philosophie des Gründerpaars bleibt dabei unverändert: gutes Essen braucht keine komplizierten Konstruktionen, sondern Respekt vor dem Produkt und handwerkliche Sorgfalt.

Schmarren und Palatschinkenkuchl
Grashofgasse 4, 1010 Wien

Seit 1977 steht Heindl’s Schmarren & Palatschinkenkuchl im ersten Wiener Bezirk für österreichische Klassiker, die bewusst auf Zeitlosigkeit setzen. In der Grashofgasse wird traditionelle Küche ohne Hast serviert – mit Fokus auf regionale Zutaten, bewährte Rezepte und eine Atmosphäre, die eher an ein gepflegtes Wiener Wohnzimmer als an ein trendgetriebenes Innenstadtlokal erinnert. Der Mix aus gemütlichem Gastraum und Schanigarten macht das Haus zu einer verlässlichen Adresse für genussvolle Pausen mitten in der City.
Kulinarisch spannt sich der Bogen von herzhaften Klassikern wie Kalbsrahmgulasch oder Wiener Schnitzel bis zu süßen Spezialitäten, allen voran Kaiserschmarren und Palatschinken in zahlreichen Varianten. Neben den Fixpunkten der Karte sorgen monatlich wechselnde Spezialitäten für saisonale Akzente, ohne den traditionellen Rahmen zu verlassen. Auch neu interpretierte Gerichte – etwa Palatschinken mit internationalem Einschlag – fügen sich unaufgeregt ins Konzept ein.
Ergänzt wird das Restaurant durch ein separates Café in der Köllnerhofgasse, das mit eigener Eingangssituation und reduzierter Karte auf schnellen Genuss ausgerichtet ist – auch zum Mitnehmen. Damit verbindet Heindl’s zwei Welten: das klassische Sit-down-Restaurant für längere Aufenthalte und das moderne Café für spontane Lust auf Schmarren & Co. Ein Betrieb, der Wiener Küchentradition nicht museal versteht, sondern alltagstauglich weiterlebt.

Lil Italy
Kärntner Straße 10, 1010 Wien

Im Lil Italy im ersten Bezirk wird italienische Alltagsküche ohne Umwege serviert – klar strukturiert, vertraut und bewusst unkompliziert. Der Einstieg gelingt klassisch mit Zuppa al pomodoro, einer Tomatensuppe mit frischem Basilikum, oder einer Minestrone, die auf Gemüsevielfalt statt Schwere setzt. Auch bei den Salaten bleibt man nah an italienischen Standards: Insalata mista, Rucola mit Tomaten und Parmesan oder ein schlichter Beilagensalat ergänzen das Angebot ohne Schnörkel.
Etwas üppiger wird es beim Caesar Salad, der hier in mehreren Varianten angeboten wird – wahlweise mit Hühnerbrust, Thunfisch oder Riesengarnelen. Knackiger Salat, Rucola, Croutons, Parmesan und hausgemachtes Dressing bilden die Basis, die Zusätze sind klar kalkuliert und zielen auf ein lunch-taugliches Publikum im 1010. Die Preise bewegen sich dabei im soliden Innenstadt-Rahmen.
Insgesamt setzt Lil Italy auf Verlässlichkeit statt Überraschung: klassische Rezepte, verständliche Kombinationen und eine Karte, die schnell Orientierung bietet. Ein Lokal für jene, die in der City italienische Küche ohne große Inszenierung suchen – bodenständig, bekannt und passend für Mittagspause wie unkompliziertes Abendessen.












